Ende der fünften Tour

ca. 900 Kilometer

21.03.2018 Madisa Camp – Uis

Unser Plan für diesen Tag war eigentlich zur Brandberg White Lady Lodge zu fahren, kurzum beschlossen wir nach Uis zu fahren und dort den Withe Lady Camping aufzusuchen. Die ersten 15 Kilometer waren wieder nicht besonders gut zu fahren, als wir aber von der D2612 auf die C35 abbogen wurde es deutlich besser.

In Uis angekommen schauten wir uns den angepeilten Campingplatz an. Aber der machte uns nicht an. Auch das nahe gelegene Brandberg Rest Camp sah aus wie „Under Construction“. Schliesslich fanden wir mit dem  Daureb Isib Campsite genau das was wir suchten. Klein aber fein ist der Campingplatz, mit 5 Plätzen. Einer davon wurde gerade zum Tented Camp umgebaut. Jeder hat ein eigenes Bad mit Outdoor-Dusche, Abwaschbecken, und Braaiplatz. Zudem ein sauberer Tisch mit vier Stühlen und ein Dach aus Palmwedeln.

Eigentlich kann man das Fahrzeug auch unterstellen, nicht aber unseren Nelson, dafür ist er ein wenig zu hoch. Strom und Wasser sind hier auch eine Selbstverständlichkeit. Das Ganze für N$ 200/Person ist angemessen, wenn man mit dem letzten Camping vergleicht. Ein nettes Restaurant gibt es hier ebenfalls. Am Nachmittag gab‘s Kaffee und Kuchen.

Anfangs waren wir allein auf dem Platz, aber gegen Abend waren drei Plätze besetzt. Ein Israelischer Gast kam vorbei und interessierte sich sehr für unseren Bus. Genau dieses Modell möchte er schon länger kaufen aber in Israel seien sie sehr selten. Als er hörte dass Nelson vielleicht nächstes Jahr zu kaufen sei, wollte er alles wissen über den Wagen, seine Einrichtung, den Umbau und auch über dessen Motorisierung. Leider verlor er das Interesse als er hörte dass es ein Benziner ist, für ihn kam nur einer mit Dieselmotor in Frage. Er wollte aber trotzdem unsere E-Mailadresse um in Kontakt zu bleiben.

Kaum war die Sonne untergegangen gaben Tiere seltsame Knacklaute von sich. Wir vermuteten Vögel, konnten aber keinen ausmachen. Beim Nachtessen leuchtete Emanuel mit der Stirnlampe in die Richtung des Geräusches und sah auf dem Sand einen kleinen, leuchtenden Punkt. Als er sich diesem näherte entdeckte er einen so genannten „Barking Gecko“. Nach Bellen klingt das was der Kleine von sich gibt nicht gerade, aber laut ist es für seine etwa 6 Zentimeter Grösse. Nach und nach endeckten wir etwa ein Dutzend von den Tierchen um unseren Platz herum. Zum Glück gaben sie dann bald Ruhe und erst kurz vor Sonnenaufgang meldeten sich noch einmal.

21.03.2018 Uis – Swakopmund

Am Anfang diese Kurztrips war auch der Mesum Krater geplant und das wollten wir eigentlich an diesem Tag nachholen. Als wir aber sahen, dass diese Strecke etwa 280km lang und davon die Hälfte praktisch auf sekundären Pisten  zu fahren waren, wählten wir die 70 Kilometer kürzere, direkte Route.

Nur auf den ersten Kilometern war die Schotterstrasse sehr wellblechig, dann aber konnten wir entspannt fahren. Der erste Picknickplatz war schon besetzt, gut dass wir dort noch keine Rast machen wollten. Aber für ein Foto hielten wir trotzdem an.

Über einige Kilometer war das Gelände ziemlich flach und die Strasse schnurgerade.

Je näher wir der Atlantikküste kamen umso kühler wurde es. In Henties Bay war für uns in kurzen Hosen und T-Shirt der Temperaturunterschied von Uis hierher schon ziemlich gross. Auf der Salzstrasse kamen wir, trotz mehrerer Baustellenabschnitte relativ zügig nach Swakopmund. Dort mussten wir nochmal unseren Lebensmittelvorrat aufstocken und dann nur noch die 20 Kilometer bis zum Gut Richthofen fahren. Hier verbrachten wir die letzten Tage.

  1. bis 25.032018 Swakopmund

Diese Tage waren wir hauptsächlich mit putzen des Busses beschäftigt. Als erstes brachten wir ihn in Swakopmund zum Car Wash. Da wurde Nelson von einigen Kilos Erde, Schlamm und Sand mit dem Hochdruckreiniger befreit. Auch die Karosserie wurde ordentlich eingeseift und abgespritzt.

Das war der easy Teil, denn das wurde für N$ 135 von einem Angestellten gemacht. Dann mussten wir fast alles aus dem Bus räumen, mit Michaels Kompressor den Innenraum mit Pressluft vom gröbsten Staub befreien und noch alles mit Wasser abwaschen. Schliesslich war dann alles wieder einzuräumen.

Frisch- und Abwassertank plus die chemische Toilette waren zu entleeren, die beiden Wasserfilter auszubauen und zu säubern, und Wäsche waschen war auch noch angesagt.

Für diesen Abend hatten wir im  Ocean Cellar einen Tisch gebucht. Das hatten wir uns nach so viel Arbeit verdient. Das war gar nicht denn viele Restaurants sind am Sonntagabend geschlossen. Kurz bevor wir losfahren wollten, machte uns Michael auf einen platten Reifen am Mietwagen aufmerksam. Mit seiner Hilfe war dieser aber schnell gewechselt.

Dass Essen im Ocean Cellar war wieder gut und etwas später kam auch Susanne noch dazu, so dass wir einen schönen Abschlussabend unserer Reise hatten.

26. bis 27. 03.2018 Swakopmund – Windhoek – Bern

Am Morgen wurde Nelson in die Halle gefahren wo er für den Winterschlaf abgestellt wurde. Danach mussten wir uns noch einen neuen Reifen in Swakopmund besorgen. Die 400 Kilometer zum Flughafen wollten wir nicht ohne Ersatzreifen fahren. Wir hatten Glück dass wir schnell an die Reihe kamen, denn es war viel los. Dann wieder zurück nach Gut Richthofen, Gepäck einladen und gegen zehn Uhr waren wir dann in Richtung Windhoek unterwegs. Die Fahrt war ohne besondere Ereignisse und nach gut vier Stunden waren wir auf dieser Tour schon zum vierten Mal in der Hauptstadt Namibias. Nun hatten wir noch einige Stunden Zeit bis wir zum Flughafen mussten. Wir schlenderten noch ein wenig durch die Stadt machten und noch kleine Einkäufe. Die letzten Stunden verbrachten wir auf der Terrasse des News Cafe im Grove Einkaufszentrum.

Als wir dann schliesslich am Flughafen ankamen stellten wir fest dass es hier am Nachmittag heftig geregnet hatte. Wir konnten noch die Blitze des sich entfernenden Gewitters sehen.

Wir hatten bereits  am Vortag Online eingecheckt. Nun mussten wir nur noch das Gepäck aufgeben. Dann ging die Warterei weiter. Der Abflug fand mit fast einer Stunde Verspätung statt, dafür hatten wir dann in Frankfurt etwas weniger Zeit totzuschlagen bis wir in den Zug nach Basel einsteigen konnten. Dort mussten wir noch umsteigen in den Zug nach Bern wo uns wieder Emanuels Schwester abholte und nach Hause fuhr. Ja das war’s. Damit ist unsere 5. Tour abgeschlossen, aber die sechste wird noch dieses Jahr starten.

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Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika zu "erfahren". Wir machen aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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