Wieder legal in Südafrika

14. und 15.11.2018 Port Elizabeth – Bufallo Bay

Auf dem Weg nach Cannon Rocks hat wir ja am Radio gehört dass es in der Region um Tsitsikamma heftig gebrannt hatte. Unterwegs sahen wir auf zwei Abschnitten dass es auf beiden Seiten der sehr breiten Strasse gebrannt hatte. Zeitweise musste die N2 gesperrt werden. Es sah schlimm aus, auch wenn uns bewusst war dass wir nur einen ganz keinen Teil der betroffenen Fläche sahen. Wir dachten auch an Kalifornien, wo es zur selben Zeit noch verheerendere  Brände gab.

Auf dem Buffalo Bay Camping wollten wir schon 2014 einmal stehen. Als  wir damals dort ankamen war alles von dichtem Nebel eingehüllt, so dass wir den nahe gelegen Brenton on Lake Camping vorzogen. Dieses Mal schien die Sonne und die Plätze waren nicht stark besetzt so dass wir uns einen direkt am Ufer aussuchen konnten. Morgens und am späten Nachmittag konnten wir „vom Sessel“ aus Delfine beobachten. Und in den Wellen tummelten sich Surfer. Für einen Strandlauf mussten wir 5 Minuten ausserhalb des Campings laufen, aber dann gab es endlos langen Sandstrand. Das ist ein Platz zum wieder kommen, allerdings nicht in der Saison, denn dann sind die Stellplätze viel zu dicht aneinander.

16. und 17.11.2018 Buffalo Bay – Ladismith

Wir hatten für die nächsten zwei Nächte beschlossen wieder auf den Towerkraaltjie zu fahren. Der Platz und dessen Besitzer hatten uns beim letzten Besuch vor einem Monat gut gefallen. Der Weg führte uns über George und dann über den Outeniqua Pass. Alle Hänge bis zur Passhöhe waren verbrannt. Bei unserer letzten Fahrt im Januar war hier alles noch grün. Über etliche Quadratkilometer praktisch alles schwarz. Es sah richtig apokalyptisch aus.

Der Pass ist mit 660m.ü.M nicht sehr hoch, hat aber einige steile Stücke die wir ziemlich langsam vorwärts kamen.

In der Gegend um Oudtshoorn sahen wir viele Strausse, denn Oudtshoorn ist ja bekannt für deren Zucht. Hier gibt es mehr von diesen Riesenvögeln als Kühe.

Den Rest der insgesamt  300km bis Ladismith schaffte unser Bus  ohne Probleme.

Auf dem Camping angekommen kam dann schon bald Andrew mit seinem Hund Duke und begrüsste uns ganz herzlich. Zur Begrüssung bekamen wir auch noch Säckchen mit Nüssen. Diese werden hier in Andrews Firma verpackt. Wir machen gerne ein wenig Werbung für unseren „Sponsor“.

Es wurden noch fünf  Personen erwartet, die am nächsten Morgen von hier aus eine Bergwanderung machen wollten. Sonst war niemand auf dem Zeltplatz. Am nächsten Tag waren wir dann ganz alleine. Am Nachmittag erfrischten wir uns im kleinen Pool der für einmal kein Gletscherwasser enthielt.

Duke kam uns ein par mal besuchen. Unser Teppich hatte es ihm besonders angetan.

Zu fressen bekam er diesmal nichts von uns, denn wir brieten diesmal nur Fleisch ohne Knochen. Er fühlte sich aber bei uns offensichtlich trotzdem wohl.

18.11.2018 Ladismith-Robertson

Wir verliessen den Platz nur ungern, vor allem nach dem Andrew uns mit einer grossen Überraschung verabschiedete. Er kam am Sonntagmorgen und statt die Übernachtungsgebühren einzukassieren, bot er uns ein lebenslanges, kostenloses campieren auf seinem Platz. Wir wussten gar nicht wie uns geschah und womit wir das verdient hatten. Die Gastfreundschaft im südlichen Afrika erstaunt uns immer wieder.

Mit etwa 160km hatten wir an diesem Tag eine relativ kurze Strecke vor uns und deshalb nahmen wir uns Zeit für ein paar Fotostopps.

In Montagu machten besuchten wir noch den Fabrikladen für Dörrfrüchte und Nüsse. Dieser hat einen neuen Besitzer und heisst nun „Cape Dry“ statt „Montagu“. Wir fanden auch gleich den passenden Parkplatz für uns.

Die Jacaranda Bäume fangen an zu blühen.

Auf dem Silverstrand Camping in Robertson bekamen wir einen Platz am Fluss, aber wir versperrten uns die Aussicht mit dem Bus weil ein ziemlich starker Wind aus dieser Richtung blies. Ein älteres Paar mit Wohnwagen, konnte wegen dem Wind ihr Vorzelt nicht aufstellen. Ein anderer Nachbar und Emanuel halfen ihnen dabei.

19. bis 25.11.2018 Robertson – Stellenbosch

In der Nacht hat sich der Wind dann gelegt und am Morgen wurde es in unserem „Pennhaus“ schon bald einmal ziemlich warm.

Im Mountain Breeze standen alte Bekannte, die wir hier schon zweimal getroffen haben. Nicht nur wir sind Widerholungstäter.

Die Wetterprognose meldete für den nächsten Tag Regen, deshalb stellten wir die Marquise auf. Als wir noch am Frühstücken waren fing es dann auch schon an. Nur ein leichter Nieselregen, aber nass wurde es trotzdem. Auch die Temperatur ist  gesunken. Wir wurden schon wieder von einer Kaltfront eingeholt.

Das war der Tag an dem wir unsere Retierment Permits in Kapstadt abholten. Das klappte auch sehr gut, wir waren keine Viertelstunde im VSF da war alles schon erledigt. Endlich sind wir nicht mehr illegal im Land, allerdings wäre das nur beim Verlassen des Landes wichtig gewesen. In Kapstadt hatte der Regen inzwischen wieder nachgelassen, aber Wolken zogen vom kühlen Wind getrieben schnell über den Himmel.

Bei einem Besuch der deutschen Buchhandlung kaufte sich Christine ein bisschen „Firlefanz“ (laut Emanuel), für die Adventszeit und Weihnachten. Im Cafe im Erdgeschoss lachten uns ein Stück Apfelstreuselkuchen und eine Nussecke an. Ein Säckchen mit Vanillekipfeln, Lebkuchen und Haselnusssternen mussten auch noch mit. Leider haben die den Abend nicht überlebt. Den Rückweg fuhren wir entlang der Küste über Muitzenberg nach Somerset West. Nach einer Runde durch die Somerset Mall, wo wir unsere kürzlich gekaufte, nicht funktionierende Lampe im Cape Union Markt loswerden wollten, fuhren wir wieder zurück zum Campingplatz.

Da es immer noch kühl war und es auch schon bald wieder anfing zu nieseln, machten wir uns in der Sitzecke etwas Platz und verzogen uns in den Bus.

Zwar eng aber Wind geschützt und warm.

Wenn man bedenkt dass es die letzten Wochen in der Gegend von Stellenbosch meist über 30 Grad war und jetzt nur knapp über 20. Das gibt uns das Gefühl von den Kaltfronten verfolgt zu werden.

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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