Schwitzen und frieren

620km

30.10. – 2. 11.2017  Pofadder – Tkabies

In Pofadder mussten wir nun doch noch tanken da der Haupttank ziemlich leer war und der zusätzliche knapp halbvoll. Der Liter Benzin war hier etwa 20 Rappen teurer als in Namibia.

Da wir nach all den Staubpisten unseren Nelson innen und aussen putzen wollten, fuhren wir auf die Tkabies Rosinenfarm. Hier gibt es einen Camping mit nur vier Plätzen, Gras, viel gutem Wasser, also ideal um das Auto ganz auszuräumen und gründlich sauber zu machen. Wir versuchten schon am Vorabend anzurufen, aber keiner nahm das Telefon ab. Am Morgen noch einen Versuch und da teilte uns eine Angestellte in Afrikaans mit, dass offen sei. Wir wollten in Upington einkaufen und da wir dabei an Tkabies vorbei fuhren, hielten wir dort schnell an und bestätigten noch unsere Absicht. Wir wollten einfach sicher gehen hier ein paar Tage stehen zu können.

Auch hier war es warm und windig und am Abend konnten wir weit weg auch ein Gewitterleuchten sehen. Der Regen blieb aber auch hier aus.

Am nächsten Tag war dann Grossputz bei Sommerhitze angesagt. Wir haben geschwitzt und dieses Mal das Wasser für uns gebraucht, in rauen Mengen. Wir konnten gar nicht so schnell nachschütten wie wir Durst hatten.

Eine weisse Katze kam uns immer wieder besuchen und bettelte uns miauend an. An diesem Tag schaute sie in unseren kleinen, faltbaren Wasserkessel, konnte aber die begehrte Flüssigkeit nicht erreichen. Also füllten wir ihn noch mehr auf und sie trank und trank und trank. Wir dachten sie hört gar nicht mehr auf. Da die Katze sehr mager war erbarmten wir uns ihrer und so erhielt sie jeweils am Abend etwas von unserm Essen ab.

Zwischendurch mussten wir auch mal in Upington einkaufen. Da sahen wir auf dem Weg dorthin, eine helles , seltsames Objekt am Horizont. Ist es ein UFO oder eine startende Rakete? Wir hielten an einer Stelle an, wo auf beiden Seiten der strahlenden Erscheinung riesige Satelitenantennen zu sehen waren.

Nein, es gibt der der Region keine südafrikanische Area 51!

Es ist eine Solaranlage welche gespiegeltes Licht einfängt und Wasserdampf zur Stromproduktion liefert. Mehr Infos findet man HIER.

Als wir dann weiterfuhren holten wir einen uralten Bus ein der noch langsamer als wir war. Kurz nach dem Überholmanöver fiel plötzlich der Motor aus. Wir hielten am Strassenrand an und mussten nicht lange rätseln, der Benzintank war leer. Wir hatten Glück dass es nicht während des Überholens passierte. Der Zusatztank war wie meistens halbvoll, aber wir mussten warten bis etwas Sprit von einem Tank zum anderen gepumpt war. Dann lange mit dem Anlasser orgeln bis der Vergaser wieder Nachschub hatte.

Auf diesem Camping Platz waren wir übrigens die ganze Zeit die einzigen Gäste

03.11.2017 Tkabies – Calvinia

An diesem Tag hatten wir eine uns noch unbekannte Strecke zu fahren. Das Ziel war in Etappen auf der R27 von Keimoes zur N7 zu gelangen. Wir wollten eigentlich keine allzu lange Strecke fahren, konnten aber auf dem GPS nur einen Campingplatz ausmachen der auf der Strecke lag. Die Landschaft war wieder ziemlich eintönig, Christine meinte sogar das seien die langweiligsten Kilometer gewesen, die wir je gefahren sind. Karoo halt. Nur hie und da gab einen Streifen mit dem typischen, roten Kalahari-Sand.  Kurz vor Brandvlei und nach 210 km, sahen wir unweit von der Strasse den Campingplatz. Nur Sand und kaum Schatten. Da es noch nicht einmal Mittag war beschlossen wir weiterzufahren. Was sollten wir da den ganzen Nachmittag machen? In Brandvlei füllten wir nochmal den Haupttank da es bis Calvinia noch 160km waren. Eine Panne wie am Vortag brauchten wir nicht schon wieder.

War es am Vormittag noch ziemlich heiss, blies am Nachmittag plötzlich ein immer kühler werdender Wind durch das offene Fenster. Die Temperatur im Bus fiel innert kurzer Zeit um fast 10 Grad. Ja, das ist jammern auf hohem Niveau, aber da kommen einem 25 Grad doch schon ziemlich kühl vor. Bis kurz vor Calvinia blieb die Landschaft eher eintönig, dann brachten die Hantam Berge etwas Abwechslung.

Wir bekamen auf dem Kleinplaasie Camping einen Platz. Ein Paar aus Frankreich war noch da. Von unseren Fast- Lieblingsvögeln wohnten auch einige hier und machten auf Pfauenart einen Heidenkrach.

Der Abend war so kühl dass wir wieder lange Hosen und Faserpelz anziehen mussten, brrrr.

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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