Länger ist billiger

520km

06. bis 13.01.2018 Gansbaai – Hartenbos

Am Vorabend unserer Weiterreise haben wir unseren Gastgebern ein schweizerisch/südafrikanisches Nachtessen zubereitet. Echte Rösti aus der Schweiz und Springbock- Bratwurst aus Südafrika. Beides hatten sie schon lange nicht mehr und zusammen auch wir noch nie.

Wir verabschiedeten uns von Mathia und Walther du bekamen noch einen Sack voll Passionsfrüchte aus dem eigenen Garten. Die sind viel süsser als wenn man sie im Laden kauft, denn geerntet werden sie erst wenn sie von selber herunter fallen.

Das GPS wollte uns wieder auf einer anderen Route schicken. Es dauerte ein bisschen, bis die Dame merkte dass wir eine andere Strecke wollten, aber dann war die Fahrt ziemlich ruhig. Von Weitem sahen wir ein Pferd auf der Strasse herumtänzeln und ein paar Leute drum herum. Als wir näher kamen wurde klar dass das Tier durch einen neben der Strasse aufgestellten Drahtzaun gelaufen war und sich der Draht um den rechten Hinterlauf gewickelt hatte. Wir hielten in gebührendem Abstand an um das verängstigte Pferd nicht noch mehr in Panik zu bringen. Emanuel stieg aus und wollte mit der Zange seines „Hosentaschenwerkzeugs“ den Draht durchtrennen. Da er zu dieser Zeit einen „bösen“ Fuss hatte kam er aber nicht schnell vorwärts und einer Helferin gelang es vorher das Tier zu befreien. Es blieb aber weiterhin sehr unruhig. Zwei eilige Fahrer kamen auf die Idee an dem schreckhaften Tier vorbei zu fahren. Zum Glück ist dabei nicht noch etwas Schlimmeres passiert.

 In Hartenbos bekamen wir wie erwünscht einen Platz im Block E, aber nicht im unteren Teil, sondern auf der oberen Terrasse, so dass wir etwas weiter vom Meer standen. Zuerst waren wir sehr enttäuscht, aber dank der schönen Aussicht aufs Meer legte sich das bald wieder. Einziger Wermutstropfen waren die weit entfernten Toiletten, vor allem für Emanuel mit seinem „bösen“ Fuss. Aber der wurde bald wieder besser, so dass uns dies auch nicht viel ausmachte.

Emanuel hat zum Geburtstag einen speziellen Kuchen bekommen.

Da es hier, wie meistens, viel Wind hatte, mussten wir auch das Netz über die Markise legen. Uns grauste schon vor dem Zusammenpacken wenn wir mal den Camping verlassen wollten. So beschlossen wir schon bald auch hier einen kleinen Flitzer zu mieten, den wir dann mit Hilfe eines netten Nachbarn im nahen Mosselbay abholten. Zu unserem Erstaunen bekamen wir dieses Mal einen blauen Hyundai, statt wie sonst ein weisses Fahrzeug.

Christine machte die erste Fahrt damit und nun konnte endlich einmal Emanuel lachen wenn sie den Scheibenwischer  statt des Blinkers betätigte. Wie üblich bei asiatischen Fahrzeugen sind die Hebel seitenverkehrt.

Christine machte kurze Strandläufe ohne Emanuel, da er seinen nicht mehr ganz so „bösen“ Fuss noch etwas schonen musste.

Am Donnerstag fuhren wir nach Mosselbay zum Point unterhalb des Leuchtturms in das Flying Fish Restaurant. Da gab es, ihr werdet es kaum glauben Kaffee und Kuchen. Die Kuchenportionen waren schon ein bisschen dekadent, aber gegessen haben wir sie bis auf den letzten Krümel. Am selben Ort befindet sich auch ein Campingplatz, der aber für die Hochsaison erstaunlich leer war. In den Medien waren kürzlich Berichte, dass hier etlichen Diebstähle verübt wurden, das hat vieleicht einige Leute davon abgehalten hierher zu kommen. Emanuels Fuss ging  es schon bald ein wenig besser und er konnte Christine auf kurzen Strandläufen begleiten.

Nachdem der Fuss wieder gut war plagte Emanuel das linke Knie. Aber einen Ausflug machten wir trotzdem. Weil es hier bewölkt war dachten wir dass es im Landesinneren vielleicht besser sei. Wir nahmen die Strasse nach Oudtshoorn welche über den Robinson Pass führt. Ziemlich bald sahen wir eine Rauchwolke über den Hügeln und kurz darauf  auch den Waldbrand der sich den Berg hoch frass.

Auf den letzten Kilometern zur Passhöhe waren die Hänge schon komplett abgebrannt.

Auf der anderen Seite war die Flora noch ziemlich intakt aber hier gab es bereits viele kleinere Brandherde.

Von hier an hatten wir die längste Zeit Smog, wie man ihn vielleicht von Peking und London kennt. Je näher wir nach Oudtshoorn kamen sahen wir immer mehr Strausse. Der Ort wurde im letzten Jahrhundert durch die Straussenfedern bekannt und reich. Wir hielten ein Stück nach dem Ort bei einem Farmstall an wo wir ein frisches Roggenbrot kauften. Hinter George besuchten wir die Reedberry Farm und erwarben süsse Erdbeeren und Konfitüre.

Das Ende der Sommerferien nahte, nach und nach packten die Leute ihre Zelte und Caravans zusammen und fuhren wieder heim. Wir haben es gut, denn wir können noch lange bleiben. Gebucht hatten wir ursprünglich bis 20. Januar, hatten aber schon vor unserer Ankunft beschlossen zu verlängern. Als wir dann beim Empfang bis zum 28. Verlängern wollten, meinte die Dame ob wir nicht bis zum 31. bleiben möchten. Zum unserem Erstaunen war das etwa 600 Rand billiger. Da sagten wir natürlich nicht nein. Ob wir dann wirklich so lange bleiben werden, wissen wir jetzt aber noch nicht.

Kleine Anmerkung. Mit unserem Bus haben wir nun gut 90‘000 Kilometer im südlichen Afrika zurückgelegt, und auf unseren Blog wurde mehr als 40‘000 mal zugegriffen.

 

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Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika zu "erfahren". Wir machen aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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