Die Reise kann beginnen

02.09.2018 Swakopmund – Windhoek

Bevor es richtig losging  musste der Bus wieder mit allem, was wir in die Wohnung geschleppt hatten, beladen werden. Ein wenig Ballast haben wir auch abgeworfen, die Waschmaschine musste raus. Diese haben wir nur wenig und schon ewig lange nicht benutzt. Wir haben sie mit den Koffern bei Michael gelassen.

Dann ging es los. Auf der B2 war schon die erste Polizeikontrolle. Der Polizist hat bemerkt dass Emanuel ihm nur die laminierte Kopie des Führerscheins gezeigt hat. Es war erst der zweite auf all den Reisen der das Original verlangt hat. Nach ein wenig Smalltalk konnten wir weiter ziehen.

In Usakos haben wir getankt und hinter Karibib kam schon der nächste Checkpoint. Hier und auch vor Windhoek wurden wir aber durch gewunken. Wir kamen an einen ganz schlimmen Unfall mit mindestens zwei Toten. Wir vermuten dass zwei Fahrzeuge in einen Auffahrunfall verwickelt waren und der dritte Wagen bei einem Ausweichmanöver in einem tiefen Graben landete. Es war schrecklich. Die Polizei war schon da. Notfallarzt und Krankenwagen kamen uns dann später entgegen.

Nach gut fünf Stunden erreichten wir den Arebbusch Campingplatz wo es noch ein Problem mit unserer Buchung gab, aber zum Glück war ein Platz für uns noch frei.

 

03.09.2018 Windhoek – Zelda Farm

Die Nacht war ziemlich kalt und das Aufstehen haben wir hinaus gezögert bis die Sonne auf den Platz schien.

Um zehn sind wir dann los gefahren und stellten fest, dass es auch auf dieser Strecke neu Check Points gibt. Vor und hinter Gobabis stand je ein Polizist. Der eine winkte uns durch, der zweite wollte den Führerschein sehen und hat unsern Swiss Disk lange studiert. Ohne weitere Fragen hat er uns weiterfahren lassen.

Die Strecke war ziemlich eintönig, einige Warzenschweine und vier Sableantilopen gab es zu sehen. Die Vegetation war ziemlich trocken, aber der kleine Regen steht ja noch aus. Wir vertrieben uns die Zeit mit einem Hörbuch.

Wenige Minuten nach uns traf auch Tony Robertson auf der Zelda Farm ein. Er wird morgen mit uns nach  Ghanzi weiterfahren wo wir die anderen drei unserer Reisegruppe treffen werden. Er ist in drei Tagen von Kapstadt hier her gefahren. Wir bezogen unser Campingplätze und sassen dann zusammen und lernten uns kennen. Tony ist etwas älter als wir und hat früher als Geogologe für die Diamanten Gesellschaft De Beers gearbeitet.

Zusammen konnten wir dann noch bei der Fütterung eines 18 jährigen Stachelschweins, zweier Emus und des Leoparden zusehen. Letzerer hat das das Eselfleisch jedoch verschmäht.

Um sieben haben wir zusammen im kleinen Restaurant der Farm zu Abend gegessen.

 

04.09.2018 Zelda Farm – Ghanzi

Auf der Fahrt zum African Trail Blazer, unserem Treffpunkt bei Ghanzi passte sich Toni unserer Geschwindigkeit an. Er hat uns versichert dass es ihm nichts aus macht nur 80-85km/h. Rasen scheint nicht so sein Ding zu sein.

Die Ausreise aus Namibia ging ohne Probleme über die Bühne. Der Road Fund Zettel den wir in Walvis Bay geholten hatten, wurde uns nicht wie vorgesehen abgenommen. Das hatte später noch Folgen.

Beim Grenzübergang nach Botswana war die Einfahrt gesperrt. Wir mussten durch die Ausfahrt rein. Dort konnten wir das Fahrzeug stehen lassen, dann um das Gebäude herum laufen und uns auf der Einfahrtseite registrieren lassen. Warum das so war wissen wir nicht es gab für auch keinen sichtbaren Grund, aber TIA = This Is Africa. Sonst war die Fahrt  ereignislos und die Landschaft immer noch eintönig.

In Sehithwa bogen wir ab zum Lake Ngami, der immer wieder und für Jahre austrocknet. Zur Zeit ist er scheinbar wieder am ansteigen.

Zehn Kilometer vor Ghanzi bogen wir auf die Sandpiste zum Campingplatz ab. Kate, Hanna und Walter waren schon da und nach dem wir eingecheckt hatten bauten wir unser Fahrzeug bei ihnen auf.

Es ist ein Platz mit einfachen einrichtungen, der von den San betrieben wird und der vor Allem von grossen Gruppen frequentiert wird. In den Duschen hatte das heisse Wasser mehr Druck als das kalte, deshalb war es auch schwierig sich beim Duschen nicht zu verbrühen.

Wir hatten unser erstes gemeinsames Nachtessen zu sechst auf dem Platz.

 

05. und 06.09.2018 Ghanzi – Maun

Als wir zusammen gepackt hatten sind wir schon voraus gefahren, da die anderen zwei Fahrzeuge deutlich schneller vorwärts kamen als unser guter, alter Nelson. An den Maul und Klauenseuche Kontrollstellen wurden wir durchgewunken . Das ist eigentlich normal , aber manchmal wird auch versucht in der Süd-Nord Richtung Fleisch zu konfiszieren.

Walter wollte für Kate, Hanna und sich ein Chalet mieten und deshalb suchten er einen Platz mit Unterkunft und Camping, entweder war alles ausgebucht oder es gab Zimmer. Emanuel hatte schon am Vorabend das Crocodile Camp vorgeschlagen. In einem Forum hatte er gelesen, dass der Campingplatz erst vor kurzen total saniert wurde. Vor  ein paar Jahren gab es da nur eine Sandwüste und kaum zumutbare Toiletten. Wie im Forum beschrieben, fanden wir gepflegte Rasenplätze mit eigenen Toiletten und Duschen vor. Damit war klar, wo wir die nächsten 2 Nächte verbringen würden.

Die vier Anderen fuhren dann noch einmal in die Stadt um einen Flug für den nächsten Tag über das Okavango-Delta zu buchen.

Am nächsten Morgen fuhren die Vier ohne Frühstück zum Flughafen. Auf dem Flug haben sie viele Tiere gesehen. Allerdings ist der Pilot scheinbar extrem tief geflogen, was er vermutlich unerlaubterweise tat. Toni der früher den Pilotenschein hatte, bestätigte dies.

Wir zwei gehen, um die Mittagshitze etwas zu mildern, zum Camp-Pool. Wo wir in sehr erfrischendes Wasser eintauchen. Es gefühlte 20 Grad kühler als die Luft. Als wieder zum Campingplatz kamen, merkten wir erst wie heiss es dort ist. Die andern haben ganz schön geschwitzt.

Zum Einkaufen fuhren wir in die Stadt, wo Woolworth, Spar und Tops nahe bei einander sind. Jedoch zu viele Einkäufer verderben das shoppen. Jeder brachte seine Meinung ein, obschon dank der vorher zusammen gestellten Einkaufsliste das meiste schon ziemlich klar war. Allerdings stand da viel drauf denn wir mussten für die nächsten sieben bis zehn Tage Vorräte anlegen.

 

 

 

 

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Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika zu "erfahren". Wir machen aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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