Brutales Eichhörnchen

06. bis 11.02.2017 Hartenbos

Die letzten Tage war es  nicht mehr ganz so windig. Am Abend zog sich der Himmel wieder zu und am Morgen war es  bis etwa 10 Uhr bewölkt. Dann kam die Sonne und es wurde heiss, was gut war für einen Waschtag.

Wir verbrachten die Tage mit lesen, essen, am Strand laufen oder liegen, schwimmen, einkaufen und so weiter. Also nichts Besonderes. Hier kann man auch zu Fuss in den Ort laufen oder an der neu gemachten Waterfront einen Kaffee trinken.  Das Wetter war weiterhin wechselhaft.

12.02.2017 Hartenbos – Montagu

Das Packen dauerte heute etwas länger, denn wir hatten unser komplettes Vorzelt, inklusive der selbst gebastelten „Windschutzschürze“ montiert. Wir mussten uns beeilen, da es schon wieder leicht zu regnen begann.

Wir verabschiedeten uns noch von Jorina und Rudolf und fuhren zum Car Wash an der Waterfront, wo wir Nelson eine Verschönerungskur verpassten. Er wurde wieder einmal gewaschen. Das Cas Wash ist mit Hochdruckreiniger eingerichtet und da wurde er vom Salz und Schmutz von Profis befreit. Das hat etwa die Hälfte eines Besuchs in einer Schweizer Waschstrasse gekostet. Wash and Go für Rand 60 ohne trockenen. Trocken wäre eh sinnlos gewesen kurz  hinter Mosselbay fing es an zu nieseln und das tat es mehr oder weniger stark bis wir in Montagu ankamen.

 Unterwegs kauften wir uns im Rolandale Farmstall  Muffins, die sich als Skones herausstellten. Die waren auch fein, denn es gab Butter- und Konfitüren-Portionen dazu. In Montagu hielten wir bei einer Bäckerei an wo auf einem Schild versprochen wurde, dass man auch am Sonntag backen würde. Da kauften wir ein verdächtig hartes Roggenbrot, welches sich am nächsten Morgen als aufgetaut und gar nicht frisch entpuppte. Im Spar kauften wir noch für die nächsten zwei Tage ein, weil wir zwei Tage auf dem nahen Doringlaagte Camping zu verbringen geplant hatten.

 Dort  angekommen, staunten wir wie leer der kleine Stausee war. Wir erfuhren, dass es seit Dezember 2015 keinen Wasserzufluss mehr gab weil die Regenwolken immer an den Bergen hängen blieben. Auf dem Campingplatz waren  nur zwei Plätze besetzt, wovon die einen gerade an Packen waren. Da am Abend der Wind ziemlich kühl wurde schlossen wir das Vorzelt. Viiiele Mücken fanden aber den Weg trotzdem zu uns. Die Nacht war ruhig, fast zu ruhig, denn das Meerrauschen vermissten wir auch ein wenig.

In Doringlaagte bekommen Rentner übrigens keinen Rabatt und auch keine Langzeitvergünstigung. Letzeres würde die Unterhaltsarbeiten beinträchtigen und den Rasen überstrapazieren, wurde uns am Empfang erklärt.

 

13. und 14.02.2017 Robertson

Da unsere einzigen Nachbarn heute Morgen auch noch zusammen packten und das Wetter mit dem vielen Wolken  und starkem, kühlem Wind auch nichts Gutes versprach, beschlossen wir ebenfalls weiter zu ziehen. Unser nächstes Ziel war der nicht weit entfernte Silverstrand in Robertson. Es gibt hier eine Kaffeerösterei wo wir früher schon feinen Kaffee gekauft hatten. Im Space, einer alten Fabrikhalle, wo eine Menge Krimskrams verkauft wird und auch ein gutes Bistro ist, waren die Kaffeeröster aber nicht mehr zu finden. Man erklärte uns aber wo der neue Laden ist. Dort  kauften wir zwei halbe Pfund guten Kaffee und tranken ein feines Cappuccino. Nein, Kuchen hatten wir keinen, erstens weil es noch Vormittag war und zweitens weil es da sowieso keinen gab.  Sonst wären wir vielleicht doch noch schwach geworden J

Am Silverstrand Camping konnten wir uns einen Platz am Ufer des Breede River aussuchen. Die Gäste sind ausserhalb der Saison mehrheitlich Rentner weil man hier die entsprechenden Vergünstigungen gewährt. Der Platz war nicht voll, aber für die Jahreszeit ziemlich gut belegt. Robertson ist ja ein „Weinort“ und unter anderem hat die Cooperative KWV hier eine grosse Weinkellerei. Im Moment ist die Traubenernte bereits in vollem Gange und es sind viele mit Trauben beladene Traktoren unterwegs. Von der Weinherstellung kam auch die starke Geruchsbelästigung am Abend. Der Wind brachte einen penetranten Essiggeruch mit.

15.02.2017 Robertson – Stellenbosch

Es wird ausnahmsweise ein heisser Tag. Da unser nächstes Ziel auf direktem Weg nur etwa 140km entfernt wäre, machten wir einen Umweg über den Bain‘s Kloof. Die Strecke sind wir noch nie gefahren und wir lernten eine interessante Route kennen. Sie führt über ein schmales, kurviges Strässchen durch eine Schlucht zum Bain‘s Kloof Pass hinauf. Unser Bus hat in der Regel auf der halben Fahrbahn gerade so Platz aber einige uns entgegen kommende Fahrer kennen die Breite ihres Fahrzeugs nicht so gut.

Man sieht auch an der verkrampften Haltung und der gefahrenen Geschwindigkeit welches die Touristen sind. Auf der anderen Seite des Passes ist die Strasse etwas breiter. Der Hang ins Tal hinunter ist ziemlich abgebrannt. Es riecht immer noch entsprechend. Man kann sich nur vorstellen welche Hitze hier geherrscht haben muss.

An den Bäumen, die nicht abgebrannt sind, hängen nur noch dürre Blätter. Wie später erfahren war der Brand erst vor 3 Wochen.

Bei Wellington besuchten wir die Olyvenbusch Farm wo es Olivenöl im Karton, respektive Plastikbeutel gibt. Bis jetzt haben wir das sonst noch nirgends gefunden deshalb füllten wir hier unsere Reserven wieder auf und fahren dann zum Mountain Breeze Camping. Da werden wir gleich mit der Information begrüsst, man sei am Wochenende ausgebucht. Unsere Antwort, dass wir nur zwei Nächte also bis am Freitag bleiben würden, würdigt die Empfangsdame nur mit einem skeptischen Blick. Sie kennt uns und weiss dass wir hier schon so oft verlängert haben. Sie meinte dann auch, sie könne uns wahrscheinlich trotzdem übers Wochenende irgendwo rein quetschen. Mal sehen ob es notwendig sein wird. Als Stammgäste müssen wir auch kein Depot für die Fernbedienung des Eingangstors hinterlegen. Wieder einmal trafen wir Leute an die wir schon kennen. Hier sind überall hohe Pinienbäume und darin tummeln sich Eichhörnchen.

Eines von den possierlichen Tierchen liess dann auch einen grünen Pinienzapfen aus etwa 20 Meter fallen und der knallt knapp neben Christine auf den Boden. Glück gehabt, kann man da nur sagen, das hätte ein Loch im Kopf gegeben.

Der Tag war richtig heiss mit Temperaturen knapp unter 40 Grad. Dafür konnten wir seit längerem wieder einmal den Abend ohne lange Hose und Jacke geniessen.

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Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika zu "erfahren". Wir machen aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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