Die Gasdruckfedern sind da, aber ……

04. bis 06.12.2017 Mountain Breeze – Yzerfontein

Da wir eh auf die Gasdruckfedern warten mussten, fuhren wir die Westküste entlang. Auf dem Camping in Yzerfontein buchten wir mal erst für drei Tage.  Wir wollten vorerst mal sehen wie das Wetter sich entwickelt, unsere beiden Wettervorhersagen gaben ziemlich unterschiedliche Auskünfte. Der Platz war parktisch leer, aber am Empfang sagte man uns, dass, falls wir doch noch über das Wochenende bleiben wollten, wir nur eine beschränkte Auswahl an Plätzen haben. Die Nummer 116 war uns recht und da bauten wir unsere Markise auf. Wir mussten beide Seitenwände montieren weil der Wind manchmal von links und meistens von rechts ziemlich heftig blies. Damit konnten wir nicht nur den Wind etwas abhalten, es kam vor allem  auch weniger Dreck geflogen.

Als Emanuel seine Mailbox checkte sah er eine Nachricht von Harry. Er hatte von UPS die Rechnung für die Zollgebühren der Gasdruckfedern erhalten. Wir hatten mit ihm ausgemacht, dass die Ersatzteile zu ihm geschickt werden, da wir selber ja keine fixe Adresse haben. In der Rechnung stand aber keine Trackingnummer, wir konnten also nicht feststellen wo das Paket gerade war. Bei einem Anruf bei UPS am nächsten Tag wurde uns gesagt dass  bereits erfolglos versucht worden war das Paket zuzustellen. Dem Lieferanten hatte ich extra zuhanden des Kurierdienstes Harrys Handynummer gemailt, was aber leider nicht zu UPS Südafrika vorgedrungen war. Man muss dazu sagen, dass an Claudias und Harrys Haus eine Klingel fehlt. Wir hofften nun dass wir das Paket bis Donnerstag abholen können und jemanden finden der Zeit hat die Gasdruckfedern zu montieren. Bald sind in vielen Firmen Betriebsferien und alle wollen noch schnell etwas gemacht haben.

Auf dem Campingplatz von Yzerfontein ist, wie überall in der Kap Provinz, die Wasserknappheit ein grosses Thema. Wie wir schon im vorletzten Beitrag geschrieben haben gab es seit zwei Jahren keinen nennenswerten Regen. Das Trinkwasser stammt in Südafrika zum grössten Teil aus Stauseen. Diese sind aber in der Region bald leer. Inzwischen wurde Level 5 verordnet, das bedeutet man sollte maximal 60 Liter Wasser pro Person verwenden. Das hört sich vielleicht nach viel an, man muss aber bedenken, dass zum Beispiel das Fassungsvermögen eines WC-Spülkasten etwa 10 bis 15 ist. In eine Badewanne gehen ungefähr 140 Liter. Haushalte bekommen eine Quote entsprechend der Anzahl Bewohner. Bei regelmässigem überschreiten wird eine Wasseruhr installiert, welche den Tagesverbrauch beschränkt. Am Radio werden Aufrufe zum Wasser sparen gesendet. Kürzlich hörten wir eine Ansprache der Bürgermeisterin von Kapstadt welche darüber informierte welche Vorbereitungen die Behörden geplant haben, wenn am Tag Null gar nichts mehr geht. Es ging um Fixpunkte wo man sich Wasser von einem Tanklastwagen holen könnte. Es gibt scheinbar auch Pläne Schiffe mit Wasserentsalzungsanlagen an der Küste aufzustellen. Auf Campingplätzen und Unterkünften sind schon länger Informationen zum Wassersparen zu sehen. Wir gehören ja nicht gerade zu den Wasserverschwendern, bemühen uns aber noch mehr darauf zu achten. Aber wir stellen immer wieder fest dass sich ein Teil der lokalen Einwohner nicht sosehr darüber Gedanken machen. So gibt es auf den Campingplätzen immer wieder Dauerduscher und Badewannenfüller. Aber auch die Campingplatzbetreiber sind gefordert. So findet man häufig immer noch tropfende Wasserhähne oder dauerlaufende Spülkästen.

Am Dienstag kam der Anruf von Harry dass das Paket aus Deutschland  angekommen ist. Das ging dann doch schneller als erwartet. Nach zwei Telefonaten haben wir auch eine Firma gefunden die bereit ist uns die Federn auszutauschen. Bei der Brunco in Brackenfell waren wir schon auf der letzten Tour, da hat man uns eine neue Motorschutzplatte gemacht.

07. und 08.12.2017 Yzerfontein – Kuilsriver

Am Donnerstag fuhren wir also nach Kuilsriver weil der Avatara Campingplatz nahe bei Brackenfell ist. Wir machten noch einen Umweg über Darling und besuchten das Museum und den Shop in Evita se Perron. Übersetzt heisst das, Evitas Bahnsteig und ist die Idee von Peter Dirk Uys. Er hat den stillgelegten Bahnhof gekauft und so genannt weil das ein schönes Wortspiel zu der berühmten Frau des ehemaligen argentinischen Präsidenten gibt. Aber natürlich in Anlehnung an seine Kunstfigur Evita Bezuidenhhout. Danach ging‘s noch zur Darling Brauerei, wo wir ein Bier degustierten und mehrere kauften. Nun war unser Ziel Bloubergstrand um bei Claudia das Paket mit den Gasdruckfedern abzuholen. Der Kurier hatte sie übrigens vorher nicht angerufen obschon die Telefonnummer auf dem Lieferschein stand. Zum Glück war jemand daheim.

Freitag waren wir schon um acht bei Burnco, um die Gasdruckfedern einbauen zu lassen, was einige Mühe bereitete. Emanuel wollte testen ob schon eine Feder etwas gebracht hat. Mit nur einer neuen Feder konnte er das Dach nur mit grosser Kraftaufwendung schliessen. Wenn man nun die zweite eingebaut hätte wäre das Dach gar nicht mehr schliessbar gewesen. Also liessen wir es bei einer, aber das Problem war nun, dass die neue Feder schräg nach rechts drückte und man es nicht ganz zu brachte. Für den Moment können wir das so lassen aber langfristig muss dafür eine Lösung her, aber welche? Der maximale Druck den man hier in die Federn bekommt, wäre genügend aber die Länge ist immer noch ein Problem. Die längsten Teile sind etwa 10 Zentimeter zu kurz. Und wie wir erfahren haben, kann man den Druck nicht ablassen um die Federn neu zu füllen.

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Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika zu "erfahren". Wir machen aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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