Er ist wieder da!

21.01 bis 03.02.2019 Hartenbos

Vom Wetter gibt es nichts Neues. Viel Wind, bis zu 65km/h und Wolken, kein Regen aber feuchte Luft gelangt bis hier in die „obere Etage“. Wir machten zwei Ausflüge die Küste rauf. Einmal bis Wilderness, wo wir die niedliche St. Aldan Kapelle entdeckten.

Dann ging‘s noch weiter bis Brenton Sea. Da hatten wir eine tolle Aussicht auf erodierte Felsen und über die Bucht  bis nach Buffelsbaai.

In Knysna besuchten wir, wie viele andere Touristen, die Waterfront und dann noch Thesen Island, wo es kaum Leute hatte, wo man aber echtes Sauerteigbrot kaufen kann.;)

Am Samstag noch ein Stück weiter nach Sedgefield zum Farmers Market. Leider waren wir zu spät da, denn er schliesst schon um Zwölf. Daneben gibt es aber noch einen Markt wo allerlei Handwerker, Gastronomen und Trödler ihre Waren anbieten. Einen Stand mit Käse faden wir auch noch, da hatten sie ein recht guten Emmentaler und einen geschmackvollen Gouda. Wie wir schon geschrieben haben ist es nicht leicht in Südafrika gereiften Käse zu bekommen. Die Massenware wird nicht gelagert und gepflegt. Milch rein in die Fabrik und Käse raus in den Laden, so geht das hier.

Auf dem Campingplatz suchte uns schon wieder ein Grabowski heim. Er baute dauernd Maulwurfhügel um und unter unserem Vorzelt.

Das ist noch nicht das schlimmste, aber die Tunnel brechen auch noch ein. So entstehen unter der Bodenmatte immer wieder tiefe Löcher. Der Campingstuhl wird dann zum Schaukelstuhl.

Schlimmer als die einzelnen stürmischen Tage könnte es nicht werden, dachten wir. Es konnte doch! Drei Tage und drei Nächte hinter einander mit Windböen zwischen 55 und 65km/h und manchmal auch noch Regen als Sahnehäubchen. Das war die Wetterprognose.

Zum Trost gingen wir an einem Nachmittag zum Point beim Leuchtturm und kehrten im Delfino’s ein. Es war nicht viel los und wir konnten uns einen Tisch aussuchen. Einen Platz und die Speisekarte bekamen wir ganz schnell aber keiner kam um unsere Bestellung entgegen zunehmen. Mehrere Kellner standen herum und diskutierten miteinander. Eine Chefin und ein Kellner führten direkt neben uns ein hitziges Mitarbeitergespräch. Wir  warteten und warteten. Als es ihm zu bunt wurde fing Emanuel an mit gestreckten Armen herumzufuchteln. Das lies dann noch einen jungen Kellner nach unserem Wunsch fragen. Welche von den sechs auf der Speisekarte stehenden Kuchen vorrätig seien wusste er nicht und musste sich erkundigen. Wir bestellten je ein Stück Kuchen und  zwei Cappuccino. Es dauerte dann ein Weile dann kam der Kuchen. Kaffee und Kuchen wird äusserst selten gleichzeitig gebracht. Aber dann kamen die Cappucino lange, lange nicht. Als sie dann endlich kamen war Schlagrahm drauf statt Milchschaum. Das haben wir nicht gern, darum liessen wir sie zurückgehen. Es dauert wieder eine gefühlte Ewigkeit, bis er zurückkam mit der Information  dass der Milchschäumer kaputt sei. Es gab nur Milchkaffee. Da wir inzwischen schon mehr als den halben Kuchen gegessen hatten, verzichteten wir darauf. Wir hatten dann einen Kaffee aus unserer Nespresso-Maschine „zu Hause“ beim Camper.

In der Nacht von Freitag auf Samstag ging dann der Wind merklich zurück und am Morgen hatten wir auch wieder Sonne. Die Meteorologen hatten dann aber offenbar Mühe, stündlich war Regen zu anderen Zeiten angesagt. Einmal um 19 Uhr, dann schon am Mittag. Als es um eins immer noch nicht regnete sollte es um 16 Uhr soweit sein usw. Wir beklagten uns nicht. Nach 36 Stunden Sturm mit etwas Regen, waren wir froh wieder ein paar Stunden draussen zu verbringen.

Für das Nachtessen am Samstagabend hatten wir mit Jorina du Rudolf abgemacht zum Trans Karoo Restaurant zu fahren. Um halb sechs fing es an zu regnen nachdem wir schon länger entferntes Donnern gehört hatten. Als wir um sechs wie vereinbart zu den Beiden laufen wollten, schüttete es wie aus Kübeln.  Also fuhren wir mit unserem kleinen Auto zum Parkplatz ausserhalb des Campinggeländes wo die beiden auf uns warteten. Nach dem wir die 300 Meter mit dem Auto zurück gelegt hatten war das Gewitter vorüber. Rudolf chauffierte uns nach Groot Brakrivier. Wir verbrachten zusammen einen schönen Abend bei gutem Essen und netter Bedienung. Zurück durfte Emanuel den neuen Toyota SUV fahren, er hatte von uns vieren am wenigsten getrunken.

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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