Fehlstart

11. bis 12.10.2017 Kirchberg – Frankfurt – Windhoek – Swakopmund

Die Rückkehr nach Namibia ist so richtig misslungen. In Swakopmund hatten wir noch einiges zu erledigen, also blieben wir noch einen Tag auf Gut Richthofen wo auch unser Bus auf uns wartete.

Aber fangen wir mal vorne an.

Die Bahnfahrt war ohne grosse Ereignisse da wir bei Raststatt nun nicht, wie früher befürchtet, auf einen Bus umsteigen mussten. Zum ersten Mal hatten wir im Zug von Basel bis zum Frankfurter Flughafen Plätze reserviert und nun waren an einigen Wagen die Infotafeln und die Sitzplatznummerierung ausgefallen. Wir wussten also nicht in welchem Wagen wir sassen und auf welchen Plätzen. Es konnte aber auch keiner kommen und behaupten es seien seine.

Beim Check in Frankfurt wurden wir wieder einmal nach den fehlenden Rückflugtickets gefragt. Mit dem Beantworten dieser Frage sind wir inzwischen aber schon ziemlich routiniert. Nach Rückfrage bei einer Chefin durften wir also doch mitfliegen.

Das Boarding fand ohne Probleme statt, alle Passagiere waren da, hatten ihre Plätze eingenommen und dann warteten wir, und warteten und warteten…….

Bis uns der Kapitän mitteilte, dass wegen eines Streiks der französischen Fluglotsen unser Flug noch keine Flugerlaubnis über Frankreich bekommen hatte. Die Piloten haben bis zur Schliessung des Flughafens versucht, eine Flugroute zu bekommen. Hat aber leider hat es nicht geklappt. Um 23:00 Uhr schliesst der Frankfurter Flughafen, d.h. es werden keine Flugzeuge mehr abgefertigt. Etwa um Mitternacht wurde uns dann im Flugzeug das Abendessen serviert und dann mussten wir wieder aussteigen.

Die Crew hat versucht Hotelzimmer zu organisieren, aber wegen der Buchmesse waren alle Hotels in und um Frankfurt ausgebucht. Wir mussten schliesslich im Flughafen bleiben. Man hat uns zwar Feldbetten und Decken zur Verfügung gestellt, wir beschlossen aber uns auf den Stühlen im Wartebereich hinzulegen. An Schlaf war da aber nicht zu denken. Es wurde geputzt und auf einer Baustelle innerhalb der Halle wurde gehämmert und gebohrt.

Um sieben Uhr sollten wir wieder beim Gate sein. Alle waren sehr pünktlich, vermutlich mit dem Hintergedanken dass dann auch pünktlich gestartet werden kann. Es wurden uns Wasser und kleine Snacks (EnergieriegelJ) angeboten. Zu dem für 8:00 Uhr versprochenen boarden kam es dann aber erst um neun weil das Catering die notwendige Mahlzeit so kurzfristig nicht bereitstellen konnte. Um neun ging es dann endlich los. Angeblich hatten die Fluglotsen den Streik beendet. Wie auf dem Monitor zu sehen war, flogen wir aber eh über die Schweiz und Italien Richtung Afrika.

Um halb sieben kamen wir schliesslich in Windhoek an. Die Zollkontrolle brachten wir schnell hinter uns weil wir ziemlich weit vorne in der Warteschlange standen. Wir hatten uns diesmal beeilt zur Passkontrolle zu kommen weil seit kurzem eine elektronische Erfassung der Finger-und Handabdrücke und eine Gesichtsaufnahme eingeführt wurde. Deshalb kam es zu Beginn öfter zu einem grossen Chaos bei der Einreise. Zum Glück machten sie aber nur noch eine Portrait-Aufnahme. Das altbekannte Anmeldeformular hatten wir schon im Flugzeug ausgefüllt. Christine war auf die geniale Idee gekommen diesmal „Transit“ statt „Holiday“ anzukreuzen, in der Hoffnung, dass dies eine Frage nach dem Rückflugticket verhindert. Die Beamtin der Passkontrolle fand es ziemlich witzig das „Transit“ und 60 Tage Aufenthalt angegeben war. Wenigstens hatte es aber den erhofften Effekt, dass zum Rückflugticket keine Fragen gestellt wurden.

Im Flughafen wurden wir von Bekannten erwartet, die gerade eine 3 Wochen Tour durch Namibia beendet hatten und  am gleichen Abend wieder heim flogen. Geplant war, dass wir uns am Nachmittag in Windhoek treffen, aber es war schön sie doch noch zu sehen, wenn auch nur kurz.

Wir holten den Mietwagen noch ab und dann fuhren wir los nach Windhoek, inzwischen war es schon stockdunkel. Wir versuchen sonst zu vermeiden im dunklen zu fahren. Das Windhoek Gardens Guesthouse fanden wir ohne Probleme, GPS sei Dank. Das vorgesehene Zimmer konnten wir nicht haben, da der Schlüssel nicht aufzufinden war. Das war uns eigentlich egal, denn wir wollten nur noch ins Bett. Leider lag dieses Zimmer an der Strasse, und mit schlafen war da noch eine ganze Weile nichts zu wollen. Auf der Nachbarparzelle befand sich eine Schlosserei und da wurde gefräst und gehämmert bis 11 Uhr. Jedes Mal ratterte das Eingangstor beim auf und zu gehen. Ein Fahrer meinte auch er müsse noch die Hupe betätigen und Kinder tobten sich noch einmal kurz vor dem ins Bett gehen vor unserem Fenster aus. Irgendeinmal kehrte dann doch Ruhe ein, aber um halb sechs wurden wir wieder vom Verkehrslärm geweckt. Etwas mehr Schlaf als die vorherigen zwei Nächte hatten wir aber schon.

Nach dem Frühstück packten wir wieder alles in den Mietwagen und fuhren Richtung Swakopmund. In Okahandia hielten wir noch schnell bei einem Einkaufszentrum, um ein paar Flaschen Wasser zu kaufen. Da waren wir doch erstaunt wie sehr es hier schon weihnachtet. Gleich beim Eingang stand ein geschmückter Weihnachtsbaum.

Aber das war nicht alles, jede Menge Firlefanz, wie Emanuel das nennt, war drum herum dekoriert. Noch zwei Stopps machten wir um Kleinigkeiten zum Essen einzukaufen.

Am Nachmittag kamen wir dann in Swakopmund an, und fuhren dann raus zum Gut Richthofen wo uns Michael  empfing. Wir bekamen wie üblich „unsere“ Zweizimmerwohnung.

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Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika zu "erfahren". Wir machen aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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4 Antworten zu Fehlstart

  1. Andrea Wymann schreibt:

    OOO das hat ja schon mal gut angefangen! 🙂 Danke für die schönen festlichen Eindrücke! 😉
    Muss wohl morgen Lebkuchen und Mandarinen kaufen gehen! Liebi Grüess
    Andrea und Familie

  2. Swissnomads schreibt:

    Hallo Andrea
    Manadrinen haben wir schon Lebkucken kaufen wir dann in Südafrika, wir kennen da eine Adresse….

    Herzliche Grrüsse
    Emanuel & Christine

  3. Annemarie Berger schreibt:

    Wer eine Reise tut kann viel erzählen!!!!! Ich hoffe, dass jetzt alles okay ist und dir am sünnele sid mit Kaffee und Kuchen.
    Herzliche Grusse Annemarie

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