Gerührt und geschüttelt

19.10.2017 Swakopmund – Rostock-Ritz

390km

Nun war es soweit, wir konnten los fahren, Kühlschrank funktionierte und Nelson wieder voll beladen. Wir verabschiedeten uns von Michael und los ging es Richtung Süden. Ab Walfis Bay ging es langsam, aber beständig aufwärts, was man an Nelsons nachlassender Leistung merkte.

Am Anfang ist die Landschaft durch die Wüste Namib ziemlich flach aber wenn man dem Kuiseb Canyon näher kommt wird es recht gebirgig. Dann geht es etwa 150m runter bis zum Flussbett das fast immer trocken liegt, dann wieder gleich viel hoch. Für das letzte Stück brauchte unser Bus dann doch die Unterstützung der Untersetzung.

Wir wollten diesmal auf dem Campingplatz der Rostock-Ritz Lodge übernachten. Über einige Kilometer fuhren wir über ziemlich üble Wellblechpiste, aber am nächsten Tag sollten wir feststellen, dass es noch übler geht.  Wir kamen schon am frühen Nachmittag am Ziel an und konnten problemlos einen Platz bekommen. Man sagte uns wir könnten einen der vier Plätz wählen und nahmen die 51, weil er den Toiletten am nächsten lag. Wir hatten es uns schon längst gemütlich gemacht. Da kam ein französisches Paar mit einem Mietwagen und verkündete, am Empfang hätte man ihnen den Platznummer eins zugeteilt. Na, und? Wir standen jetzt schon da und wer zuerst kommt mahlt bekanntlich zuerst. Wir empfahlen ihnen doch einfach einen der drei noch freien Plätze zu nehmen, die alle gleich ausgestattet sind. Die Dame war scheinbar nicht sehr “amused“ wie die Queen zu sagen pflegen würde. Sie grüsste uns jedenfalls danach nicht mehr. Er war noch ganz umgänglich. Später kam noch ein weiteres Fahrzeug mit südafrikanischer Nummer, aber die wollten uns den Platz nicht streitig machen. Der Campingplatz war für unseren Geschmack mit N$ 150/Person etwas überteuert aber dies ist eine von Touristen viel besuchte Region und Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis.

 

20.10.2017 Rostock-Ritz – Tsauchap         

Am Morgen gingen wir es gemütlich an, denn für diesen Tag waren nur etwa 100 Kilometer Piste geplant. Emanuel hat den Campingplatz Buellsport zum Übernachten vorgeschlagen. Da waren wir auch noch nie. In Solitaire machten wir einen Zwischenhalt um zu tanken und den obligaten “Apple Crumble“ Kuchen zu kaufen. Von hier an war die Piste in einem sehr guten Zustand so dass wir gut voran kamen. Um Fotos zu machen hielten wir einige Male an, denn die  Landschaft war immer wieder beeindruckend. Als wir so um zwölf an unserm eigentlich Ziel ankamen, machte die Anlage der Buellsport Lodge auf uns keinen einladenden Eindruck. Wir beschlossen Richtung Sesriem weiter zu fahren. Dazu mussten wir C14 verlassen und auf die D854. Da wussten wir dass die Steigerung von Wellblechpiste eine Buckelpiste ist. Zeitweise kamen wir nur mit 20km/h vorwärts und mit 50km/h waren wir schon recht zufrieden. Schliesslich kam wir bei der Tsauchab Lodge an, wo wir nach einem Campingplatz fragten. Der Weg zur Rezeption war gesäumt von Iron-Work- Art. Diese Art von Kunst gibt es auch bei uns, aber das hier war für uns doch ziemlich einmalig.

Es war hier mit  N$ 350 noch ein wenig teurer aber hier hatten wir unser eigenes Bad und alles war gepflegt und sauber. Das Bad war sehr originell mitten zwischen drei Wildfeigenbäume gebaut, wobei die Baumstämme im Innern mit einbezogen waren.

Am späten Nachmittag kam ein Angestellter der Lodge, brachte Holz und feuerte den Donky an. Da es hier keinen Strom gab, wurden rechts und links vom Eingang zur Toilette und beim Spülbecken Kerzen angezündet. Zusammen mit dem grandiosen Sternenhimmel war das eine sehr romantische Beleuchtung.

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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