Ausgebucht, aber dann doch nicht

01.05.2017 HlaneMlilwane Park

Eigentlich hatten wir geplant noch eine kleine Runde durch den Hlane Park zu fahren, aber als wir sahen wie die Fahrzeug verdreckt zurück kamen, liessen wir es dann  doch sein. Der Regen hatte im Verlauf des frühen Abends nachgelassen, aber wir mussten einiges nass einpacken. Unser nächstes Ziel war Malandelas Complex, wo Christine einige schöne Souvenirs erstand. Hier assen wir auch eine Kleinigkeit. Danach ging es auf den Camping des  Mliwaneparks. Als SANParks Wild Card Besitzer ist hier und im Hlane der Eintritt gratis, aber wir stellten fest, dass unsere Karte im April abgelaufen war. Bei der Fahrt vom Eingangstor bis zum Camp sahen wir recht viel Tiere, was uns ziemlich erstaunte, denn 2015 hatten wir im ganzen Park nicht so viele gesichtet. Wie man uns später erklärte, hatte man damals eine grosse Dürre. Im letzten Jahr gab es aber  ausgiebigen Regen und wieder mehr Jungtiere.
Auch auf dem Campingplatz wurden wir angenehm überrascht, das Toilettenhaus das sich beim letzten Besuch noch im Rohbau befand war nun fertig. Es ist extrem grosszügig konzipiert, und blitzblank sauber.

Nyalabock besucht uns

01.und 03.05.2017 Mlilwane – Badplaas

Da wir Swaziland nur als Transitland benutzten ging es an diesem Tag zur Grenze nach Südafrika. Am Oshoek Grenzübergang ging alles glatt über die Bühne. Nicht mal unser Swiss-Disk fand  Beachtung, was uns auch recht war.

Nelson hatte aber zeitweise mit der Höhenluft zu kämpfen auf bis zu 1‘700 Meter über Meer gab es Steigungen die nur im ersten Gang zu schaffen waren.

In Badplaas checkten wir uns für zwei Nächte ein, da wir von der Fahrerei etwas Erholung brauchten. Zudem gibt es hier eine Warmwasserquelle die wir wieder geniessen wollten. Emanuel ging es inzwischen um einiges besser aber 100%zig fit war er noch nicht.

Nur ein kleiner Teil des Campingplatzes war im Betrieb und hier waren auch nur sehr wenige Plätze besetzt.

Dafür wurden in der Nähe Festzelte und eine Tribüne aufgestellt. Erst am zweiten Tag erfuhren wir, dass hier am Wochenende ein Anlass für BMW GS Motorradbesitzer stattfinden würde. Es kamen dann auch immer mehr Gäste auf den Campingplatz und in die Bungalows.

04.05.2017 Badplaas – Nelspruit

Da Nelsons Bremsen nur noch mit pumpen des Bremspedal wirklich gut funktionierten, wollten wir in Nelspruit Mercedes aufsuchen. Der Wegpunkt im GPS war aber nicht richtig gesetzt aber beim  Fahren entdeckte Christine Tom Ritsos’s Kupplung und Bremsen Werkstatt. Dort fragten wir ob man sich des Problems annehmen könnte. Man war bereit und wir konnten gleich auf den Hof fahren und jemand kontrollierte die Bremsbeläge. Nachdem Emanuel die Mechaniker darauf aufmerksam gemacht hatte, dass es sich um ein Zweikreise-Bremssystem handelte, wurden auch die Vorderräder abmontiert um an die äusseren Entlüftungsventile zu kommen. Die Leitungen wurden entlüftet, hinteren Bremsbacken nach- und das Handbremskabel eingestellt. Alles in allem ein gute Stunde Arbeit für zwei Mechaniker und das für umgerechnet knapp Sfr.100. Wir gaben noch ein Trinkgeld für den schnellen Service und fuhren mit tadellos funktionierenden Bremsen weiter.

Wir übernachteten auf dem Lake View Campingplatz nur wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Der Platz war hauptsächlich von pensionierten Langzeitcampern besucht, aber es gab noch viel freien Platz und die Toiletten waren ok.

05. bis 08.05.2017 Krüger Park

Über SANParks-Reservation hatten wir es geschafft zwei von unseren drei bereits gemachten Buchungen zu verschieben. Wir konnten aber nur zwei Nächte in Skukuza am 13. und 14. Mai bekommen, sonst war dort alles ausgebucht. Überhaupt waren die Camps praktisch überall in der südlichen Hälfte des Krügers vollbesetzt. Nur in Berg En Dal bekamen wir auch noch zwei Nächte aber erst für den 7. und 8. Mai. Wir planten deshalb zwei Nächte auf dem Golfplatz beim Malelane–Gate zu stehen.

Ab als erstes fuhren wir zum Gate um unsere abgelaufene Wild Card zu erneuern. Dort fragten wir, ob auf dem Malelane Basic Camp noch ein Platz zu bekommen war, und siehe da, für diese Nacht war noch etwas frei. So machten wir noch eine Runde durch den Park und begegneten dabei auch noch Nashörnern. Bei einer Pause im Berg En Dal Camp wurden wir von einem Paar angesprochen, die 2015 im Pretoriuskop Camp unsere Nachbarn waren.

Am nächsten Tag fuhren wir nach Lower-Sabie wo wir eine Mittagspause machten. Beim Empfang fragten wir ob zufällig ein Platz zu bekommen wäre. Auch hier bekamen wir einen für diese Nacht. Da waren wir froh, so mussten wir  nicht wieder den Weg zurück fahren um auf den Golfplatz zu gelangen.

Die nächsten Zwei Nächte hatten wir ja in Berg En Dal gebucht.

Ach ja Tiere haben wir in den Tagen auch noch gesehen, nicht sehr viele und leider keinen Raubkatzen.

09. bis 12.05.2017 Krüger Gate Hotel

Da die Bucherei im Krüger sowieso ziemlich mühsam war und wir immer noch etwas Reisemüde waren, hatten wir uns für vier Nächte im  Krüger Gate Hotel einquartiert.

Da Emanuel sich immer noch nicht wohl fühlte, beschlossen wir in Hazyview einen Arzt aufzusuchen. Es wurde eine Blasenentzündung festgestellt und er bekam Antibiotika und Multivitamin Tabletten, sowie ein Brausepulver um den Säurespiegel zu senken.

Sonst machten wir hier nicht viel relaxen, essen, schlafen.

Die Affen sind hier übrigens immer noch eine Plage. Schon am ersten Tag drang einer durch ein kleines Ausstellfenster ins Zimmer, machte eine Sauerei mit Milchportionen, klaute Zucker und Christines Blutdrucktabletten.  Hoffentlich hat er die alle gefressen und ist dann tot umgefallen.
Am dritten Morgen kamen die Biester wieder auf die Terrasse um beim Frühstück ihr Unwesen zu treiben. Einer hockte auf einem Ast, zwei Meter von unserem Tisch entfernt und beobachtete uns. Als Emanuel aufstand wich er erst ein Stück zurück um dann fauchend auf ihn los zu gehen. Vor lauter Schreck machte Emanuel einen Schritt zurück und stiess dabei den fast Tisch um. Teller gingen zu Bruch und Kaffee und Saft flossen über die Kleider. Der Affe ist mindestens genau so erschrocken wie wir und machte sich schnell aus dem Staub.

13. bis 17.05.2017 Krüger Park – Phalaborwa

Emanuel geht es deutlich besser und so sind wir wieder bereit für den Krüger. Die Ersten beiden Nächte hatten wir ja schon länger in Skukuza umgebucht. Da hatten wir in der zweiten Nacht ziemlich Regen aber bis wir aufstanden war es zum Glück vorbei. Danach gingen wir einfach in die Camps und fragten nach einem Platz, was fast immer geklappt hat. In Satara liess uns aber die nicht gerade freundliche Empfangsdame auflaufen. Es sei alles fully booked, nicht einmal ein Platz ohne Strom wäre frei. Wir machten dann eine Runde durch den Campingplatz und sahen dass 5 von 6 Plätzen ohne Strom frei waren. Emanuel sprach mit ein paar Campinggästen und die einen empfahlen, uns an den Duty Manager zu wenden. Das machten wir dann auch und so bekamen wir ganz easy noch einen Platz ohne Strom. So kam es, dass wir doch noch in Satara übernachten konnten. Am nächsten Tag bekamen wir in Letaba ohne Probleme einen Platz. Es ist einfach schöner im Park zu übernachten, weil man mit etwas Glück Löwen brüllen, Elefanten trompeten, Hippos grunzen, und alle möglichen Geräusche hören kann. Den Park verliessen wir dann schliesslich in Phalaborwa, wo wir gleich hinter dem Tor auf dem Forever Resort Camping für eine Nacht standen.

Intersante Tier haben wir einige gesehen.

Zwei Tage hinter einander Löwen

Dann Geparde und eine Hyäne.

Dazu noch Elefanten, Giraffen, Kap Büffel, Hippos und einiges mehr.

Wer noch nicht genug geshen hat HIER gibt es noch mehr zusehen.

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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