Wann kommt es?

25. und 26.03.2019 Plettenberg Bay

Die Wetterprognose meldet für einen ganzen Tag Regen mit bis zu 90% Wahrscheinlichkeit. In der Nacht gab es schon etwas Niederschlag aber am Morgen sah es nicht schlecht aus. Zwar blies der Wind wieder etwas stärker aber die Sonne schien zwischen den Wolken aber bald war das vorbei. Immer wieder entleerten sich die Wolken mehr oder weniger stark, dazwischen gab es kurze Pausen. Die Temperatur sank knapp unter 20 Grad.

Mit dem Schiff gab es noch eine weitere Überraschung, als es den Hafen von Mombasa endlich verliess, wurde als nächstes Ziel wieder Durban angegeben. Die Ankunft dort sollte am 29. März sein, der Tag an dem wir Nelson in den Hafen von PE bringen sollten. Nach unserer Email-Anfrage war die  Verschiffungsagentur aber immer noch der Meinung dass die Delphinus am 30. dort ankommen würde. Zwar hörten wir die Botschaft, doch fehlte uns der Glaube.

Am Tag nach dem Regen wieder blauer Himmel. Wir waren froh, vor allem weil wir unser Vorzelt nicht nass einpacken wollten. Es wäre schwierig geworden das noch einmal zum Trocknen aufzustellen.

Nun war es Zeit uns von vielem Ballast zu trennen, der sich in den letzten fünf Jahren angesammelt hatte. Vieles haben wir selten bis gar nie gebraucht. Es gibt sogar Dinge welche wir schon aus der Schweiz mitgebracht haben und nie benutzten. Entrümpeln wollten wir weil für die Verschiffung nichts von aussen sichtbar sein durfte. Besonders unter dem Tisch bei der Sitzecke hatte sich sehr viel angesammelt. Es gab aber auch einiges das zu entsorgen was viel benutzt worden ist und dabei ziemlich gelitten hat. Wir waren gespannt wie viel Platz wir so freischaufeln konnten.

Es hätte mehr sein können, aber es war gar nicht so einfach sich von den Dingen zu trennen. Wir sind aber durch unsere Erfahrung nach Walfisbay 2013 etwas pragmatischer geworden. Wenn wieder geklaut wir dann wird halt geklaut. Ärgern werden wir uns wahrscheinlich dann aber trotzdem.

 

27.03.2019 Plettenberg – Blue Water Bay

Letzte Nacht im Bus in Afrika verbracht. Ein letztes Mal packen und die letzte grössere Strecke fahren. Alles kam uns ein wenig komisch vor.

Im Nautilus hatten wir für die drei nächsten Nächte ein Zimmer gebucht. Die Fahrt dorthin haben wir  in knapp vier Stunden geschafft. Eine gute Zeit für die 250km für unseren Nelson, wir hatten aber zum Glück auch keinen Gegenwind.

Wir bekamen wieder die Maisonette-Wohnung, und fühlten uns gleich wie Daheim.

 

28. und 29.03.2019 Blue Water Bay

Dann hatten wir noch einen Tag um weiter aus zu sortieren und umzuräumen. Noch ein paar Dinge einzukaufen hatten wir für den nächsten Tag geplant.

Die wertvolleren Sachen haben wir in der Dachbox über der Fahrerkabine verstaut. Diese ist nur von oben erreichbar und von unten sieht man das nicht. An den Sitzkisten hinten sind nun Schlösser montiert. Auch da  sind noch ein paar wichtige Sachen drin.

Alles was wir nicht mit nehmen wollten und was noch brauchbar war hatten wir auf den Zeltplätzen an Nachbarn und Angestellte verschenkt. Auch die Gastgeber und Angestellten des  Nautilus beglückten wir, hoffen wir jedenfalls.

Am Donnerstagmorgen erfuhren wir vom Shaun dem Chef des B&B, dass unter anderem die Zöllner in den Streik getreten sind. Hoppla, da sind wir aber erschrocken, am nächsten Morgen sollten wir mit Nelson zum Hafen fahren. Sofort versuchten wir bei der Verschiffungsagentur Portco jemanden telefonisch zu erreichen. Auf beiden Nummern nahm aber niemand ab. Da beschlossen wir hin zufahren.

Eines der Gebäude im Zentrumsnähe welches am verfallen ist.

Natasha war im Büro und wusste nichts von einem Streik. Sie versuchte mehrere Personen anzurufen um an Informationen zu kommen, konnte aber niemand erreichen. Sie versprach uns zum Hafen zu fahren und dort nachzufragen. Sie würde uns dann informieren. Als wir dann bis am Abend nicht von ihr gehört hatten, lag die Vermutung nahe dass wirklich gestreikt wurde.

Am nächsten Morgen bekamen wir die Nachricht, dass alles wie geplant ablaufen wird. Also fuhren wir zu Portco wo schon drei 4×4 Camper standen. Hier wurden wir informiert, dass zwar Zöllner kommen würden, aber ob die Fahrzeuge am Sonntag verladen würden stand noch nicht fest weil das Schiffe vielleicht nur kurz im Hafen festmachen würde und dann wieder draussen auf Reede gehen würde. Es würde dann am Mittwoch noch eine Ladung Autos im Hafen aufnehmen. Zu dem Zeitpunkt war nicht klar ob in diesem Fall die Camper nicht doch erst am Mittwoch auf das Schiff könnten. Dann müssten sie sechst Tage gelagert werden. Im Hafen kostete dies Rand 3‘000/Tag, in einem Lager ausserhalb nur R 300. Ob, wie und wann würde erst am Nachmittag entschieden.

Es gab dann noch einiges zu diskutieren weil die schriftlichen Informationen die Seabridge an die englischsprachigen Kunden abgegeben hatte mangelhaft waren. Die einen wussten nicht dass man in Rand und cash bezahlen mussten die andern nicht, dass eventuell die Fahrzeuge in ein Lager zu bringen waren usw. und dieses ebenfalls mit Barzahlung zu berappen war.

Gegen 10 Uhr waren wir soweit und wir fuhren im Konvoi zum Hafen. Wir als Letzte mussten dann zweimal bei Rot über eine Kreuzung fahren. Ist aber hier nicht so schlimm weil das öfter mal vorkommt. Darüber regt sich auch keiner auf. In den Hafen kamen wir relativ einfach und es waren auffällig wenige Leute da, eigentlich fast nur Sicherheitspersonal.

Als wir dann auf einem Pier ankamen, informierte uns Natasha dass die Zöllner erst um halb zwölf kommen würden weil sie noch in dem anderen Hafen zu tun hatten. Aha es wurde also doch gestreikt. Später erfuhren wir dann dass Natasha wegen unserer Information aktiv wurde und zwei Zöllner organisiert hatte die bereit waren zu arbeiten.

Die Wartezeit verkürzten wir indem sich zwischen den Besitzern der Camper interessante Gespräche ergaben. Alle waren seit längerer Zeit in Afrika unterwegs und konnten Interessantes berichten. Die zwei Zollbeamten kamen dann doch etwas früher als angekündigt und brauchten auch nicht lange um uns abzufertigen. Nur die Fahrgestellnummer am Wagen wurde mit der auf dem Carnet de Passages (CDP) verglichen und das war’s schon.

Schon vor zwölf Uhr waren wir wieder aus dem Hafen. Natasha war so nett uns dann zum Flughafen zu fahren wo wir einen kleinen Mietwagen abholten den wir noch bis zum Abflug am nächsten Tag benützten. Am Nachmittag konnten wir dann noch das vom Zoll abgestempelte CDP bei Portco abholen. Da erfuhren wir dann auch dass die Camper am Sonntag verladen würden und das Schiff dann am 5. April Richtung Europa abfährt.  Durch die entstandene Verspätung wird es also nicht am 19.4. In Zeebrugge ankommen eher so um den 24. April. Das ist vielleicht besser so, denn das ist dann nach den Ostertagen.

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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2 Antworten zu Wann kommt es?

  1. Douw Krüger schreibt:

    Hallo ihr zwei (oder drei – mit Nelson eingerechnet),
    So kommt alles zu Ende. Wünsche euch viel Erfolg und Spaß.
    O ja… Das Schwyzerdütsch auf Overland Forum war gegoogled.
    Viele Grüße
    Douw u Nelleke Krüger

  2. Swissnomads schreibt:

    Hallo Neleke und Douw

    Wir sind ja noch 10 Tage im südlichen Afrika, aber das Abschiednehmen fällt uns schwer. Gestern waren wir noch einmal am Cape Point, und es kommen überall Erinnerungen auf. Vorallem die vielen netten und hilfbereiten Leute haben bei uns einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

    Wir hoffen Euch bei einer späteren Reisen wieder zu treffen, wann immer und wo das auch sein wird.

    Herzliche Grüsse
    Emanuel und Christine

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