Wir gehen getrennte Wege

13.09.2018 Mahangu Safari Lodge – Riverdance Lodge

Am Vorabend waren wir im Restaurant essen und fragten Thorsten nach Brot für das Frühstück. Er  versprach es uns gleich mitzugeben, hat es dann aber vergessen. Kaum waren wir am Morgen aufgestanden kam ein Angestellter gerannt (nicht gelaufen!!!) und brachte es uns. Es hat also doch noch geklappt. Wir waren froh sonst hätten wir unser Notfallbrot aus der Sitzkiste holen müssen.

Von Walter hatten wir ein SMS bekommen, in dem er uns mitteilte, dass die Gruppe zur Shametu Lodge und nicht zum Popa Falls Resort fahren wollte. Da diese nur wenige Kilometer von unserm Standort entfernt war beschlossen wir noch eine  Runde durch den Mahango Park (Bwabwata) zu fahren. Da war wieder einiges zu sehen, aber kein einziger Elefant.

In der Shametu  Lodge waren wir vor den Anderen, die aber kurz nach uns eintrafen. Wir zwei hatten uns während den letzten Tag abgesprochen, dass es für uns keinen Sinn machte mit der Gruppe weiter zu reisen. Zum einen machten uns die Tsetsefliegen in Sambia Sorgen, denn da Nelson keine Klimaanlage hat können wir bei Hitze nicht mit geschlossenen Fenstern fahren. Was ja eigentlich auch keinen Sinn macht, denn wenn wir stehen müssen wir das Auto auch offen haben. Auch auf die extrem schlechten Strassen die uns noch erwarten würden hatten wir keine Lust. Zudem machten uns die bald abgelaufenen Pensionierten Visa für Südafrika zu schaffen, für die wir nun so schnell wie möglich eine Erneuerung beantragen möchten. Dazu kommt noch dass für uns die Chemie in der Gruppe nicht stimmte.

Die Nachricht kam offensichtlich ziemlich überraschend, aber nach dem wir es erklärt hatten, konnten sie  es akzeptieren. Wir nahmen noch einen Lunch zusammen in der Lodge. Dann hiess es Abschied nehmen und wir fuhren zur  Riverdance Lodge, wo wir einen  Campingplatz gebucht hatten.

In Divundu gibt es einen recht gut sortierten Laden wo wir Wasser, Joghurt und allerlei anderes einkaufen konnten. Bei der Riverdance Lodge bekamen wir wie vor drei Jahren die Nummer vier. Wir standen mit Sicht auf den Kavango. Oberhalb des Deltas haben sie dem Fluss das O weggenommen. Auf der andern Seite ist schon Angola zu sehen.

 

14.09.2018 Riverdance Lodge – Roy’s Camp

Nur die ersten etwa 130km brachten etwas Abwechslung, denn da waren immer wieder Kraals zu sehen. Meistens waren die Hütten aber hinter mannshohen Palisaden versteckt. Als die Schule aus war waren Massen von Kindern unterwegs nach Hause. Darunter auch Jungs die Kanister mit Trinkwasser heimschleppen.

Hinter Rundu wurden wir am Kontrollposten angehalten und vom Polizisten aufgefordert das Licht einzuschalten. Wie wir später feststellten fuhr die Polizei generell ohne Licht, oder höchstens mi Blaulicht. Die nächste Kontrolle war am Veterinärzaun. Hier mussten wir durch eine tiefe Rinne fahren, die irgendein Desinfektionsmittel enthält. Wegen der Maul- und Klauenseuche darf ja kein Fleisch mitgenommen werden. Wir hatten diesmal den Kühlschrank wirklich leer. Und der Veterinär- Polizist war zufrieden.

Die restlichen 250km waren eher langweilig.

In Roy’s Camp hatten wir eine vierköpfige Schweizer Familie als Nachbaren. Diese begab sich bald einmal zum Pool und liess sämtliche Türen am Mietfahrzeug weit offen. Hier hatte es zum Glück keine Affen, sonst hätte das mit einer bösen Überraschung ausgehen können. Ihre Reisetaschen und Rücksäcke liessen sie über Nacht auch draussen stehen. Ziemlich leichtsinnig.

15. bis 17.09.2018 Roy’s Camp – Hamakari Guestfarm

Wir hatten genug Benzin gebunkert um bis nach Hamakari zu fahren und noch ein Stück weiter. Deshalb nahmen wir den direkten Weg nach Hamakari wo wir uns für zwei Nächte auf dem Zeltplatz angemeldet hatten. Die recht langweilige Fahrt dorthin verkürzten wir uns mit einem Hörbuch (Quality- Land), so ging die Zeit auf den 360 Kilometern etwas schneller vorbei. Am Strassenrand sahen wir, wie in dieser Gegend oft, einige Warzenschweine und Paviane.

Auf Hamakari wurden wir von Rasmus, einem der vielen „Ersatzsöhne“, wie Wilhelm seine Praktikanten nennt, begrüsst. Wilhelm kam kurz darauf und es war wieder mal wie heimkommen. Schliesslich gehören wir schon zu den Stammkunden. Mit Nelson waren wir auf jeder Tour einmal da und vorher auch schon einige Male mit Mietwagen. Frauke und Wolfgang, zwei der vier Diekmann Kinder waren auch da. Frauke sahen wir zum ersten Mal, aber ihren Bruder kannten wir schon.

Wilhelm hat uns gleich zu der Sundowner Tour eingeladen, bei der auch  zwei Paare aus der Kölner Gegend mitfuhren. Wir sahen fünf der zwanzig Giraffen die inzwischen auf Hamakari leben. Wir erinnern uns noch als es nur zwei waren.

Wilhelm erklärte uns auch wieder einiges über Flora und Fauna.

Einen Sundowner gab es auch noch am kleineren Dam der Farm der, wie der Hauptdamm einen sehr tiefen Wasserspiegel hatte. Nachdem wir im März so viel Regen dort erlebt hatten, war es nach Berechnung auf die Fläche und die Zeit in der es regnete gar nicht so viel.

Wilhelm macht da genaue Aufzeichnungen, auch über die Pflanzen und deren Blütezeiten. So ist es nach seinen Aufzeichnungen äusserst ungewöhnlich dass der gelb blühende Kameldorn und der Shepardstree mit seinen weissen „Wolleknäueln“ gleichzeitig blühen. Man ist neugierig, ob und was das zu bedeuten hat.

Zum Abendessen hatten wir uns auf der Farm angemeldet. Einer der anderen Gäste hatte Geburtstag und  es wurde viel erklärt, diskutiert und gelacht. Gegessen wurde auch, Oryx aus eigener „Produktion“ und allerlei Gemüse.  Ein schöner Abend.

Am nächsten Tag war Emanuel wegen einer Magen- Darm Geschichte etwas wacklig auf den Beinen. Zudem wurde es wieder ein sehr heisser Tag. Trotzdem nahmen wir die etwa 700 Meter bis zur Farm unter die Füsse, um uns im Gletscherwasser-Pool abzukühlen. Ausser dem Kilometer Laufen und den wenigen Längen im etwa 8 Meter langen Pool unternahmen wir nicht viel.

Der Versuch, für den übernächsten Tag einen Platz im Alte Brücke Camping in Swakopmund zu buchen, misslang. Darum und um sicher zugehen dass Emanuel bis dann wieder auf dem Damm war, verlängerten wir unseren Aufenthalt um einen weiteren Tag.

Am Morgen, noch vor dem Frühstück, wenn die Sonne noch nicht so brannte, machten wir uns auf zum Damm. Es gibt dort neu Flamingos und wohl auch Pelikane- die waren aber an diesem Morgen nicht da.

Da die Bäume noch kaum Blätter haben, ist der Campingplatz praktisch schattenlos. Dem schafften wir  am letzten Tag Abhilfe, indem wir ein Sonnensegel zwischen zwei Bäume und  Nelson spannten. So war die Hitze besser zu ertragen. Aber zum Pool liefen wird dann am Nachmittag trotzdem um uns  ein wenig zu erfrischen. Den Blog auf den neusten Stand zu bringen scheiterte aber leider wegen dem sehr langsamen WIFI der Farm.  Auf seiner abendlichen Farmrunde kam Wilhelm noch auf ein Bier und ein wenig zum quatschen.

 

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Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika zu "erfahren". Wir machen aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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4 Antworten zu Wir gehen getrennte Wege

  1. Annemarie Berger schreibt:

    Hi Ihr 2 Einzelgänger, bin froh das es Brüderlein wieder gut geht. Ich wünsche Euch weiterhin viel Spass beim weiter Reisen und viel zum luege. Toi toi toi für ein neus SA Visa.
    Tschüssli Annemarie

    • Swissnomads schreibt:

      Wir werden uns wahrscheinlich durch eine Agentur helfen lassen um das Retierment Permit zu bekommen. Damit sollten unser Chancen noch besser sein.

      Liebe Grüsse
      Christine und Emanuel

  2. Jeanette Kapp schreibt:

    Ja… in unserem Alter darf man unbequem sein und seinen eigenen Weg gehen, wenn die Chemie nicht stimmt. Andernfalls gibt’s Magenbeschwerden oder einen dicken Hals. Und Nelson kennt ja den Weg. Wir sind nach unseren 6W. Namibia und Südafrika noch voller Bilder und Erinnerungen und beneiden euch ein wenig. Vor allem habt ihr jetzt warm und am Morgen keinen Schnee mehr auf der Windschutzscheibe. Fahred guet und alles Liebe
    Jeanette und Hanspeter

    • Swissnomads schreibt:

      Schnee haben wir keinen aber warm ist es seit Namibia und hier in den Cedarberge noch nicht. Da das Wetter bei Kapstadt in den nächsten Tagen kalt und regnerisch ist haben wir uns für eine Inddoor Unterkunft in Bluebergstrand entschieden. Mehr darüber bald im Blog.

      Liebe Grüsse
      Christine und Emanuel

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