Die Ostküste wieder rauf

27. und 28.01.2017 Kuilsrivier

Der Campingplatz wird von zwei Schäferhunden bewacht. Die Hündin ist noch ziemlich jung und verspielt. Sie klaut gerne Flipflops und Crocs. Da sie ein „Schlappohr“ hat nennen wir sie „Lampiohr“. Eigentlich heisst sie Sascha. Nachts sind die zwei manchmal etwas lästig weil sie jeden, der in der Nähe vorbei läuft, anbellen. In einer Nacht hat aber einer der Beiden laut gejault. Wir dachten, jemand hat ihnen vielleicht einen Schuh nachgeworfen. Am nächsten Tag erfuhren wir, dass „Lampiohr“ an einem Verlängerungskabel herum gekaut hat und einen Stromschlag erhielt. Sie hat es aber überlebt und da sie nicht gestorben ist klaut sie immer noch Schuhe.

Ich habe doch gar nichts getan!

29.01.2017 Kuilsrivier – Swellendam

Wir zogen wieder weiter, bezw. zurück ans Meer. Und da für uns Hartenbos der schönste Campingplatz in der „Nähe“ ist (ca. 360km) fuhren wir wieder dorthin. Weil die Strecke an der Küste entlang die schönere ist fahren wir über Gordons Bay nach Hermanus. Bei Swellendam auf dem Camping des Bontebok Parks  übernachteten wir, wir haben ja Zeit. Da wir  SAN-Park Wild Card haben, müssen wir keinen Eintritt bezahlen.

Auf dem Campingplatz grasten gemütlich vier der namensgebenden Antilopen. Von den 25 Plätzen mit Stromanschluss waren nur etwa sechs besetzt, wir hatten also die Qual der Wahl. Als wir uns für Nummer 8 entschieden hatten, stellten unsere  Nachbarn zwei Plätze weiter einen Sichtschutz auf. Vielleicht sollte es ja auch ein Windschutz sein. Da sie uns aber nicht grüssten nahmen wir an, dass es eher als Sichtschutz diente. Andere Nachbarn waren freundlicher und machten auch einen Witz als sie zu einer Rundfahrt durch den Park aufbrachen. Sie informierten uns, dass sich am Wasserloch Nummer zwei die Löwen aufhalten. Da es in diesem Pak keine gefährlichen Tiere gibt, wussten wir Bescheid und brachen nicht gleich zu den Löwen auf. Als sie später zurück kamen fragte Emanuel ob die Löwen sich immer noch paaren würden, meinte der Nachbar: „Pausenlos“. So lieben wir die Südafrikaner, meistens zu einem Spass aufgelegt.

Dafür bekamen wir Besuch von einer ziemlich grossen Schildkröte, sie war aber alleine also gibt es auch keine Aufnahmen einer Paarung.


30.01.2017 Swellendam – Hartenbos

Wir sind schon zum drittenmal in diesem Park, haben ihn aber noch nie richtig erkundet. Da wir an diesem Tag aber keine allzu lange Strecke fahren mussten, nahmen wir uns die Zeit für eine grössere Runde. Wir sahen einige Bunteböcke, Rote Gnus, Vögel und eine weitere, aber kleine Schildkröte. Also klein war sie nicht gerade, halt nur etwas grösser als die griechischen.

Auf dem ATKV Camping angekommen, erwartete uns eine böse Überraschung. Wir bekamen keinen Platz für sieben Nächte. Wir hatten geplant fürs erste eine Woche zu buchen und dann je nach Wetter zu verlängern. Mit Müh und Not bekamen einen für 6 Nächte. Aber immerhin einen mit Meersicht.

Kaum haben wir unser Auto abgestellt, kamen unsere Nachbarn vorbei und es stellt sich heraus, dass es Jorina und Rudolf sind. Ihnen war vor zwei Jahren auf diesem Platz bei einem Sturm das halbe Wohnwagenzelt zusammen gebrochen. Mit anderen Nachbarn zusammen hatten wir geholfen es wieder aufzubauen. Da Rudolf im gross im Eier-Business ist, haben wir immer vom Eggman gesprochen. In Südafrika versteht man darunter aber sowas:

the-world-famous-eggman-11

Unser Nachbar betreibt mit seinen Söhnen mehrere Legehennenfarmen und beschenkte uns mit einem Dutzend Eier. Diese sind gross und enthielten zwei Dotter. Das sei bei Eiern von jungen Hennen oft der Fall.

Im Laufe der Woche wurden wir noch oft mit „Welcome back“ begrüsst, hatten aber keine Ahnung wer diese Leute waren. Aber natürlich freuten wir uns.

31.01. bis 02.02.2017 Hartenbos

Wir verbrachten die Tage mit lesen, schreiben und Strand laufen. Als unsere Wetter-App‘s für die Nacht Regen meldeten montierten wir alle drei Wände am Vorzelt. Es regnete dann auch, aber nicht so heftig wie kürzlich in Stellenbosch. Aber der Wind rüttelte an unserem Bus, so dass wir eine Weile wach lagen.

03. bis 06.02.2017 Hartenbos

Da wir nur bis am Sonntag auf dem Platz 73 bleiben konnten, erkundigten wir uns am Freitag ob ein anderer Platz noch zu haben war. Wir konnten Nummer 23 reservieren lassen, weil  wir mal den Camping Dibiki, ganz in der Nähe anschauen wollten. Dort trafen wir auch noch Bekannte an. Es ist ein schöner Campingplatz mit gepflegten Rasenplätzen und super sanitären Anlagen. Aber das Meer ist uns zu weit weg und man kann halt nicht alles haben. Also beschossen wir auf dem ATKV zu bleiben, auch wenn unser neuer Platz nicht mehr so schön war wie der alte.

Da wir unser Auto schon mal abgebaut hatten, fuhren wir noch ins Einkaufszentrum. Emanuel brauchte eine Information zu unsere neuen DATA Sim Karte von CELL-C. Wir hatten von Esna und Lukas erfahren, dass es da einen viel günstigeren Tarif anbietet und das Guthaben zudem erst nach 365 statt schon nach 30 Tage verfällt. Wir hatten aber mit der Karte keine Telefonnummer bekommen und Emanuel wollte sich auf der CELL-C Seite registrieren. Das wiederum ging aber nicht ohne Nummer. Da auf dieser Karte auch keine Air Time war konnten wir sie auch nicht mit einem Anruf oder SMS heraus finden. In der CELL-C Homepage hat Emanuel dann versucht beim Support eine Auskunft zu erhalten. Um ein Anfrage zu machen musste man aber eine Telefonnummer angeben. Er setzte da einfach die Zahlen 081111111 rein. Auch nach der E-Mailadresse wurde gefragt und natürlich auch der Grund der Kontaktaufnahme. Da nach zwei Tagen noch keine Antwort kam und wir eh zum Mall fuhren, erkundigten wir uns im Cell C Shop. Da war das, das anstehen nicht mitgerechnet, in zwei Minuten erledigt. Nach vier Tagen kam dann endlich ein SMS, mit der Meldung dass man uns auf der Nummer 081111111 nicht erreichen könne?! Gleichzeitig kam noch ein Mail mit der Frage zur Kundenzufriedenheit. Die Antwort ist etwas negativ ausgefallen.

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Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika zu "erfahren". Wir machen aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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4 Antworten zu Die Ostküste wieder rauf

  1. Annemarie Berger schreibt:

    Bitte ein Karton 2Dotter Eier fürs Osterfest ( gefärbt) nach Bümpliz schicken. Vielleicht find ich noch ander Kunden. Liebe grüsse Annemarie 6Stock mit Lift

    • Swissnomads schreibt:

      Sehr geehrte Frau Annemarie

      Danke für die Anfrage.
      Fogende AGB’s sind zu beachten:
      1. Wir können nicht garantieren, dass die Eier zwei Dotter enthalten.
      2. Bei Abholung vorort wird ein Rabatt von 20% gewährt.
      3. Die Bestellung kann nur per Schiff verschickt werden. Transportdauer 2 bis 3 Monate.
      4. Es müssen mindestens ein Container voll Eier bestellt werden.
      5. Wir habe nur eine Junghenne, Theophilia ist ihr Name.

      Wir freuen uns auf Ihre Bestellung.

      Hochachtungsvoll

      Emanuel, Christine und Theophilia

      • Annemarie Berger schreibt:

        Sehr geehrtes Fräulein Theophilia
        Ich bitte Sie direkt auf dem kürzesten Weg zu mir zu fliegen, damit die Eier frisch und ganz
        bleiben, Dekorieren und bemalen kann ich sie ja selber.
        Ich lasse meine Balkontüre offen.
        Bis Bal Annemarie

  2. Swissnomads schreibt:

    Sehr geehrte Frau Annemarie

    Leider bin ich für Langstreckenflüge total ungeignet. Eine Henne ist kein Airbus. Bis ich bei Ihnen ankäme wäre Ostern längst vorbei und ich ein Suppenhuhn.

    Bitte schliessen sie Ihre Balkontüre, das ist bei den Tempearturen welche bei Ihnen zu dieser Jahreszeit herrschen vernünftiger.

    Ihre ergebenste

    Theophilia

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