Von Kapstadt nach Port Elizabeth Teil 3

04.03.2017

Da wir zwei Nächte im Gästehaus Pinkepank verbrachten, hatten wir Zeit um etwas in der Umgebung zu unternehmen.  Als erstes wollten die drei J’s mit Dickhäutern in Tuchfühlung kommen. Das kann man in The Crags im Elephant Sanctuary machen. Weil aber gerade vor unserer Ankunft eine Führung begonnen hatte, sollten wir mehr als eine Stunde warten. Wir buchten 5 Plätze für die nächste Führung und besuchten in der Zwischenzeit das nahe Birds of Eden, wo man in einer riesigen Voliere Vögel aus der ganzen Welt sehr nahe beobachten konnte.

Dann war es soweit und wir konnten zu den Elefanten. Abwechslungsweise kann jeder hier ein kurzes Stück mit einem der vier Tiere zu einem Platz im Busch laufen, Rüssel in Hand.

Im Busch angekommen zeigen die Pfleger was sie den Tieren beigebracht haben. Zum Teil ist das Show aber einige der „Kunststückchen“ werden auch gebraucht um die Tiere bei Krankheiten zu untersuchen. Man wurde auch aufgefordert nahe zu den Elefanten zu treten und sie zu berühren. Die meisten näherten den Riesen mit viel Respekt.  Wir hatten die Tour bereits zweimal gemacht und deshalb wollte Emanuel diesmal passen, ging dann aber doch mit. Mit Erstaunen stellte er später fest dass er auf jedem Foto ein seliges Lächeln auf den Lippen hatte, also hat es ihm doch sehr gefallen.

Einen Strandlauf machten wir auch noch, und genehmigten uns anschliessend noch einmal auf der Terrasse des Beacon Island einen Sundowner.

Zum Nachtessen bei Mobi Dick bekamen wir feinen Fisch serviert von einer äusserst kommunikativen Bedienung.

05.03.2017

Bevor wir Plettenberg verliessen mussten wir noch für die nächsten Tage die Vorräte wieder aufstocken. Das erledigten  wir im Superspar und im Farmstall Thyme and Again.

Unser Ziel war der Addo Elefant Park. Unterwegs machten wir eine Pause und schauten bei der Bloukrans Brücke Bungee Jumpern zu, die sich 216 Meter in die Tiefe stürzten. Keiner von uns verspürte den Drang da mitzumachen, gucken reichte uns schon.

Mit etwas mehr Zeit hätten wir noch im Tsitsikamma National Park übernachtet aber dafür reichte es leider nicht. Dafür wollten wir etwa zweieinhalb Tage im Addo National Park verbringen. Das GPS brachte uns auf dem kürzesten Weg dorthin, was dann aber auch einige Kilometer schlechte Piste bedeutete. Auf diesem Teilstück stellte uns Jan per Funkgerät eine Frage die wir wegen der schlechten Verbindung nur „Was sind das für …. Berge?“ verstanden. Wir konnten aber keine Berge entdecken und rätselten was er meinte. Plötzlich fielen uns kleine halbkugelförmige Hügel im Feld auf. Da ging uns ein Licht auf, er meinte die Termitenhügel! Unsere Begleiter hatten bisher nur Bilder von der länglichen Sorte gesehen.

Im Addo angekommen, konnte man uns, wie schon vermutet, keinen Caravan-Platz anbieten. Schon vor einigen Wochen konnten wir nur für die weiteren zwei Nächte eine Buchung tätigen. Wir beschlossen zum Ardvark Resort zufahren, das wir noch nicht kannten, aber einen Wegweiser dorthin gesehen hatten. Bei diesem bogen wir ab und gelangten auf eine elende Löcherpiste. Wir kamen an einem Resort vorbei das mit Home of Africa angeschrieben war. Also liessen wir uns weiter durchschütteln bis wir an ein Township kamen. Da beschlossen wir umzudrehen. Vor uns hüpfte nun ein VW Golf durch die Löcher. Er war so langsam dass wir ihn überholten. Irgendwo mussten wir ja übernachten und so fuhren wir zum Homestead Camping. Nicht gerade das Beste vom Besten aber der einzige der nicht sehr weit vom Addo-Eingang ist und für eine Nacht OK wenn man sich nicht an den „Badezimmerteppichen“ im WC  und der mangelnden Beleuchtung der Dusche stört.

 

06.03.2017

Wir machten uns zeitig und ohne Frühstück auf den Weg zum Addo, wo wir eincheckten, und fuhren anschliessend durch den Park. Hier sahen  wir einiges.

Für das Frühstück fuhren wir dann zu Jack’s Picknick Site. Da lauerte schon eine bettelnde Schildkröte im Gebüsch.

Bei Temperaturen knapp unter 40 Grad sind Mittags nicht mehr viele Tiere zu sehen und so beschlossen wir, ins Camp zurück zukehren, unsren Campingplatz mit Tisch und Stühlen als besetzt zu markieren und uns im Pool etwas Erfrischung zu gönnen.

Hier erwartete uns aber eine Bande der kleinen Meerkatzen-Affen, welche durch die Gegend jagten und den Kehrichtkübel leerten. Als dann ein Angestellter des Addo erschien waren sie alle verschwunden.

Am späteren Nachmittag machten wir bis kurz vor Torschluss noch eine Runde durch den Park.

07.03.2017

Wir standen heute früher auf und fuhren ohne Frühstück gleich in den Park.

Eine Gruppe Strausse mit einem Hahn und drei Hühnern lief auf eine vierte Henne zu. Plötzlich rannte eine Henne der Vierergruppe auf das einzelne Tier los und jagte sie über das Feld.

Später dann auf dem Picknickplatz gefrühstückt. Dieses Mal aber ohne Schildkröte.

Wieder machten wir eine Mittagspause am Pool um anschliessend noch den Park bis kurz vor dem Torschluss zu durchstreifen.

Zum Kochen und Braaien hatten wir nicht so Lust, darum gingen wir im Camp- Restaurant essen.

08.03.2017

Wir fuhren nach dem Frühstück wieder durch den nördlichen Teil und machten nur eine kurze Pause auf dem Picknickplatz. Danach ging‘s in den südlichen Teil wo es aber wie meistens deutlich weniger Tiersichtungen gab.

Den Park verliessen wir über das Süd Gate bei Colchester. In dem kleinen Coffeeshop bei der Tankstelle stillten wir Hunger und Durst.

Beim Pearson Caravan Park bezahlten wir den Eintrittspreis um zur Sunday River Mündung zu gelangen. Der Ort ist bekannt für seine weissen Sanddünen und gehört teilweise zum Greater Addo.

Für die letzte Nacht mit den drei J’s hatten wir Zimmer im Nautilus Guesthouse in Bluewater gebucht. Ein sehr hübsch  eingerichtetes Haus, mit super nettem Personal und Besitzerin, wir fühlten uns hier sehr schnell wohl. Unsere Zimmer waren nebeneinander im Erdgeschoss und wir konnten auf einer Terrasse gemütlich zusammen sitzen, was wir auch nach unserer Rückkehr aus der Stadt ausgiebig taten. Schliesslich war es unser letzter Abend und der Abschiedsschmerz machte sich breit.

Für das Nachtessen hatte man uns das „Coachman“ in Port Elizabeth empfohlen. Wir waren noch nie in einem Restaurant wo die Bedienungen in Abendkleid ähnlichen Roben ihrer Arbeit nachgehen. Alles wirkte sehr Besonders. Das Essen war gut und so reichlich, dass sogar der Watchman am Parkplatz noch ein Abendessen hatte.

09.03.2017

Nun war er da, der letzte Tag unserer gemeinsamen Fahrt von Kapstadt nach Port Elizabeth. Ein letztes Mal zusammen Frühstücken. Was im Nautilus besonders üppig war, mit Eiern auf alle möglichen Arten zubereitet, vielen und schön zubereiteten Früchten, Käse, Wurst. Dazu Kaffe aus der Nespresso-Maschine „What else?“.

Die drei J’s haben ihre Taschen gepackt, der Toyota Hilux ist bereit zur Rückgabe. Wir sitzen noch eine Weile auf der Terrasse und lassen die vergangenen Tage Revue passieren. Viele Eindrücke haben sie gesammelt, einiges muss wohl noch aufgearbeitet werden, denn es waren zwei intensive Wochen Südafrika, die sie erlebt haben.

Wir begleiten sie noch zum Flughafen, nach der Gepäckaufgabe noch ein letztes Kaffee und dann kommt der Moment zum Abschied nehmen.

Nun sind wir zwei wieder alleine, es kommt uns komisch vor. Aber wir sind froh dass wir die Gelegenheit hatten ihnen einige Eindrücke vom Land am Kap zu vermitteln, das uns fast zur zweiten Heimat geworden ist.

Wir bleiben noch eine Nacht im Nautilus Guesthouse und essen an diesem Abend auch hier. Am Nebentisch ist ein  israelisches Paar mit dem wir ins Gespräch kommen. Schön dass wir nicht ganz alleine sind.

Ende des dritten und letzten Teils.

Auch dieser Beitrag enthält Bilder der drei J’s

Film zu diesem Bericht.

 

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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2 Antworten zu Von Kapstadt nach Port Elizabeth Teil 3

  1. Daan Verhaar schreibt:

    Vielen Dank für Ihre Erfahrungen. Wir haben gerade eine 310 4×4 gekauft. Wie gefällt Ihnen die BF Goodrich AT? Sind diese auf der Originalräder 5,5 J montiert?

    Danke und herzlichen Grüße,
    Daan (NL)

    • Swissnomads schreibt:

      Hallo Daan
      Danke für den netten Kommentar.
      Der erste Satz Reifen hat 50’000km gehalten, das ist bei den befahreren Strassen und etwas Off Road nicht schlecht. Zwei Lecks hatten wir, die aber selbst verschuldet waren, da wir damals mit zuviel Druck auf Piste gefahren sind.
      Wir haben die normalen 16 Zoll s Stahlfelgen montiert. Die Reifen sind etwas überdimenioniert mit 235-85-16 statt 215-65-16. Aber ich wollte etwas mehr Bodenfreiheit.
      Zum Bus und dessen Umbau haben wir eine eigene Homepage:
      http://nelson2africa.blogspot.ch

      Herzliche Grüsse
      Emanuel

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