Warten auf die Delphinus Leader

18.03.2019 Buffalo Bay

Nein das ist kein weiteres Tier in unserm Mini Zoo, sonder das Schiff welches unseren Nelson nach Zeebrugge bringen würde. Im Internet verfolgen wir den Autotransporter schon seit er in Japan gestartet ist. Als er an Sri Lanka vorbei war gab es aber keine Positionsmeldung mehr. Wir fragten uns ob es wegen den Somalischen Piraten war. Östlich von Madagaskar erschien es dann wieder bei Marine-Traffic und zeigte als nächsten Zielhafen Durban an. Ankunft am 14. März Da fragten wir uns schon ob es doch früher als am 30. März in Port Elizabeth ankommen würde. Aber als es den Hafen wieder verliess fuhr es in nördlicher Richtung, Ziel Dar es Salam.

Noch ein Nachtrag zum Load Shedding.
Wir wunderten uns, dass es in der letzten Zeit täglich bis zu dreimal für mindesten zwei Stunden geplante Stromausfälle gab. Dann lasen wir von dem Sturm der in Mozambique gewütet hatte. Zu der Humanitären Katastrophe kam noch, dass die Leitungen zum Cahora-Basso Staudamm beschädigt wurden. Von dort bezieht Südafrika viel Strom, deshalb war die Versorgung nun noch prekärer geworden.

Mehr zum Thema in einem Welt-Artikel

 

19.03.2019 Buffalo Bay – Plettenberg Bay

Weil unser Platz von diesem Tag an bereits gebucht war mussten wir weiterziehen. Wir hatten uns für den Keurbooms Lagoon Camping entschlossen, weil wir wussten, dass da sicher genug Platz ist für uns.

Da wir nur etwa 50 Kilometer zu fahren hatten liessen wir uns Zeit um In Knysna einzukaufen.

Nebel kommt über den zwischen dem Meer und der Knysna Lagune gelgegen Hügel.

In einem Laden kauften wir noch diverse Dekorationsgegenstände zum heimnehmen. Als wir dabei waren mit der Kreditkarte zu bezahlen, fiel der Strom aus. Wir wussten nicht ob die Zahlung erfolgreich war oder nicht. Die Verkäuferin rief bei der Bank in Knysna an und wurde an die Helpline verwiesen. Es dauerte einen Moment bis sie Ihr Problem erklärt hatte. Das musste sie ungefähr viermal wiederholen weil man entweder keine Möglichkeit hatte es nachzuprüfen oder man für ausländische Karten nicht zuständig war. Zum Schluss waren wir so schlau wie vorher, denn man konnte dieses erst feststellen wenn das Kartenlesegerät wieder am Strom war.  Wir bezahlten dann halt mit Bargeld und vereinbarten mit der Verkäuferin, dass sie später nachschauen würde ob die Bezahlung durch war oder nicht. Als wir dann in Plettenberg ankamen rief sie uns an und sagte dass auf ihrem Gerät nichts verbucht wurde.

Im Keurboom Caravan Park konnten wir uns einen Platz für stolze 450 Rand aussuchen. Auch wenn der Platz höchstens zu einem Drittel besetzt ist, wird hier der Schulferientarif angewendet. Pensioniertenrabatt, meistens 10%, gab es natürlich auch nicht. Dafür konnten wir uns einen sehr grossen Platz aus suchen, auf dem wir mindestens zwei Camper aufstellen könnten.

20.03. bis 24.03.2019 Keurboom Lagoon

Unser Platz ist vor den Waschräumen und viele Gäste laufen bei uns vorbei. Mit einigen kommen wir ins Gespräch. Einer stellte sich als Cecil vor und wir schwatzten eine weil zusammen, bis wir herausfanden dass wir gemeinsame Bekannte haben. Sein Onkel Trevor und dessen Frau Deana standen kürzlich neben Leonie und Anton auf dem Campingplatz bei Port Elizabeth. Die beiden waren am nächsten Tag bei ihm zu Besuch und kamen dann auch noch vorbei. Zufälle gibt es, kaum zu glauben.

Wir verfolgen schon seit langem die Delphinus Leader. Als wir wussten, dass das südafrikanische Durban ihr nächster Zielhafen war, wurden die Flüge, Unterkünfte und Mietautos für unsere Weiterreise nach Namibia via Kapstadt gebucht. Mit Erstaunen stellten wir dann fest, dass das Boot anschliessend erst nach Tanzania fuhr. Aber das kann ja immer noch klappen rechtzeitig in PE zu sein. Etwas entsetzt mussten wir dann aber feststellen, dass von Dar es Salam aus noch Mombasa angesteuert wurde. Bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von gut 10 Knoten  (ca. 20km/h) könnte es knapp werden um bis zum 30. März in PE anzukommen. Falls die Delphinus  viel später ankommt muss Nelson länger im Hafen stehen und das wird dann kostspielig. Denn unsere Buchungen starten mit dem Flug nach Kapstadt am 30. März. Mit der Agentur haben wir vereinbart den Bus am 29.in den Hafen zu bringen.

Als wir Cecil unser Dilemma erzählten, bot er uns ganz spontan an dass wir Nelson bei seinem Haus in PE bis zur Verschiffung abstellen könnten. Solche Hilfen bekamen wir auf unsren Reisen im südlichen Afrika immer wieder angeboten.

Eine weitere Überraschung erlebten wir als ein Mann zu uns kam und erzählte sein Sohn und er, hätten heute 11 Fische gefangen. Er zeigte ganz stolz die Fotos auf seinem Handy. Nun hatten sie viel zu viel und er bot uns ein Teil der bereits filetierten Fische an. Wir nahmen das Angebot gerne an aber er wollte sie uns nicht verkaufen, einfach  so schenken.

Am Abend „braaiten“ wir den Fisch in einer Alufolie. Mmmmh, wann bekommt man schon so frischen Fisch auf den Teller? Am Morgen schwamm er noch im Meer.

Wie der Name des Campings schon sagt, stehen wir hier an einer Lagune und nicht direkt am Meer. Strandläufe sind hier nicht so attraktiv und zum Baden haben wir auch bei Flut keine Lust. Die Luft ist meist in im Bereich unter 25 Grad und das Wasser bei 20.

Am Sonntag dem 24. verliess das Schiff den Hafen von Mombasa mit Ziel Durban. Wenn es dort wieder 3 Tage auf Reede warten muss, wird es aber sehr knapp für eine pünktliche Ankunft in PE. Noch schlimmer wäre wenn es plötzlich heissen würde unser Bus müsste in East London an Bord gehen. Das liegt 300 Kilometer nördlich von PE. Wir wissen dass dies letztes Jahr einer Gruppe Seabridge Kunden passiert ist.

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
Dieser Beitrag wurde unter Afrikareise, Südafrika veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s