Mini Zoo

29.03.2019 Blue Water Bay – Buffalo Bay

Nach Cannon Rocks sind wir noch mal für zwei Nächte zum Nautilus B&B zurück gekehrt. Hier konnten wir dann den Bus wieder einräumen. Die Wetterprognose kündigte für die nächsten Tag Regen an, deshalb machten wir das schon am Vorabend unserer Abreise. Und das war gut so. Denn schon in der Nacht und auch am Morgen schüttete es immer wieder. Wir wurden von Charma und Shaun ganz herzlich verabschiedet und los ging’s Richtung Süden.

Ursprünglich hatten wir geplant bis zur Ankunft der Delphinus Leader, so heisst der Autotransporter für unseren Bus, nach Lesotho zu fahren.  Aber durch die Verzögerungen beim Karosseriespengler war uns die Zeit dafür zu knapp. Zudem liegt das kleine Königreich zwischen 2‘000 und 3‘000 Meter und langsam wird es hier auch wieder kühler. Das Wetter nördlich von PE sollte auch nicht gerade besser sein. Deshalb entschieden wir uns, noch mal nach Buffels Bay zu fahren.Kurz nach PE fing es dann wieder an zu regnen und hörte bis Knysna nur zweimal kurz auf. Unterwegs tankten wir noch und Einkäufe für die nächsten Tage waren auch fällig. Am Campingplatz erwartete uns eine unangenehme Überraschung. Wir hatten Nelsons Verschiffung absichtlich vor den OsterSchulferien geplant, weil dann die meisten Campingplätze ausgebucht sind. Nun haben die Eastern Cape Schulbehörden noch zwei Wochen Herbstferien in der zweiten März Hälfte verordnet. Also konnten wir statt bis zum 27. Nur bis zum 19. bleiben. Das auch nur weil wir einen weniger beliebten Platz ausgewählt hatten. Hier hatten wir anstatt der Bucht das offene Meer und Felsen vor der Nase, was uns die Sicht auf spektakuläre Sonnenuntergänge erlaubte.

Ausserdem hatte der Platz den grossen Vorteil hinter Windschatten spendenden Felsen zu liegen. Das war bei der Ankunft ein absolutes Plus, denn der Wind blies mit Böen von bis zu 85km/h. Auf dem Platz war es nicht gerade windstill aber nur halb so schlimm wie auf der anderen Seite. Trotzdem, ein ziemlicher K(r)ampf das Vorzelt auf zustellen.

 

30.03. bis 17.04.2019 Buffalo Bay

Die nächsten zwei Tage waren weiterhin sehr windig und es regnete zeitweise auch. Wir waren froh um das Vorzelt, der Aufwand hatte sich gelohnt. Einen besseren Platz hätten wir nicht wählen können. Da wir das Heck des Busses in die Windrichtung gestellt hatten, wurden wir in der Nacht auch nicht so heftig geschaukelt.

Eine hübsche kleine Maus besuchte uns drinnen auch immer wieder.

Als dann wieder die Sonne schien kam sie uns jeden Morgen besuchen während wir draussen beim frühstücken sassen.

Eigentlich füttern wir keine wilden Tiere aber da konnten wir nicht wiederstehen.

Auch Agamen beobachteten uns aus nächster Nähe.

Möwen gibt es hier viele und ihr Geschrei ist nicht gerade Musik in unseren Ohren.

Eine Vogelart ist hier aber besonders lästig.

Nicht nur dass sie ins Vorzelt gehen und unseren „Perserteppich“ verschmutzen, nein sie fliegen auf unseren Tisch. Dabei stört es sie kein bisschen, dass wir da sitzen. Eigentlich sind sie Insektenfresser und davon gibt es hier reichlich. Da sieht man was passiert wenn man wilde Tiere füttert 😉

Am Mittwoch fuhren wir zum Einkaufen nach Knysna. Da mussten wir das Vorzelt wieder abbauen und das nutzten wir um den Zeltstoff des „Pennhauses“ und der Markise gründlich zu waschen und anschliessend  zu imprägnieren.

Die Heringe hatten wir bis auf drei Stück alle stehen lassen, denn der steinige Untergrund machte das Einschlagen bei der Ankunft sehr mühsam. Das bedeutete aber dass wir bei der Rückkehr ziemlich manövrieren mussten bis der Bus wieder so stand dass alles passte. Vermutlich haben wir dafür fast so viel Benzin verbraucht wie für die Fahrt nach Knysna.

Vom vierten Tag an hatten wir am Morgen etwas Nebel und auch einen bewölkten Himmel, aber das löste sich alles im Verlauf des Vormittags auf. Einmal zog allerdings eine Gewitterfront direkt über uns durch. Als Donner und Blitz sehr kurz hinter einander kamen, beschlossen wir lieber drinnen im Bus das Gewitter abzuwarten. Die Sonne schien bereits da schlug der Blitz in unmittelbarer Nähe ein.

Eines Tages fiel uns ein auffälliger Land Cruiser mit ganz vielen Giraffen auf der Karoserie auf. Irgendwie kam er uns bekannt vor. Plötzlich fiel es uns wieder ein, beim vorletzten Besuch im Addo stand er uns schräg gegenüber. Emanuel quatschte die Leute an und sie erinnerten sich an unseren Nelson. Solveig und Ian sind aus Kapstadt und möchten eigentlich auch eine Transafrika machen. Aber momentan haben sie noch einige Hürden zu nehmen. Wir konnten ihnen ein paar Tipps zum Carnet de Passage geben, vielleicht hilft es ihnen ihren Pensionierten-Traum zu erfüllen.

Man merkt, dass sich hier der Herbst langsam anschleicht, immer wieder kommt Nebel auf. Manchmal schon erst am Abend oder auch schon am Morgen. Verbunden damit haben wir dann auch etwas Nieselregen.

Am Samstag wurden dann einige Plätze besetzt, denn nun hatten die Schulferien angefangen. Viele Kinder sind da und der Felsen hinter uns wird für allerlei Spiele benutzt. Neben uns stand für drei Tage eine Hamburger Familie mit zwei Töchtern und einem Jungen. Ihr Mietcamper ist dem entsprechend gross.

Stromsparen, das heisst hier Load Sheding, hatten wir hier auch wieder. Südafrikas Stromversorgung ist ungenügend, deshalb wird Regional diese immer wieder abgeschaltet. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Die bestehende Infrastruktur wurde zu wenig gewartet und neue Anlagen für den steigenden Bedarf erst viel zu spät geplant. Bis jetzt wurde hauptsächlich mit Kohle Strom produziert, da hat man scheinbar auch geschludert und minderwertiges Material eingekauft. Von der Korruption wurde ESCOM auch nicht verschont. Jetzt ist der Staatsbetreib total verschuldet. Auch unter Ramaphosa  dem neuen Präsidenten, scheint die Vetternwirtschaft weiter zu funktionieren. Armes Südafrika. Vielen weissen Einheimischen ist die Zukunft in diesem Land unsicher und sie verlassen das Land oder haben Pläne es bald zu tun um ihren Kindern bessere Chancen zu ermöglichen. Auswanderungsländer sind vor allem Australien oder Neuseeland.

Weil es immer wieder schön ist hier noch einen Sonnenuntergang.

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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