Elefant erteilt eine Lektion

22. bis 26.10.2018 Cradock – Port Elizabeth (PE)

Eigentlich wollten wir an diesem Tag zum Addo Park fahren. Aber als wir vor zwei Tage einen Platz buchen wollten war alles besetzt. Erst für den nächsten Sonntag bekamen wir einen und auch nur für eine Nacht. So wurde unser nächstes Ziel das 290 Kilometer entfernte Port Elizabeth.
Vor dem Verlassen des Parks machten wir aber noch die kleine Ubejane Schleife. Plötzlich rannte vor uns ein  Nashorn über die Strasse. Wir hatten nicht mehr damit gerechnet etwas Interessantes zu sehen und deshalb auch keine Kamera schnell genug zur Hand.

Der Wind hatte gedreht sodass wir unterwegs nach PE meistens Rückenwind hatten und gut vorankamen.  Als wir uns aber dem Meer näherten wurde der Wind extrem stark so dass uns die Gischt auf die Windschutzscheibe spritzte. Wir haben uns dann auf dem Pine Lodge Camping einen Platz mit möglichst viel Büschen gesucht um etwas Schutz vor dem Sturm zu haben. Der Wind war das eine Problem aber wir wurden auch noch vom Flugsand paniert.

Zum Abendessen gingen wir in Ziggi’s Restaurant hier im Resort. Zurück beim Bus war die Luft warm aber sehr feucht.

Am frühen Morgen, wir lagen noch im Bett, hörten wir wie schon in Bloubergstrand ein Nebelhorn. Ein Blick nach draussen zeigte aber, dass es auf dem Platz keinen Nebel hatte. Etwa eine Stunde später war dann auch hier die Sicht ziemlich beschränkt.

Als wir dann am Mittag in die Stadt fuhren, sahen wir dass sich der Nebel ein paar hundert Meter landeinwärts schon auflöste. Bei der Promenade am Sharks Rock waren Schwimmer bei stockdickem Nebel im Wasser. Aber als wir zurück auf dem Campingplatz waren schien schon fast wieder die Sonne.

Am Morgen zum Frühstück kam Gusti, die Einohr-Fuchsmanguste, die uns schon am ersten Tag auf dem Platz begrüsst hatte. Er schlich die ganze Zeit um uns herum obschon wir ihm noch nie etwas zu fressen gegeben haben. Später kam eine zweite Manguste dazu und da es zu keinem Revierkampf kam, tauften wir diese Augustine. Sie lagen dann eine Zeitlang in der Sonne, blieben aber auf Distanz.

Plötzlich kam ein drittes Tier dazu welches mit Gusti anfing zu kämpfen. Bald war dann auch noch ein viertes dabei. Da verzog sich Augustine in die Büsche und schaute wie das Gemetzel aus ging. Gusti blieb Herr seines Reviers und zur Belohnung gab es ein Happy End mit Begattung. Da die Tragzeit nur etwa 60 Tage dauert, könnten uns Augustine und Gusti die heutige Produktion im April, wenn wir wieder kommen, vorstellen.

Da wir wussten das unsere Freunde Leoni und Anton auf dem The Willows Camping standen, besuchten wir sie dort. Wir verbrachten einen sehr schönen Nachmittag. Sie haben ihr Haus vermietet und reisen das ganze Jahr mit dem Wohnwagen durch Südafrika.

 

27. und 28.10.2018 Port Elizabeth – Colchester – Addo

An diesem Wochenende hatten wir für Sonntag einen Platz auf dem Addo- Camping ergattert. Wir fuhren aber bereits am Samstag zuerst für eine Nacht zum Pearson Camping am Sundays River in Colchester und über das South Gate in den Addo Park. Kaum war die Teerstrasse zu Ende, begann eine ziemlich holperige Piste, solche Strecken hatten wir dann immer wieder. Im Juni-Juli hat es in der Gegend viel geregnet und seit dem wurde an den Strassen nicht viel gemacht.

Viele Kuhantilopen haben wir gesehen auch ganz junge.

 

 

Zebras waren natürlich auch mit der Jungmannschaft da.

Wir waren noch nicht lange im Park da sahen wir zwei Löwenmännchen. Einer lang faul auf dem Rücken der andere schaute  uns an.

Aber nur kurz und dann legte er sich auch hin.

Mir machten eine Tour bis zum Main Camp und dann wieder runter zum südlichen Teil.

Vier Stunden später, als wir uns auf den Weg zurück zum Camping machten, sahen wir an dieser Stelle viele Autos stehen. Tatsächlich lagen die Faulpelze immer noch da, nur auf der anderen Seite des Buschs.

Auf den letzten Kilometern zum South Gate fährt man durch eine dichte Buschlandschaft und gerade da kam uns an ein Elefantenbulle entgegen. Mehrere Fahrzeug standen schon still, alle schön links um dem imposanten Tier genügend Platz zu lassen.

Sonst haben wir an diesem Tag, verglichen mit andern Besuchen in diesem Park nicht viele Elefanten gesehen.

Die Nacht im Pearson Campingplatz war wie schon bei andern Besuche ziemlich unruhig, denn er liegt direkt an der N2 und Nachtfahrverbot für Lastwagen gibt es in Südafrika scheinbar nicht.

Am Sonntagmorgen sind wir schon früh, ohne Frühstück zum South Gate gefahren, wo wir aber feststellen mussten, das dieses erst um sieben und nicht schon sechs öffnet. So mussten wir fast eine halbe Stunde warten und waren dann aber die dritten die Einlass bekamen. Für uns eine Premiere.

Bald konnten wir zwei Kudus sehen welche das Kämpfen übten.

 

Und dann waren da schon wieder Löwen, diesmal aber ein Rudel mit einem Männchen und drei Weibchen. Alle lagen da und wärmten sich in der Morgensonne.

Schon nach kurzer Zeit stand eine Löwin auf und lief weg die anderen drei folgten ihr und zuletzt trottete der Pascha ihnen nach.

Wir dachten wir könnten sie weiter vorne auf der Querstrasse wieder sehen, aber offenbar hatten sie einen anderen Weg eingeschlagen.

Als wir später die Schleife gefahren sind kamen wir wieder an die Stelle wo die Löwen gelegen haben und da kamen uns fünf Tüpfelhyänen entgegen.

Wir konnten es kaum glauben.

Wir führen dann zum Main Camp wo wir eincheckten und danach auf dem Campingplatz erst einmal frühstückten.

Im Nordteil sahen wir dann noch einen einzelnen Elefant am Wasserloch.

Und sonst noch einige Tiere.

Gegen Abend fuhren wir auf dem Weg  zurück zum Camp am Ghwarrie Wasserloch vorbei, wo eine kleine Herde von etwa sechs Elefanten herumstanden. Offenbar hatten sie ihren Durst bereits gelöscht und sich „geschminkt“, denn sie waren bereits im Aufbruch um zurück in den Busch zuglangen.

Da sahen wir dann wie einem ungeduldigen Autofahrer eine Lektion erteilt wurde. Die Elefanten liefen auf der Strasse und wir fuhren als drittes Fahrzeug hinter ihnen her. Da überholte ein Pickup uns alle, aber da hatte er sich verrechnet. Die Leitkuh stellte sich quer auf die Strasse und sperrte den Weg ab.

Der Übeltäter ist auf dem Foto durch das rechte Fahrzeug verdeckt

Auch als der Rest Herde sich in die Büsche verzogen hatte blieb sie noch eine Weile stehen, hielt Blickkontakt mit dem Fahrer, um zu zeigen wer hier das Sagen hat. Schliesslich machte sie den Weg wieder frei und der Rüppel konnte an ihr ganz vorsichtig vorbei fahren. Wir haben uns köstlich amüsiert.

 

 

 

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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