Wir fliehen vor der Kaltfront

14. und 15.10.2018 Gansbaai – Ladismith

Nach einer gewittrigen Nacht ohne Wind und ein wenig Regen, packten wir wieder um Richtung Karoo zu fahren. In Bredasdorp war noch Benzin und Geld auffüllen angesagt und dann gings weiter. Eigentlich waren wir uns nicht so ganz einig in welche Richtung wir heute wollten. Schliesslich wurde dann doch Ladismith unser Ziel. Dazu mussten wir den Tradouws Pass bewältigen, der durch eine schöne Berglandschaft führte.

Danach kamen wir auf die Route 62 welche hier als südafrikanische Route 66 gilt. Dann begann die typische Karoo Landschaft, ziemlich karg und Futter gibt’s da nur für Schafe und Wildtiere.

In und um Ladismith suchten wir dann einen Campingplatz. Den einen ausserhalb gab es nicht mehr, der mitten im Ort sah uns so beengt aus. Einer, etwa 10 Kilometer weiter war terrassenförmig angelegt und nur für Zelte gedacht. Aber hier gab man uns den Tipp noch gut zwei Kilometer auf der Piste weiter zufahren, da sei ein Camping der für uns geeignet sei.

Tatsächlich fanden wir auf dem Towerkraaletjie einen ganzen Platz mit Rasen, Strom Wasser, gepflegten Ablutions, Pool und einem freundlichen Besitzer, rundherum die kleinen Swartberge. Er erklärte uns auch gleich, was er noch alles an der Infrastruktur verbessern wollte. Es sollen diverse Einrichtung für Behinderte und Motorradfahrer dazu kommen. Erstaunlich, was er vorhat für einen mit nur 9 Plätzen relativ kleinem und abgelegenem Camping. Aber schön dass es solche Idealisten gibt.

Andrews Hauptgeschäft ist das Verpacken von allen Sorten Nüsse die in Südafrika wachsen. Sein Hund Duke kam uns auch immer wieder besuchen blieb aber nur lange wenn wir am Essen waren. Mit Erlaubnis des Chefs gaben wir ihm dann später auch ein paar Knochen.

Am Nachmittag zog sich der Himmel nach und nach zu und wir gingen davon aus, dass es in der Nacht regnet. Aber so schnell wie sie kamen waren die Wolken auch wieder weg.

Am nächsten Tag war der Himmel immer noch blau und wir konnten an der Sonne frühstücken. Da beschlossen wir unsern Aufenthalt um einen Tag zu verlängern.

And diesem Tag kamen noch die ebenfalls pensionierten Südafrikaner Henriette und Rian auf den Campingplatz.

Früh waren wieder im Bett, denn draussen war es bald wieder kühl.

 

16.10.2018 Ladismith – Prince Albert

Am Morgen war es wieder bewölkt. Wir nahmen Abschied von Andrew und seinem Hund Duke und fuhren los in Richtung Calitzdorp. Dort wollten wir eigentlich tanken aber an der Hauptstrasse gab es nur Caltex und die boykottieren seit kurzem.  Mit etwas Benzin aus dem Zusatztank umgepumpt erreichten wir  Oudtshoorn. Da wir hier auch wieder einmal Internet über unseren Hotspot hatten, luden wir schnell mal auf einem Parkplaz unsere Mails und WhatsApp-Nachrichten herunter.

Weiter ging‘s durch die Meiringspoort-Schlucht die uns immer wieder fasziniert.

In Prince Albert suchten wir das Restaurant der Jaggis. Das fanden wir zwar nicht mehr, aber in diesem Haus hat jetzt Stefan seine Fotogalerie. Das Restaurant haben sie aufgegeben. Wir unterhielten uns einen Moment mit Stefan, und weil er es schade fand, dass wir nicht mal zusammen etwas trinken können, lud er uns kurzerhand zu ihnen nach Hause zum Aperitif ein. Auf dem Camping Olienhof suchten wir uns einen Platz. Hier trafen wir Susanne und Hans aus Berlin, beide haben ihren Land Cruiser auch in Namibia stationiert.

Um sechs liefen wir dann zu Jaggis wo wir bei Weisswein einen gemütlichen Plausch hatten.

Und nach dem Abendessen gingen wir schon bald wieder, der Kälte wegen, früh ins Bett.

 

17.10.2018 Prince Albert – Baufortwest

Wir wollten bei Baufortwest in den Karoo National Park, und kamen auch schon ziemlich früh dort an. Zum Glück denn wir hatten nicht gebucht und wie wir feststellten füllte sich der Campingplatz nach und nach. Viel Auswahl wäre uns später nicht geblieben, denn nicht alle Plätze sind für unseren Bus mit dem Aufstelldach geeignet. Bäume sind da oft ein Problem.

Wir haben unseren Platz mit Tisch und Stühlen als besetzt markiert, und machten dann eine erste Runde durch den Park. Zuerst ging es steil bergauf zum Klippspringerpass. Oben auf dem Berg hatten wir zwar eine tolle Aussicht, aber Tiere waren hier keine zu sehen.

Als wir auf der anderen Seite durch ein Tal fuhren entdeckte Christine zwei Nashörner zwischen den Büschen am Wegrand. 10 Meter weiter noch ein Drittes. Zuerst rannten sie weg, blieben aber immer wieder stehen. Wir hatten lange Gelegenheit sie zu beobachten- und sie uns. Zu Beginn versteckten sie sich immer wieder hinter den vielen Dornbüschen. Wenn wir standen kamen die Rhinos immer wieder einige Schritte in unsere Richtung. Später erreichten sie ein offeneres Gelände, wo wir uns gegenseitig besser sehen konnten. Nashörner sehen relativ schlecht und unser Gefährt schien ihnen seltsam vor zu kommen.

Ausserdem gab es auch noch Red Hartebeast, Oryx, Strausse, Bergzebras, Elande, Springböcke und Paviane in grösseren Mengen. Auf dem Campingplatz liefen viele grosse Schildkröten herum und abends schaute auch ein Schakal vorbei.

 

 

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Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika zu "erfahren". Wir machen aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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