Regnerischer erster Advent

310km

26.11 bis 03.12.2017 Bloubergstrand –Mountain Breeze

Nachdem wir die Gasdruckfedern bestellt und den Kühlschrank aus der Reparatur zurück erhalten hatten, waren wir soweit die gemütliche Wohnung bei Claudia und Harry zu verlassen. Es dauerte eine Weile bis wir wieder alles in den Bus zurück getragen hatten. Wir fuhren an diesem Sonntag nach Stellenbosch und suchten zuerst den Mountain Breeze Camping auf. Dort ist der Empfang von 13 bis 14 Uhr geschlossen. Wir konnten einen total sonnigen Platz ergattern. Danach ging es noch einmal zurück nach Stellenbosch zum einkaufen. Da Blauklippen auf dem Weg lag besuchten wir dort noch den Sonntags Markt, auch weil wir wussten dass es hier feinen Kuchen und Käse gibt.

Nachdem unser Kühlschrank einen Tag und eine Nacht gelaufen war mussten wir feststellen, dass er immer noch spinnt. Mit dem Resultat dass alles gefroren war während auf der Anzeige Zahlen standen, die eher der Aussen- statt der Innentemperatur entsprachen. Deshalb lief der Kompressor dauernd. Da fragten wir uns, ob der Temperaturfühler überhaupt ausgewechselt wurde. Wir hatten einfach keine Lust uns noch weiter mit dem Kühlschrank herum zu ärgern und schauten uns im Internet und in zwei Outdoor Shops nach einer Alternative um. Es war aber wie mit den Gasdruckfedern- keiner passte in unsere nach Mass gefertigte Kiste. Nicht einmal der 40 Liter von Waeco passte noch, denn der war nun schmaler dafür länger und höher. Also beschlossen wir doch noch einmal Mister Brits von „Fridges und Freezer Repairs“ anzurufen. Er versprach, sich den Kühlschrank am  nächsten Tag anzuschauen, so dass wir ihn am Nachmittag wieder abholen könnten. Wir brachten ihn am Vormittag raus nach Brackenfell und fuhren anschliessend nach Melkbosstrand weil wir keine Lust hatten auf dem Campingplatz herum zu sitzen. Anschliessend fuhren wir noch nach Blouberstrand und genossen da die Aussicht aufs Meer.

Um 3:00 Uhr riefen wir in der Werkstatt an. Mr. Brits meinte er habe das Problem gefunden und würde uns vor Ort erklären was es war. Dort angekommen, erklärte er uns ziemlich zerknirscht, dass die neue Sonde an falschen Kabeln angeschlossen wurde. Das kann passieren, aber wie er selber zugab, hätte er es versäumt, den Kühlschrank nach der Reparatur zu testen. Ein bisschen ärgerlich war das schon, aber wir sind froh nun wieder einen funktierenden Kühlschrank zu haben ohne dass wir einen Haufen Geld für einen neuen ausgeben mussten.

Für den Mittwochabend hatten wir Tickets im Oude Libertas Amphitheater. Der Kabarettist Peter Dirk Uys gab als Evita Bezuidenhout Einblick in die südafrikanische Politik, Wobei er Vergangenheit und Gegenwart gleichermassen „auf die Schippe“ nahm. Es war nicht immer nur lustig, sondern stimmte die Zuschauer auch besinnlich und nachdenklich.

Bei Youtube findet man einige Videos über diesen ausserordentlichen Südafrikaner.

Auf dem Campingplatz stand ein grosser blauer Mercedes Sprinter mit deutschem Nummernschild. Michael aus Erlangen hatte damit Südafrika bereist und wollte ihn demnächst nach Australien verschiffen. Wir luden ihn einmal  mit uns zusammen zu braaien und verbrachten einen angenehmen und interessanten Abend. Er ist auch pensioniert und ist schon auf der halben Welt  herum gereist.

Auch Felix lernten wir kennen. Er war mit seiner kleinen Schwester und den Eltern schon ein paar Wochen in Südafrika unterwegs. Der Kleine erkannte sofort dass Nelson ein Feuerwehrauto war, mit seinen nicht mal 3 Jahren schon ein cleveres Bürschchen. Immerfort fragte er nach dem Tatütata. Also zeigten wir ihm das rotierende Blaulicht und die Hupen, keines davon haben wir aber eingeschaltet und so fragte er immer wieder nach dem Tatütata. Er wollte auch das Innere des Autos inspizieren und wäre am liebsten gar nicht mehr ausgestiegen. Als die Eltern wieder zurück zu ihrem Mietcamper wollten wäre er zu gerne  bei uns geblieben, respektive beim Tatütata. Am nächsten Morgen kam die Familie um sich zu verabschieden, da  durfte er  noch auf den Fahrersitz und auch von da wollte er nicht mehr runter.

Der Pool auf dem Campingplatz wurde jeden Tag etwas wärmer weil die Tage auch etwas heisser bis ziemlich heiss wurden. Trotzdem hatten wir ihn oft für uns alleine.

Ab Freitagnachmittag  kamen wieder mehr Gäste. Ein Caravan Club hatte sich angemeldet. Aber voll war es an diesem Wochenende noch nicht.

Es war geplant am am Sonntag zur Westküste weiter zu ziehen. Am frühen Sonntagmorgen fing es an leicht zu regnen. Der Niederschlag wurde immer stärker und es schüttete so dass man nicht mehr aus dem Pinienwald heraus sah. Erst gegen Mittag hörte es auf. Da beschlossen wir noch eine Nacht hier zu bleiben und am nächsten Tag im trockenen einzupacken.

Unser Adventskalender

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Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika zu "erfahren". Wir machen aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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