An der Küste weiter

30.10 bis 3.11.2018

In dieser Woche hatten wir einiges am und im Bus zu erledigen. Die grösste Arbeit war ihn innen vom Staub zu befreien. Fast alles musste wieder mal raus und jeder einzelne Gegenstand entstaubt werden. Für das Äussere fuhren wir zum einem Car Wash  bei der nächsten Caltex Tankstelle. Hier gibt es eine „Waschhalle“, die hoch genug ist für unseren Bus. Leider standen schon etwa  ein Dutzend Fahrzeuge in der Warteschlange. Wir beschlossen, erst einmal einkaufen zu gehen. Dann sahen wir, dass bei Engen nur drei Autos warteten, also stellten wir uns an. Gewaschen wurde hier mit Hochdruckreiniger und von Hand, in einem einfachen tunnelartigen Gebäude. Allerding sah die Einfahrt für unseren Bus etwas niedrig aus. Auf Anfrage erfuhren wir dass es nur 2.70m war, eindeutig 25cm zu wenig. Aber wie so oft wusste man sich auch hier zu helfen. Wir sollten den Bus neben die Einfahrt zu stellen dann ginge das schon.

Das ist Boardwalk bei Nacht.

Den Samstagnachmittag verbrachten wir bei unseren Freunden im Willows. Leonie hatte etwas Feines gekocht und dann hiess es mal wieder Abschied nehmen, denn wir werden uns wohl dieses und nächstes Jahr nicht sehen.

04. bis 07.11.2018 Port Elizabeth – Cannon Rocks

Am Morgen war es wieder ziemlich windig, eine Böe fegte beinahe eine leere Kaffetasse vom Tisch. Es war eine aus Keramik nicht aus Plastik.

Als wir waren gerade fertig  zusammengepackt hatten fing es an zu regnen. Zudem war alles trüb, sehr trüb.

Der Radiomoderator von Radio Algoa informierte immer wieder dass es in der Nähe von PE keine Feuer gebe der Rauch, wir dachten es sei Nebel, komme vom Feuer bei Tsitsikamma. Dort brannte es schon seit zwei Tagen. 80‘000 Hektar waren schon zerstört. Im fast 200km entfernten National Park wird auch mit Pinien Forstwirtschaft betrieben. Kürzlich hatten wir noch überlegt von PE wieder langsam Richtung Kapstadt zu fahren. Als wir jetzt aber hörten dass auf der N2 wegen dem Feuer die Sicht sehr eingeschränkt ist, waren wir froh in die andere Richtung zu fahren.

Auf den 120km der heutigen Fahrstrecke hatten wir mehr oder weniger immer Regen. Der Scheibenwischer arbeitete von Interwallmodus bis zweite Stufe bis kurz vor Cannon Rocks. Auf dem Campingplatz fanden wir problemlos einen Platz, denn von den etwa 50 waren nur drei besetzt.

Wegen dem unsicheren Wetter beschlossen wir die Markise mit den Seitenwänden aufzustellen. Das war nicht so einfach denn wir hatten diese seit dem Februar nicht mehr benutzt. Trotzdem schaften wir es noch rechtzeitig bevor Blitz, Donner und Regen über uns zog.

 

05.bis 08. bis 10.11.2018 Cannon Rocks

Der Wind blies meistens so stark dass wir keine Lust auf einen Strandspaziergang hatten. Seit der Ankunft hatten wir nur noch am Montag etwas Regen, aber es wurde nicht warm. Wir kamen aus Trainerhosen und Faserpelz kaum mal raus.

Am Donnerstag haben wir beschlossen den Aufenthalt bis am Sonntag zu verlängern, denn das Wetter verspricht bis dann echt gut zu werden. Zum Einkaufen sind wir deshalb zum 40 km entfernten Port Alfred gefahren. Zuerst in den Ort zu einem Früchte- und Gemüsehändler. Die Besitzerin und zwei Angestellte sprachen uns auf unsere Herkunft an, denn sie hatten das Schweizerwappen am „Nelson-Schild“ erkannt. Vor der Tür trafen wir  dann noch einen Zürcher, der in Port Alfred den europäischen Winter verbringt. Der heftige Westwind half uns auf der Heimfahrt schneller durch die grüne und hügelige Gegend zu kommen. Beim Strandlauf am Nachmittag konnten wir in einiger Entfernung Wale aus dem Wasser springen sehen.

Am Nachmittag kam ein SMS, dass Emanuels Antrag an das Operation Center weitergeleitet wurde. Wenige Tage nachdem Christine diese Meldung erhalten hatte wurde die Verlängerung dann auch bewilligt.

Auch hier haben wir ein „Haustier“. Diesmal einen kleinen Wühler, einen Maulwurf. Wir nennen in Grabowski, wie der aus einem Bilderbuch. Leider haben wir kein Foto von ihm, denn  bisher kam er immer nur ganz kurz ans Tageslicht. Gut sichtbar sind aber die Tunnel, die er oft und mit Eifer knapp unter der Oberfläche gräbt.  Einmal sogar unter Christines Fuss.

Da wo früher der Parkplatz war hat nicht Grabowski gewütet, aber der Wind deckte ihn einfach mit Sand zu

 

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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