Wo das Meer rauscht da lass dich nieder

 06. bis 12.01.2019 Hartenbos

Schon am ersten Tag kam eine Frau die uns schon am Mountain Breeze Camping gesehen hat. Da wir direkt an der Strandpromenade stehen, machen viele Passanten Komplimente oder stellen Fragen zu unserem Bus und unserer Herkunft. Viele vermuten dass wir aus Botswana sind oder Belgien steht ebenfalls hoch im Kurs. Das B für Bern und das CH bringt selten jemand mit der Schweiz in Verbindung. Gerd Steenkamp den wir schon vor zwei Jahren hier kennen lernten und unsere Platznachbarn vom letzten Jahr kamen vorbei. Es wird uns nicht langweilig. Nur unsere drei direkten Nachbarn sind etwas schüchtern und distanziert., obwohl sie nicht aus Freestate kommen.

Für Emanuels Geburtstag haben wir einen Kuchen gefunden.  Eine ziemliche Steigerung zur letztjährigen Waffel mit Früchten und Rahm.

Fürs Nachtessen wurde er dann noch ins Jakkal On The Beach eingeladen. Wir hatten hier auch schon gegessen und haben schon einmal davon erzählt. Der Pavillon es eine Kopie des Strandpavillons in Brighton. Bis jetzt waren wir mit dem Etablissement zufrieden, aber an diesem Abend lief einiges schief. Wir bestellten Seafood Platter für beide, normalerweise bekommt man eine Portion für zwei auf einer Platte, hier aber nicht, aber das war auch ok. Als das Essen serviert wurde staunten wir dass wir die bestellte Vorspeise nicht erhalten hatten, nahmen aber an dass dies vergessen wurde und sagten nichts. Als die Kellnerin den Hauptgang brachte, sagte sie dass der Starter auch (schon) unterwegs sei. ?? Als sie damit kam und wir fragten ob das hier so üblich sei, sagte sie nur: „Nein! ?? Zu den Meeresfrüchten bekamen wir ein kleines Schälchen mit etwas verwelktem Salat, auf dem Tisch standen nur zwei Flaschen Olivenöl, kein Essig. Zudem waren beide Flaschen mit Öl verschmiert und nicht zum Anfassen. Als wir auf den Fehler aufmerksam machten, fragte die junge Bedienung ob wir denn Essig möchten.  Eine Salzmühle stand da aber kein Pfeffer. Einen Teller für die Krevetten- und Muschelschalen mussten wir auch sogar noch selber holen. Die Panade am Fisch war uns zu fettig deshalb assen wir nur die Hälfte davon. Alles in allem ein enttäuschendes Geburtstagsessen.

Das Wetter war meistens schön, aber häufig kam am späteren Nachmittag Wind auf der  immer stärker wurde. Nach Sonnenuntergang  flaute er wieder ab. Eines Abends  wurde er aber sehr heftig so dass wir Angst um unser Vorzelt hatten und bei Sturm und Regen das Netz über die Markise spannen mussten. Bei  heftigen Windböen und im Dunkeln nicht ganz einfach. Das Meer rauschte in dieser Nacht besonders heftig, aber das ist schön zum einschlafen.

 

13. bis 15.01.2019 Hartenbos

Um ein gutes Brot zu kaufen machen wir gerne einen Umweg. Für ein Holzofenbrot sind wir schon öfter zum Hop Valley Farmstall gefahren. Ok, ein bisschen auch um die Landschaft am Robinson Pass zu geniessen.

Dann Richtung Oudsthoorn und wenn wir schon dabei sind, nehmen wir noch den Outeniqua Pass mit. Bei George geht es dann auf dem kürzesten Weg über die N2 zum Campingplatz zurück. Das sind dann gut 180km.

Das Dumme war nur dass das zum Farmstall gehörende Restaurant samt Bäckerei bis am 17. Januar geschlossen war. Noch dümmer ist, dass wir dies vom letzen Jahr hätten wissen können.

Die Gegend um Oudsthoorn ist für seine Straussenzucht bekannt so kann es dann passieren, dass sich beim  Landschaft fotografieren, ein Strauss ins Bild drängt.

Photobombing nennt man das.

 

Unsere Nachbarn wohnen in Mosselbay, verbringen aber ihre Ferien auf dem etwa 10km entfernten Campingplatz. Er arbeitet in Angola und kann nicht zu lange in Südafrika sein weil er sonst hier Steuern bezahlen muss. Wir haben schon mehr Südafrikaner kennengelernt welche in der Petrochemie in Westafrika, den Emiraten oder Saudi-Arabien gearbeitet haben. Dort lässt sich gutes Geld verdienen und hier ist die weisse Bevölkerung per Gesetzt benachteiligt einen Job zu bekommen. Arbeitgeber müssen dunkelhäutige bevorzugen, sonst bekommen sie keine Aufträge vom Staat. Wieder ein wenig Apartheit.

Mit dem kleinen KIA machten wir einen Ausflug nach Herbertsdale. Nicht weil es da etwas besonders gibt, nur weil wir noch nie da waren. Die ersten paar Kilometer fuhren wir über die N2, das war noch nichts Neues. Dann ging es noch ein Stück weiter weg von der Küste. Schöne hügelige Landschaft und eine sehr gute Strasse erwarteten uns da. Nach dem Du Plessies Pass, bei welchem etwa 15 Höhenmeter zu überwinden waren, sahen wir eine grössere Herde Kühe. Um für unseren Enkel Timo, dem Kuh-Fan, ein Foto zu machen hielten wir kurz an.

Später schickten wir es ihm per Internet. Hinter Herbertsdale hörte aber die Teerstrasse auf und wir hatten dann keine Lust viele Kilometer Piste mit dem kleinen Auto zu fahren.

Also fuhren wir wieder ein Stück zurück und bogen dann auf die Teerstrasse Richtung Albertinia. Soweit wollten wir nicht aber ein Schild zur Jakkaslvlei Weinfarm hat uns den Weg gewiesen. Im Restaurant Jakkal on the Beach wurde nur Wein von dieser Farm verkauft. Das und der Name legten die Vermutung nahe dass dieses zum selben Betrieb gehört. Wir kamen zu einem relativ neuen und sehr modernen Gebäude. Der Empfang war freundlich und wir bekamen einen Tisch auf der Terrasse mit Blick auf die Weinberge.

Wir bestellten uns eine Käseplatte, die man nach Belieben zusammen stellen konnte. Unser Entscheidung fiel auf Blue Chees, Brie, Camembert, Straussen Carpaccio und Ciabatta. Dazu auf Empfehlung der Bedienung eine Flasche Rose. Brie und Camembert waren ganze Käse du nicht nur kleine Portionen, wir haben trotzdem alles weg geputzt. Den Wein natürlich nicht. Der hat uns etwas überrascht, denn es war ein Muscadel-Pinotage. Leicht perlend und nicht zu süss, sehr gut zum Käse. Eine Flasche zu nehmen statt zwei Gläser hatte den einfachen Grund, dass zwei Gläser gleich viel kosteten wie die ganze Flasche.

Von der Bedienung erfuhren wir, dass der Besitzer der Weinfarm nur Anteile am Restaurant in Mosselbay hat. Sie hörte schon mehrmals die Klagen von unzufriedenen Gäste des Restaurant. Das sei nicht gut für den Ruf der Weinfarm.

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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