Kurz vor dem Abflug

07. bis 17.06.2017 Swakopmund

Wir fuhren in die Stadt, aber vorher hielten wir noch bei einer Werkstatt in der Nähe unserer Unterkunft an, um  einen Termin für die Wartung des Busses zu vereinbaren. RW-Motors wollten wir Nelson nicht mehr anvertrauen. Als wir  das geregelt hatten suchten wir noch das „Sweisswerk“ auf weil wir die schon lange abgebrochene Stabilisatorhalterung anschweissen lassen wollten. Wir machten für den nächsten Tag ab. Bei Build it konnten wir eine der beiden Gasflaschen nachfüllen lassen und eine Aluleiste kaufen. Mehr dazu später. Und ein Spaziergang am Meer musste natürlich auch sein. Anschliessend hatten wir uns einen Besuch im Village Cafe verdient. Regelmässige Leser werden schon wissen dass wir dort Kaffee und Kuchen bestellten. Auf der Speisekarte gibt es auch noch eine Seite für Hunde.

Die Bedienung war wie immer gut drauf, es wurde gescherzt, gelacht und auch gesungen.

Emanuel behauptet hier würde der Kuchen nicht dick machen, Christine ist da nicht so ganz sicher, aber schmecken tut er uns beiden.

Das Schweissen der Halterung am nächsten Tag ging recht schnell und war für N$ 250 günstig.

Für Freitag hatten wir die Innenreinigung des Busses vorgesehen. Aber ausgerechnet an dem Tag blies der Ostwind sehr heftig und sehr heiss. Die Temperatur stieg auf etwa 40 Grad und der Wüstensand flog uns um die Ohren. Wir haben zwar noch draussen gefrühstückt, aber uns dann schleunigst nach drinnen verzogen. Emanuel wurde es drinnen zu langweilig, also fuhr er den Bus ums Gebäude um etwas Windschatten zu finden. Dort wollte er mit der kürzlich gekauften Aluschiene bei der Schiebetüre den Novilon-Bodenbelag annieten. Er war schon etwas ausgefranst und man ist beim Einsteigen öfter mal  gestolpert. Nun sieht das besser aus.

Der Windschatten hat aber nicht verhindert dass viel ganz feiner Sand in das Auto gelangte. Auch etwa mehrere dutzend Fliegen hatte es sich im Inneren gemütlich gemacht. Kurz mal mit Doom-Insektenspray rein gesprüht und  die Türe zugemacht.

Am Samstag gab es dann keine Ausrede, nun hiess es Nelson innen putzen. Zuerst musste alles raus, dann wurde mit dem geliehenen Kompressor der Staub aus den Hohlräumen geblasen, dann kam die Feinsäuberung. Auch das entfernen von Ballast gehörte dazu. Das heisst Ausrüstung, Esswaren und Kleider welche wir nicht oder nicht mehr benützten, wurden verschenkt. Zugegeben ganz so konsequent waren wir nicht aber ein paar Kilo kamen schon zusammen. Auch lange vermisstes kam auch wieder zum Vorschein, so eine „Putzete“ hat auch sein Vorteile.

Auch in den folgenden Tagen haben wir noch am Bus verschiedene kleine Arbeiten ausgeführt. Aber zwischendurch hatten wir auch immer wieder Zeit nach Swakopmund zu fahren. Hier liefen wir eine Strecke am Meer entlang, kauften ein Stück Kuchen und kehrten nach Gut Richthofen zurück. Hier waren die Temperaturen stets ein paar Grad wärmer.

In Swakopmund waren wir zweimal für eine neue Dienstleistung gefragt. Tourist Information ist nun unsere neuste  Funktion. Da wir uns in Swakopmund schon recht gut auskennen, konnten wir auch behilflich sein.
An der Strandpromenade steht schon seit letztem Jahr ein alter gelber Bus mit Jahrgang 1968, welcher als Imbissbude umfunktioniert wurde.

Das wollten wir uns mal genauer ansehen. Es roch sehr gut und wir konnten den Calamari  und Chips nicht widerstehen. Es gab keine Styropor- oder Pappteller, alles war in „Butterbrotpapier“ eingewickelt und drum herum als Warmhalter eine dicke Lage Zeitung.  Da der Wind ziemlich stark und kühl war setzten wir uns in den Bus und assen mit Blick aufs Meer, herrlich.

Am Donnerstag brachten wir Nelson zur Wartung die schon überfällig war, aber Reparaturen waren diesmal keine zu machen. Nachdem wir im letzten Jahr bei RW-Motors schlechte Erfahrungen gemacht haben, brachten wir ihn zu Nonidas. Die Öl- und Luftfilter hatten wir dabei, weil diese manchmal im südlichen Afrika nicht ganz einfach aufzutreiben sind. Für namibische Verhältnisse war es nicht grade billig, aber für umgerechnet Sfr. 120 bekommt man das in der Schweiz nicht gemacht.

Einen Koffer hat Christine am Donnerstag  schon gepackt.

Den Mietwagen haben wir am Freitag geholt, ab jetzt schonen wir Nelson und fahren den Toyota Corolla. Emanuel hat wieder seine liebe Mühe mit dem, bei rechtsgesteuerten japanischen Fahrzeugen, rechts montierten Blinkerhebel. Hie und da wurden deshalb beim Abbiegen die Scheiben gewischt.

Seit unserer Ankunft hatten wir nun schon vier mehrstündige Stromausfälle. Am Sonntag dauerte es den ganzen Tag aber das war geplant und angekündigt. Die andern kamen aus heiterem Himmel. Wie uns Michael erklärte komme dies immer häufiger vor, so dass er sich schon überlegt einen Generator anzuschaffen. Oder ganz auf Solarenergie umzustellen. Das geht aber ins Geld.

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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