Weiter die Westküste runter

09. und 10.12. Lamberts Bay – Yzerfontain

Als wir von Lamberts Bay los fuhren, hatten wir uns noch nicht auf das Tagesziel festgelegt. Langebaan war eine Option aber der Campingplatz unserer Wahl ist direkt am Meer und bietet wenig Schutz gegen den Wind. Wir fuhren also gemütlich Richtung Süden, manchmal dem Meer entlang aber oft bog die Strasse wieder Richtung Osten um dann wieder in die Nähe der Küste zu führen.

Von St. Helena (nein nicht Napoleons Insel) aus wollten wir direkt nach Paternoster, aber die Strasse auf dem GPS sah nicht gerade einladend aus. Also fuhren wir ein Stück zurück und nahmen eine Rüttelpiste die aber vermutlich weniger schlimm war. In Paternoster suchten wir das Blue Dolphine B&B wo wir vor vielen Jahren abgestiegen waren. Wir hatten kein Erfolg, vermutlich gibt es das nicht mehr, denn einer der  Besitzer, hat man uns letztes Jahr erzählt, wurde bei einem Raubüberfall getötet. Im Ort liefen mehrere Einheimische mit Plastiktüten herum, in denen sie lebende Langusten zum Kaufen anboten.

In Langebaan blies wie erwartet der Wind zu heftig. Deshalb fuhren wir weiter zum West Coast Park. Da gibt es leider keinen Campingplatz aber es lag halt grad so auf dem Weg. Als wir zum Gate kamen wurden wir etwas seltsam empfangen. Der Angestellte schaute unsern Bus an und meinte er könne uns damit nicht rein lassen. Wir protestierten, denn dies war nicht unser erster Besuch in diesem Park. An der Grösse konnte es nicht liegen. Er sagte mit todernster Miene der Bus sei viel zu rot, lachte dann aber wir konnten dank der Wild Card auch hier kosten los hinein. Im Geelbek Restaurant machten wir noch einen Zwischenhalt, denn es war Zeit für Kaffe und Kuchen. Kurz vor dem Ausgang sahen wir noch sieben Elande in den Büschen. Das Bild ist mit der kleinen Kamera gemacht ohne Teleobjektiv.

Suchbild mit Elandantilope

In Yzerfontein konnten wir uns den Platz aussuchen, was nicht erstaunlich war denn in dem grossen Areal waren nur etwa ein Dutzend besetzt. Trotzdem mussten wir den High Season Preis bezahlen. Das ist eine Unsitte in Südafrika, ab dem ersten 1. Dezember werden die Preise bis zu vervierfacht und keine Pensionierten Rabatte gewährt. Dies obschon die Schulferien erst Mitte Dezember anfangen. Vorher sind die Plätze auch nicht voll, an Nachfrage und Angebot liegt es also nicht.

Am nächsten Tag fuhren wir, noch einmal zum Wild Coast Park. Aber diesmal auf der anderen Seite der Lagune und da auch ein Stück weiter als sonst.

Da kommt man dann an einen am Atlantik gelegenen Aussichtspunkt und einen wunderschönen langen Strand.

Am späteren Nachmittag bekamen wir noch Besuch von einem etwa 4-jährigen Jungen, seiner kleinen Schwester und den Grosseltern. Das Bürschchen wollte wissen wie man in einem Auto wohnen und damit fahren kann. Er kannte nur den Caravan der Grosseltern und da ist das Auto ja nur zum fahren da.

 

11.12.2018 Yzerfontain – Melkbos Strand

Wir machten uns auf die Suche eines Campingplatzes den unsere Bekannten Jeanette und Hanspeter in ihrem neusten Reisebericht beschrieben haben. Zwar hatten sie keinen Namen angegeben, aber zur Auswahl standen auf dieser Strecke direkt am Meer nur zwei die wir noch nicht kannten.

Als erster lag Gansekraal auf dem Weg. Da wurden wir aber abgewiesen weil das ganze Resort für ein Studenten Event gebucht war. Also fuhren wir weiter zum Sliverstromstrand Resort. Am Gate wurde man schon auf einer grossen Tafel informiert  dass man nur mit einer vorab Buchung auf dem Campinplatz stehen darf. Wir durften uns aber umsehen. Der Platz war leer und trotzdem war da einer von der Security. Die Toiletten war blitzblank geputzt und es hätte uns da eigentlich gefallen. Zurück am Gate sagte man uns  dass man vorher buchen müsse, aber wir sollten mal mit den Damen am Empfang reden. Da war aber leider nichts zu machen, auch hier hiess es ohne online- Reservierung kein Platz. Da wunderte es uns nicht dass der Platz leer war wenn es so umständlich ist. Aber ganz umsonst war der Besuch auf diesem Resort nicht. Beim Eingang wurden wir gebeten einen im tiefen Sand stecken geblieben Bakkie (Pickup) heraus zu ziehen. Eine leichte Übung für unseren Nelson.

Da blieb uns nichts anderes übrig als uns in Melkbosstrand auf den Ou Skip Campingplatz zu stellen. Das ist nicht gerade unser Favorit, dafür konnten wir im nahe gelegenen Orca Cafe einen Tisch fürs Nachtessen bekommen. Das ist dann hingegen unser Lieblings Restaurant in der Gegend.

 

12.und 13.12.2018 Melkbosstrand – Stellenbosch

Zum Mountain Breeze Camping wollten wir nun endlich das Paket mit den Ersatzteilen für die Reifendrucksensoren holen und Wäsche waschen. Am Empfang sagte man es sei zwar ein Paket da aber für jemand anders. Per Mail Kontaktaufnahme mit Dawood dem Geschäftsinhaber klappte nicht, er antwortete nicht. Anrufen kann man ihn nicht, denn auf der Homepage steht dass er taub ist. Wäsche waschen klappte dafür aber gut.

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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3 Antworten zu Weiter die Westküste runter

  1. Sylvia Germann schreibt:

    Afrika schient mängisch chli kompliziert si 🙃
    Liebs Grüessli
    Sylvia 🤗

    • Swissnomads schreibt:

      TIA = This Is Africa
      Damit muss und kann man leben. Deshalb gefällt es uns hier immer noch sehr gut.
      Christine und Emanuel

    • Swissnomads schreibt:

      Man gewöhnt sich ein wenig daran wenn man viel hier herum reist, nerven tut es manchmal trotzdem. Aber vieles ist hier viel einfacher als bei uns, das ist dann der Ausgleich.
      Liebe Grüsse
      Emanuel

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