Überpünktliche Ankunft

23. und 24.08.2018 Bern – Swakopmund

Wie immer holte uns Emanuels Schwester Annemarie in Kirchberg ab und brachte uns zum Bahnhof in Bern.

Wir hatten den 12:04 nach Basel gewählt , so hatten wir dort einen Anschlusszug wo wir nur einmal umsteigen mussten. In Basel angekommen stand der  Zug nach Frankfurt grade auf dem Geleise gegenüber bereit. Wir hatten nämlich nur fünf Minuten Zeit zum Umsteigen. Irgendwie kam uns das aber komisch vor. Weit und breit war kein Zugpersonal zu sehen das man hätte fragen können. Und deshalb fragten wir später den Schaffner ob dieser Zug nach Frankfurt Flughafen fährt. Er schüttelte den Kopf, falscher Zug, aber wir können ja in Mannheim umsteigen, dann sind wir richtig. Es war also nichts mit nur einmal Umsteigen.

Der „richtige“ Zug war ziemlich voll. Einige Wagons konnten nicht benutzt werden weil bei den hochsommerlichen Temperaturen die Klimaanlage ausgefallen war. Viele Plätze waren reserviert, aber mit etwas Glück fanden wir doch noch zwei Sitzplätze, wenn auch getrennt. Beim einchecken am Flughafen wurden wir wieder nach dem Rückflugticket gefragt, das wir wie immer  nicht haben. Wir mussten wieder mal erklären, dass wir noch nicht wissen wann und von wo wir zurückfliegen  werden und dass wir unser eigenes Fahrzeug in Namibia haben mit dem wir bald nach Botswana fahren würden. Nach dem sich der nette Herr bei einem Vorgesetzten erkundigt hat, wurde uns erlaubt mit Flug SW286 von FRA nach WDH zu fliegen. Kurz nach sieben machten wir uns auf zur Gepäckkontrolle und bald konnten wir auch den Flieger besteigen. Zu unserem Erstaunen war der nur etwa halb voll. Somit war das Boarding auch schnell erledigt und wir konnten etwa eine halbe Stunde früher starten. Unterwegs gab es einige Gewitter zu durch- bezw. zu umfliegen. In Windhoek kamen wir demensprechen auch etwas früher an, bei +4 Grad.

Um eine Einwegmiete und eine Übernachtung in Windhoek zu umgehen hatten wir zum ersten Mal einen Privat Shuttle statt eines Mietwagens gebucht. Allerdings erwartete uns niemand in der Ankunftshalle. Als uns ein Mitarbeiter einer anderen Transportfirma ratlos da stehen sah, bot er uns seine Hilfe an. Er rief bei der Firma Carlos an und fand heraus, dass unser Fahrer auf dem Weg zum Flughafen sei. Bald kam er dann auch und Ernst entschuldigte sich für die Verspätung. Mit einer Mercedes Limousine wurden wir nach Swakopmund kutschiert. Unterwegs erzählte er uns dass er schon am frühen Morgen in Walvis Bay gestartet ist und somit heute schon mal etwa 440km gefahren ist. Zudem sei das schon der zehnte Tag an dem er nun ohne Unterbruch gearbeitet hat. Oh je!

Wir waren dann kurz vor zwölf in Swakopmund bei Avis, wo wir den VW Polo Vivo abholten. Den haben wir für die ersten Tage gemietet, damit wir den Bus in Ruhe wieder einrichten konnten und die vielen Besorgungen in der Stadt erledigen können. Wir hatten wie üblich auf Gut Richthofen eine kleine Wohnung gemietet, wo wir auch gleich von Michael und seinen Hunden Shira und Hexe empfangen wurden. Den Bus holten wir auch noch aus der Halle.

Dann noch mal die 20km entfernte Stadt  um einzukaufen und  dann konnten wir uns ein bisschen ausruhen.

 

25.08. bis 1.09.2018 Swakopmund

Die ersten Tage mussten wir noch einiges erledigen. Den Bus mussten wir innen noch mal putzen. Alles war voll feinen Sand. Denn als der Bus bei  Mercedes für die Wartung war, stand er meistens draussen. Emanuel baute einen neuen Lenkungsdämpfer ein, den wir per Post nach Namibia geschickt hatten.

Zu Oryx Aluminium Canopies sind wir gleich am Dienstagmorgen hin gefahren und nach langem Diskutieren einigten wir uns mit Andre, dass die von ihm im März eingebauten Gasdruckfedern eine Verlängerung brauchen. Zuerst wollte er sie in Südafrika bestellen. Das hätte aber gar nicht in unseren Zeitplan gepasst. Dann lies er sie aber hier anfertigen und sie wurden am nächsten Tag schon eingebaut. Die drei Mitarbeiter haben das mit einer akrobatischen Einlage auch gut hin gekriegt. Nicht ganz ungefährlich wie man sieht.

Dann mussten wir nach Walvis Bay um die Road Tax zu bezahlen, da diese jeweils nur für maximal 3 Monate gilt. Beim Verlassen des Landes verfällt sie auch. Wenn wir also dieses Jahr noch einmal in Namibia einreisen müssen wir wieder mehr als N$ 600 bezahlen. Da ist ja unsere Autobahnvignette zu Hause direkt billig mit Sfr. 40/Jahr.

Die Motorfahrzeughaftpflichtversicherung (tolles Wort) musste auch noch erneuert werden. Ist zwar freiwillig aber uns ist es das Wert.

Ein Reifen verlor schon am Ende der letzten Tour ganz langsam Luft, den haben wir  flicken lassen.

Der Wassertank musste wieder aufgefüllt werden. Bei der Wasseraufbereitung wurde der Aktivkohlefilter ersetzt und der keramische gereinigt und wieder eingebaut. Beim Drucktest musste Emanuel aber feststellen dass aus verschiedenen Stellen der Anlage Wasser austrat. An mehreren Nippel-Gewinden mussten Teflon-Dichtungsbänder ersetzt werden. Auch Schläuche waren auszutauschen. Dann war endlich alles dicht.

Den Bus noch etwas abspritzen denn aussen war er mit einem Gemisch aus Salz und Staub überzogen.

Wir haben es genossen öfter mal bei dem Restaurant Farm Deli an der Mole für Kaffee und Kuchen einzukehren. Am Abend haben wir nur selten gekocht, für den Braai war es Emanuel nach Sonnenuntergang draussen auch zu kalt. Deshalb haben wir uns, bei den günstigen Preisen und dem super Wechselkurs, in diversen Restaurants bekochen lassen. Am vorletzten Abend waren wir dann noch mit Susanne im Old Steamer wo es wieder ein Buffet mit grosser Auswahl gab.

 

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Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika zu "erfahren". Wir machen aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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