Von Kapstadt nach Port Elizabeth Teil 1

16. bis 20.02.2017 Stellenbosch + Kuilsrivier

Das war ein Wasch- und Servicetag. Wäschewaschen, Antriebswellen schmieren und Emanuels Bart und Haare mussten auch wieder einmal gekürzt werden. Sonst war nicht viel los, auf schwimmen im Pool hatten wir keine Lust, heute blies der Wind wieder kühl über den Platz und Wolken zogen vorbei. Für das Wochenende haben wir wieder einen Platz auf Avatara bei Kuilsriver wo wir dann auf die drei J’s aus Deutschland warten werden. Da wir in den ersten Tagen die Erkundung Kapstadts geplant hatten, entschlossen wir uns einen Nissan Almera zu mieten, damit wir nicht jeden Tag zusammen packen mussten.

21.02. bis 09.03.2017 Kuilsrivier bis Port Elizabeth

Da wir während den 16 Tage sehr viel unternommen haben, blieb uns keine Zeit am Blog zu schreiben. Auch Notizen wurden keine gemacht, deshalb wird dieser Teil der Reise als Zusammenfassung erscheinen.

Als Überblick hier die Tabelle der Reiseplanung.

  WT Aktivitäten Übernachtung
21.02.2017 DI Ankunft CPT Kuilsrivier AVATARA
22.02.2017 MI CPT besuchen Kuilsrivier AVATARA
23.02.2017 Do CPT besuchen Kuilsrivier AVATARA
24.02.2017 FR Picknick und Weinprobe Dellheim Kuilsrivier AVATARA
25.02.2017 SA via St. James und Kalk bay Kommetjie Imhoff
26.02.2017 SO Cape Point – Boulders – Simonstown A Boat House B&B
27.02.2017 MO Gansbaai White Shark Guest House
28.02.2017 DI Hartenbos ATKV Hartenbos
01.03.2017 MI Hartenbos ATKV Hartenbos
02.03.2017 Do Klein Brack Rivier Botlierskop
03.03.2017 FR Plettenberg Pinkepank B&B
04.03.2017 SA Plettenberg Pinkepank B&B
05.03.2017 SO Addo Park Homestead Camping
06.03.2017 MO Addo Park Addo Park
07.03.2017 DI Addo Park Addo Park
08.03.2017 MI Bluewater Nautilus Guesthouse
09.03.2017 Do PE Flughafen

21.02.2017

Die drei J’s sind pünktlich für uns sogar etwas zu früh angekommen. Christine wollte die Drei unbedingt am Flughafen empfangen, also sind wir schon zeitig aufgestanden und losgefahren. Aber schon bei der Ausfahrt des Campingplatzes erwartete uns ein Stau, in dem wir die halbe Strecke bis Belleville steckten. Danach ging es zum Glück aber zügig vorwärts. Am Flughafen angekommen eilten wir zum Ankunftsgate, aber auf dem Weg dorthin kamen uns Jutta, Julia und Jan bereits entgegen. Die Abfertigung am Zoll ging viel schneller als wir erwartet hatten. Die Wiedersehensfreude war gross.

Jutta und Julia

Julia und Jan

Danach wurde der Totyota Hilux bei Britz übernommen, was auch einige Zeit in Anspruch nahm da die Instruktionen ziemlich umfangreich waren. Die drei wurden von uns mit GPS, Funkgerät und Handy mit lokaler SIM-Karte ausgerüstet. Trotzdem verloren wir sie bereits auf dem ersten Kilometer. Weisse Fahrzeuge wie unseren Mietwagen gibt es hier wie Sand am Meer und sie fuhren einem anderen weissen Wagen hinterher, der zu einer Tankstelle abbog. Wir sahen das und Emanuel lief zu ihnen um sie wieder zum richtigen „Leitfahrzeug“ zu führen. Von da weg funktionierte das aber gut und wir erreichten Avatara ohne besondere Vorkommnisse.

Für diesen Tag war ausser Einkaufen nichts geplant, aber schon bald wurde der Wunsch geäussert das Meer zu sehen. Also fuhren wir nach Strand und machten da einen Strandspaziergang. Dann noch in Stellenbosch  einkaufen, gemütlich zusammen sitzen und Nachtessen. Bei den J‘s machte sich dann der Schlafmangel bald einmal bemerkbar.

 22.02.2017

Nun konnte es los gehen, Kapstadt rief. Bookap das malaische Quartier mit seinen bunten Häusern, die Longstreet, und das District Six- Museum wurden besucht.

Im Mount Nelson Hotel kamen wir gerade richtig zum High Tea. Es war sehr heiss an diesem Tag, darum waren wir nicht allzu traurig dass wir „nur“ einen Tisch drinnen bekamen. Da gab es Unmengen verschiedene Tees zur Auswahl,  eine Etagere mit vielen kleinen Sandwiches und ein Dessertbuffet.

23.02.2017

Den Donnerstag verbrachten wir an der Waterfront, von wo aus wir am Nachmittag einen Ausflug zur ehemaligen Gefängnisinsel Robben Island machten. Nach der Überfahrt bestiegen wir einen Bus, aus welchem uns ein Teil der Insel gezeigt wurde. Hier erfuhren wir einiges über die früheren Zeiten, denn auf der Insel wurden auch schon früher Leute interniert, wie z.B. Leprakranke. Zum Schluss wurden noch die politischen Häftlinge hier her gebracht. Der bekannteste war Nelson Mandela. Wir hatten die Tour schon vor mehr als zehn Jahren gemacht, da hat uns einiges mehr Eindruck gemacht. Zum Teil weil es das erste Mal war, aber auch weil, wie uns schien, einiges in sehr gekürzter Form vermittelt wurde. Der Besuch des Gefängnistraktes war aber eindrücklich, weil die Führung von einem ehemaligen Gefangenen durchgeführt wurde.

Zum Abendessen waren wir im Containerhafen bei Panama Jack’s. Das Lokal war ausgebucht, so dass wir eine kleine Weile an der Bar warteten bis ein Tisch frei wurde. Die Seafood Platte war für vier Personen „füllig“ ausreichend.

 

24.02.2017

Für Freitag hatten wir ein Picknick für fünf und eine Weinprobe für vier auf der Weinfarm Delheim gebucht. Wir erhielten drei reichhaltig ausgestatte Picknickkörbe, aus denen etwa 10 Personen hätten satt werden können und zu jedem Korb eine Flasche Wein. Essen konnten wir im schönen Park unter einem schattigen Baum.

Was übrig blieb und nicht allzu verderblich war nahmen wir dann mit. Ein Teil davon schenkten wir dem Parkplatzwächter. Anschliessend konnten wir drei verschiedene Weine mit passender Schokolade degustieren.

25.02.2017

Wir verliessen nun Avatara, wo wir von unseren Nachbarn und Maggie sehr herzlich verabschiedet wurden,  um zur Kaphalbinsel zu fahren. Das Zusammenklappen des Dachzeltes brauchte das erste Mal ein wenig Zeit, aber von mal zu mal ging das schneller.

Wir fuhren über Saint James wo die aus vielen Reiseführern bekannten bunten Umkleidehäuschen stehen.

Ins Wasser gingen wir nicht, aber hier konnten Muscheln gesammelt werden.

Den geplanten Besuch in Kalk Bay mussten wir wegen Mangel an Parkplätzen auslassen. Dafür beschlossen wir den Chapmans Peak Drive zu fahren. Wir fuhren von der Seite heran, wo es eine Beschränkung für Fahrzeuge mit einer Höhe von 3 Meter gibt. Obschon Nelson nur 2.95 Meter hoch ist ,hat man uns 2014 die Weiterfahrt verweigert. Laut unseren Begleitern hat der Wächter auch diesmal abgewunken, aber wir hatten nur Augen für den Balken der die maximale Höhe anzeigt. Also sind wir langsam aber ohne anzuhalten durchgefahren. Es war wieder Eindrücklich diese tolle Strecke zu fahren.

Auf einem Rastplatz kurz vor der Ausfahrt machten wir eine Pause und fuhren dann wieder zurück.

Auf der Imhoff- Farm gab’s Kaffee und übernachtet haben wir auf dem Imhoff Camping in Kometjie.

26.02.2017

Unser Hauptziel des Tages war die Kaphalbinsel, die wir über die Küstenstrasse erreichten. Im Park fuhren wir bis zum grossen Parkplatz um mit der Standseilbahn zum alten Leuchtturm zu fahren. Das heisst, die letzten hundert Meter mussten wir natürlich laufen. Julia und Jan wanderten dann noch bis zur Kapspitze wo der neue Leuchtturm steht.

Zurück zum Parkplatz sind wir gelaufen. Julia und Jan holten sich zwei Sandwiches am Takeaway. Da beobachteten wir, dass Paviane auf einem Dach sitzend, auskundschafteten wer dort etwas Essbares erwarb um sie dann zu bedrängen, bis die begehrte Ware unfreiwillig ausgehändigt wurde.

Deshalb warnten wir sie, hier zu essen und liefen zu unseren Fahrzeugen zurück. Aber auf dem Weg dorthin kam ein Pavian aus den Büschen und lief zu Julia, die erschrocken die Tüten mit den Sandwiches fest an sich drückte. Emanuel rannte auf den Pavian zu, bückte sich und tat so als ob er einen Stein aufhob. Der Affe rückte vorübergehend von seinem Vorhaben ab lief aber immer noch parallel mit uns weiter. Da lief Emanuel noch einmal auf ihn zu, hob diesmal wirklich einen Stein auf und warf ihn in Richtung Pavian. Da gab der Möchtegerndieb schliesslich auf und rannte weiter. Julia hat danach ihre Meinung über die ach so niedlichen Affen radikal geändert.

Danach war eine Fotosession am Kap der Gutenhoffnung fällig, wo wie immer viel los war.

Dann fuhren wir noch zu einem affenfreien Parkplatz wo wir eine Pause machten und  zum weissen Strand hinunter liefen.

In Simonstown übernachteten wir im Guesthouse A Boathouse. Wir hatten nebeneinander liegende, sehr schöne Zimmer mit einem gemeinsamen Balkon, von wo aus man auf das Meer und den Hafen sehen konnte.

Ende des ersten Teils.

Fortsetzung folgt.

Dieser Beitrag enthält auch Fotos von den drei J’s.

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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