Schlaglöcher bis zum abwinken

07.09.2018 Maun – Nguma Island Lodge

Die Strasse zwischen Maun und Sehitwa hatte schon bei der Hinfahrt einige tiefe Schlaglöcher, dann auf der B35 Richtung Norden gab es immer mehr. Die Fahrerei war mühsam und anstrengend, denn man musste sehr konzentriert bleiben. Wir haben den Vorteil, dass wir aus erhöhter Position die Löcher etwas früher sehen. Es ist trotzdem ermüdend, denn man muss innerhalb von wenigen Sekunden entscheiden ob man die Gefahrenstellen zwischen die Räder nimmt, oder, wenn sie zu gross sind, rechts oder links zu umfahren. Im schlimmsten Fall bleibt einem nichts anders übrig als ganz oder wenigstens teilweise die Fahrbahn zu verlassen und nebendran weiterzufahren.  Für einen Berner ziemlich hecktisch. Da wir vorausfuhren konnten die andern von unseren Erkenntnissen profitieren.

Der Weg zur Lodge war Piste mit Teilen von Tiefsand. Bald kam uns ein Fahrzeug entgegen und Walter steuerte den Wagen mit Anhänger vom einspurigen Pfad weg in den Tiefsand. Das wurde aber schlecht belohnt er blieb dort nämlich stecken, zum Glück konnte Tony ihn dann  mit seinem Land Cruiser rausziehen. 

Wir kam dann an eine Stelle wo wir trotz GPS nicht genau wussten wo es weiter ging. Decko, der dort wohnt und sein Sohn stellten sich auf die Anhängerkupplung von Walters Auto und zeigten uns den Weg. Es ging  durch Wasser und Schlamm. An der Lodge angekommen fanden wir die Einfahrt zum Campingplatz nicht auf Anhieb, aber dann konnten wir uns endlich einrichten.

Naomi stellte sich Camping-Mangerin vor und informierte uns, dass mit der Kredit Karte nur bei Lodge bezahlt werden kann. Als wir uns eingerichtet hatten beschlossen wir zusammen dort hinzu laufen, um etwas zu trinken und unser Schulden zu begleichen. Ein paar Biere  hat man uns mit etwas Widerwillen verkauft und bezahlen konnten wir nicht weil die hier Zuständige nicht wusste wie viel Personen und viele Nächte wir bleiben würden. Das wussten nur Naomi und wir, bei der wir uns in ein grosses Buch eingetragen hatten. Tony und wir bezahlten anschliessend unsren Anteil mit Bargeld im Camp.

 

08.09.2018 Nguma Island Lodge – Tsodilo Hills

Am Morgen wollte Walter seinen Anteil bei der Lodge mit der Kreditkarte bezahlen, das war aber für Naomi zu kompliziert, denn nun musste sie eine zweite Quittung schreiben. Sclussendlich war es dann aber doch noch möglich.

Auf dem Weg zurück zur B35 fuhren wir wieder durch Matsch, Wasser und tiefen Sand fahren. Auf der B35 erwarteten uns die obligaten Schlaglöcher.

Das sind die harmlosen welche man zwischen die Räder nehmen kann.

Als wir dann wieder x-tausenden davon mit mehr oder weniger Erfolg ausgewichen waren erreichten wir schliesslich die Abzweigung zu den Tsodillo Hills. Das waren dann noch etwa 40km Rüttelstrecke.

Beim Camp-Eingang haben wir den Eintritts- und Campingpreis von etwa Fr. 13.-/Person bezahlt was der Einheimischentarif war. Gespart haben wir dabei aber nur etwa Fr. 3.-.

Wir haben uns die beiden Toilettenhäuser angeschaut. Beim ersten waren 3 von 4 Toiletten und 2 von 4 Duschen brauchbar. Beim zweiten war es noch schlimmer deshalb blieben wir dann beim ersten. Am Abend bis zum nächsten Morgen gab es dann auch da kein fliessendes Wasser mehr.

Die andern vier machten sich gegen halb fünf auf zu den Hügeln um auf einer geführten Tour die San Felsenmalereien zu besichtigen. Wir waren 2015 schon mal dort und deshalb liessen wir das aus. Dafür rüsteten wir das Gemüse und bereiteten das Feuer vor.

Die Malerei- Erkunder kamen dann ziemlich geschafft zurück, denn es ging teilweise steil den Berg rauf.

Zum Nachtessen gab es Gemüseeintopf mit Boerewors, auf dem Feuer im Pottjie (Pöcki) gekocht.

 

09. bis 12.09.2018 Tsodilo Hills – Mahangu Safari Lodge

Es war eine sehr kalte Nacht und am Morgen blies der Wind so heftig, dass wir beschlossen gleich zusammen zu packen. Frühstück sollte dann später irgendwo an der B35 stattfinden.

Diesmal sollten wir auf der Piste als letzte fahren weil wir den andern zu langsam waren. Unser Nelson ist halt nicht so komfortabel gefedert wie die beiden modernen Fahrzeuge, und wir wollen den Guten ja nicht noch zum Schluss zu Schrott fahren. Als wir dann die B35 endlich erreichten, erwarteten uns wieder die Schlaglöcher. Eine Gruppe von 50 Leuten soll die Strecke Sehitwa – Shakawe abgelaufen haben, um auf den miserablen  Zustand dieser Strasse aufmerksam zu machen. Dabei wurden mehr als 48‘000 Löcher gezählt.

Schon von weitem sahen wir dann unsere Gruppe am Grünstreifen.  Die Fahrzeuge stellten wir so auf das wir einigermassen windgeschützt waren, denn windig war es hier auch, aber wenigstens etwas wärmer.

In Shakawe fuhren wir als erstes zur Tankstelle. Zum Glück gab es diesmal Benzin, nicht so wie vor drei Jahren. Eigentlich wollten noch ein paar Sachen einkaufen, aber Walter schickte Tony und Hanna ohne uns zu fragen gleich los um Besorgungen zu erledigen. Also suchten wir den Supermarkt halt selber. Wir fuhren einmal durch den Ort, fanden aber nichts ausser einem Möbel-und einem Chinesen-Laden. Dann nahmen wir das GPS zur Hilfe, das ein Chopies anzeigte. Da fand aber gerade ein Totalumbau statt und es gab nix zu kaufen.

Weiter ging‘s nach Mohembo um dort mit der Fähre den Okavango zu überqueren. Walter hatte geplant auf der anderen Seite des Flusses wieder etwa 100 Kilometer südlich zu fahren. An der Tankstelle hatten wir vom Angestellten erfahren, dass die Piste in einem üblen Zustand sei. Da kommen wir ins Schwitzen, hat er gemeint. Walter machte sich nichts aus dieser Nachricht, aber wir hatten so unsere Bedenken uns und Nelson das anzutun. An der Fähre angekommen, beschlossen wir nicht mit zufahren. Da die Fähre gerade ankam  blieb uns keine Zeit es Walter selber richtig mitzuteilen.  Tony bekam keinen Platz mehr auf der Fähre und musste warten, so informierten wir ihn, dass wir zur Mahangu Lodge fahren würden. Dort schreiben wir dann ein SMS, dass wir die Gruppe im Pupa Falls Resort treffen würden. Das war der nächste geplante Halt Richtung Norden.  

Auf der Mahangu Lodge begrüsste uns Thorsten mit der Nachricht sie seien ausgebucht. Als er unsere langen Gesichter sah bekam er wohl Mitleid und bot uns für eine oder zwei Nächte einen Ausweichplatz an und dann gäbe es wieder Platz am Fluss. Wir waren froh, hatten alles was wir brauchten und konnten auch von hier die Nilpferde hören.

Schon am nächsten Tag konnten wir auf den Platz Nummer 6 direkt am Wasser wechseln. Aus Tagen an dene es nass war gab es hier noch grosse Fussabdrücke von Hippos. Die kommen ja vor allem nachts aus dem Wasser zum Fressen.

Von hier konnten  wir die Nilpferde im Wasser beobachten und am anderen Ufer Elefanten, Kudus, Säbelantilopen, Warzenschweine, Marabus und Geier sehen. Einer der Gärtner war sehr interessiert daran woher wir kommen und ob es dort auch eine Regenzeit hat und ob man in der Schweiz auch viele Tiere sehen könne.

An einem Morgen machten wir eine Fahrt mit dem Frühstücks-Boot. Der Kahn ist für zwanzig Personen eingerichtet. Mit uns waren aber nur fünf Gäste und vier Leute Personal. Der Kapitän, zwei Köchinnen und einer der uns die Tiere erklärte und das Frühstück servierte.    

Wir erhielten ein ausgezeichnetes Frühstück und konnten vor allem Nilpferde, Kapbüffel, Warzenschweine, Buschböcke und viele Vögel beobachten. Die Fahrt dauerte 1 ½ Stunden.

 

 

Es waren vier entspannte Tage in einer angenehmen Atmosphäre.

 

 

 

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Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika zu "erfahren". Wir machen aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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Eine Antwort zu Schlaglöcher bis zum abwinken

  1. Douw Krüger schreibt:

    Scheint mir als ob ihr Spaß macht..!

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