Auf dem (fast) schnellsten Weg nach Kapstadt

18.09.2018 Hamakari – Omaruru

Abschied nehmen von der Familie Diekmann, wer weiss wann wir uns wieder sehen. Und los geht es wieder zurück Richtung Otjiwarongo, denn das war der schnellste Weg für uns und im Hauptort der Region wollten wir noch tanken und einkaufen.

Die Strasse ist recht gut,  auch wenn es hier und da Schilder gibt die vor Schlaglöchern warnen. Die musste man aber schon fast suchen. Kein Vergleich mit den Strassen in Botswana.

In Omaruru angekommen fuhren wir das erste Camp im Ort an, das Omaruru Rest Camp. Vermutlich war das  nicht die beste Wahl. Es liegt direkt am Ortseingang an der Hauptstrasse, wo grosse Bumps für die Verkehrsberuhigung sorgen. Da klappert manch ein Lastwagen bis spät in die Nacht drüber. Jeder Platz hat zwar seine eigene Toilette aber nicht direkt am Platz und in unserer Dusche hatten sich ein Halbes Dutzend Maikäfer niedergelassen. Der Pool war wenig einladend und keiner der Gäste hat sich ganz rein getraut.  Zum Glück war es nur für eine Nacht und viel gekostet hat es auch nicht und das kostenlose WIFI war recht gut.

Es gibt im Ort noch das River-Guesthouse, das würden wir uns beim nächsten Mal anschauen.

19. bis 21.09.2018 Omaruru – Swakopmund

Nach einer weiteren kühlen Nacht wollten wir nach Swakop. Vorher haben wir noch mit einer Agentur für Visa-Beschaffung  „geskypt“. Die Auskünfte stimmten uns optimistisch, so dass wir wohl gute Chancen haben unsere Pensionierten- Visa- Verlängerung zu bekommen.

Wir dachten von Omaruru, auf gut 1‘200 M.ü.M geht es nun einfacher runter nach Swakopmund. Aber es gab noch einige Hügel zu überwinden und der Gegenwind war auch nicht sehr hilfreich. Nelson mühte sich tapfer ab.

Für die nächsten drei Tage hatten wir uns auf dem Alte Brücke Camping angemeldet.

Swakopmund zeigte sich von der kalten und hochnebligen Seite. Zudem blies meist der Südwester, welcher kalte Luft vom Benguelastrom bringt, also quasi arktisch. Brrrrr. Wir hatten die meiste Zeit lange Hosen und Fleecejacken an. Zu Kaffee und Kuchen sassen wir aber beim Farm Deli trotzdem auf der Terrasse. Und ab und zu blitzte die Sonne kurz durch die Wolken. Wir blieben aber die Einzigen auf der Terrasse.

Um beim Thema Essen zu bleiben, Gabrieles Pizzeria, ganz in der Nähe des Campingplatzes, die auch am Abend gut zu Fuss zu erreichen ist, besuchten wir sogar zweimal. Denn dort bekamen wir die wohl besten Pizzas des südlichen Afrikas. Nur gab es beim zweiten Mal ein Missverständnis als Emanuel wieder einen Insalata Caprese bestellte. Die Bedienung hat uns später einen gemischten Tuna-Salat gebracht. Als wir sie auf den Irrtum aufmerksam machten, blieb sie bei der Meinung dass eine Insalata bestellt wurde. Dummerweise steht auf der Karte Insalata für dieses Gericht und auch Caprese aber ohne Insalata davor. Trotz Erklärung des Irrtums drehte sie sich um und liess  die Schüssel auf dem Tisch stehen. Die Chefin war auf die Meinungsverschiedenheit aufmerksam geworden und brachte dann das ungewünschte Gericht zurück in die Küche und etwas später erhielten wir das Gewünschte. Der jungen Bedienung war das wohl dann peinlich. Sie ignorierte uns und schickte ihre Kollegin zu uns. Als wir gegessen und bei der Kollegin bezahlt hatten, bat Emanuel sie, der jungen Dame zu sagen dass wir ihr wegen dem Missverständnis nicht böse sind aber ihr Verhalten unprofessionell sei. Offensichtlich ist die Nachricht angekommen, denn beim Verlassen des Lokals verabschiedete sie sich von uns mit einem breiten Lächeln.

 

22. bis 24.09.2018 Swakopmund – Grünau

Unser Plan war einfach so schnell wie möglich in die Nähe von Kapstadt zu kommen um unsere vier Jahres Visa zu verlängern. Die fast 1‘900 Kilometer wollten wir in sechs Etappen fahren, was einen Durchschnitt von gut 310km/Tag bedeutet. Bei einem durchschnittlichen Tempo von 70km/h sind das etwa 4:45 Stunden Fahrzeit.

Von Swakopmund nach Windhoek kennt auch Nelson die Strecke ja schon auswendig, so oft sind wir diese schon gefahren. Es geht von Meereshöhe auf fast 1‘700 rauf aber nicht nur rauf. Kurz vor Usakos ist man auf ca. 1‘200 Meter und fährt dann auf 10 Kilometer wieder runter auf 800 Meter. Dann muss sich Nelson wieder hoch quälen. Nach etwa 5 Stunden kamen wir an.

Im Arebbusch gab es (mal wieder) ein Problem mit der Buchung. Ja, Emanuel hatte sich schon wieder mit dem Datum vertan. Die Luxury Campsites waren an diesem Tag ausgebucht, aber bekanntlich haben die Dummen Glück und er konnte die Buchung auf ein Luxury Tent für diesen Tag umwandeln lassen.  Im Zelt waren zwei Betten bequeme Betten und im Anbau ein sehr grosses Badezimmer. Draussen ein Tisch mit Bänken, ein Braai und ein Abwaschbecken. Kein schlechter Tausch für einen Aufschlag von etwa SFr. 25.-

Das es Samstagnacht war und auf der anderen Seite der Strasse eine Party bis in die Morgenstunden mit lauter Musik stattfand, war es ziemlich unruhig.

Weiter gings nach Mariental zum Bastion Farm Campingplatz. Da man dort erst um zwei Uhr rein kann, hatten wir in Windhoek noch genug Zeit um noch ein paar Dinge einzukaufen.

Danach musste sich Nelson von 1‘700 auf über 1‘900 Meter über die Auas-Berge hoch kämpfen. Und dann  ging es dann fast nur bergab  bis Rehoboth. Das war der landschaftlich interessantere Teil. Ab da  war es nur noch ziemlich flach, trocken und eintönig.

Bei der Bastion Farm angekommen, hiess es mal wieder „welcome back“, was uns nicht erstaunte. Hier waren wir schon oft und dieses Jahr schon zum dritten Mal. Am Abend hatte es zuerst im Westen und dann auch über uns geblitzt und gedonnert aber es fielen nur ganz wenige Regentropfen. Hier war es ruhig und wir konnten den verpassten Schlaf der letzten Nacht wieder aufholen.

Da die nächste Strecke bis Grünau knapp 400km lang war standen wir schon um sieben auf. Irgendwie waren wir mit dem Frühstück und Zusammenpacken so schnell dass wir kurz nach acht schon unterwegs waren.

Zweimal tanken, ein kurzer Halt um ein Hörbuch auf den Memory Stick zu laden, plus eine Mittagspause im Kitchen 51 und wir schafften es  kurz nach zwei bei der White House Farm anzukommen.

Übrigens, Landschaftlich ging es genauso weiter wie am Tag vorher, erst kurz vor dem Ziel führte die B1 über eine bergige Landschaft.

Auch auf der White House Farm kennt man uns inzwischen. Wir waren die einzigen auf dem Zeltplatz aber die drei Bungalows und das Haus waren bewohnt.

Auch dieses mal bestellten wir das Farm-Dinner, es gab für etwa Sfr. 25 so viel dass wir auch  noch für den nächsten Abend genug zu essen hatten.

An diesem Abend gab es zwar kein Gewitter, nur in der Nacht ganz kurz leichten Regen. Emanuel stand auf, um die Stühle im Bus zu verstauen. Als er fertig war hörte der Regen auch schon wieder auf. Lieber so als wie bei unserem letzten Besuch wo wir einen sehr heftigen Sturm mit starkem Regen erlebten.

 

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Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika zu "erfahren". Wir machen aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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