Küken im Gulli

02. und 03.10.2016 Bloubergstrand

Zu diesen Tagen gibt es nichts Besonderes zu schreiben. Wir machten lange Strandläufe am Melkbosstrand und sammelten Muscheln.

04.10.2016 Bloubergstrand

Wie fast jeden Tag machen wir einen langen Strandspaziergang, aber da wird bitte schön nicht geschlendert. Wie schon am Vortag hatte es am Strand einige Portugiesische Galeeren, oder Bluebottles wie man sie im englischen Sprachraum nennt. Diese zu den Quallen gehörenden Viecher haben einen bis zu zwei Meter langen Faden der Gift enthält das auf der Haut zu Verbrennungen und allergischen Reaktionen führt.

Am Nachmittag holten wir den Mietwagen, und brachten dann den Bus zu Trevor für die Rostentfernung.

05.10.2016 Bloubergstrand

An diesem Tag machten wir uns auf die Suche der Deutschen Buchhandlung in Kapstadt. Wir hatten diese schon vor Jahren an der Burgstreet in Kapstadt gesucht und nicht gefunden. Inzwischen sind sie umgezogen. Leider war die Adresse im GPS nicht auffindbar. Mit der Karte von Tracks4Africa hatten wir in dieser Stadt schon immer Schwierigkeiten.

Restaurant Mama Africa an der Longstreet

In Clarks Bookshop konnte man uns weiterhelfen, zumindest die Richtung konnten sie uns angeben.  Wir fanden dann auch die Strasse und parkten unseren kleinen Flitzer bei der Hausnummer 7, wir wollten aber zu Nr.  91. Es ist die Strasse zur Table Mountain Bahn und wir „bezwangen“ gefühlte 50% Steigung, und  an diesem Tag war es auch ziemlich warm. Ziemlich verschwitzt kamen wir dann dort schliesslich an. Christine wollte da ein bisschen stöbern und ein Rätselbuch kaufen: Sie erwarb auch das neueste Südafrika Magazin und man glaubt es fast nicht, noch einen Adventskalender.

Anschliessend wollten wir den Basar der deutschen Schule besuchen. Wir waren aber nicht die einzigen mit dieser Absicht, im ganzen Quartier gab es keinen freien Parkplatz und gelaufen waren wir heute schon genug. Stattdessen fuhren wir nach Camps Bay und Hout Bay um dann den spektakulären Chapmans Peak Drive zu fahren.

Diesen wollten wir schon vor zwei Jahren mit dem Bus in der anderen Richtung befahren aber wegen der Höhenbeschränkung liess man uns nicht rein. Mit unserm kleinen Mietwagen war das nun kein Problem.

06. bis 09.10.2016 Bloubergstrand

In diesen Tagen machten wir wieder Strandläufe, zudem einen Besuch an Kapstadts Waterfront. Auch beim Autospengler schauten wir mal nach wie weit Nelson schon vom Rost befreit war. Dieser war weg und zum Teil mussten Bleche eingeschweisst werden. Gespachtelt und grundiert war alles schon. Für den nächsten Tag hatte Trevor sprayen und polieren geplant. Zudem sollte auch noch der Schwenkarm der Schiebetür ersetzt werden. Emanuel machte ihn noch einmal darauf aufmerksam dass wir am Mittwoch spätestens um 14 Uhr den Mietwagen zurückbringen mussten.

Am nächsten Tag hat dann auch alles geklappt. Nur mit den Geldautomaten hatten wir etwas Mühe bei der nahen ABSA Bank waren sie am Umbauen und die Automaten waren alle ausser Betrieb. Im Einkaufszentrum fanden wir dann einen Automaten der Capitec Bank. Da funktionierte es aber nur mit einer Kreditkarte, bei drei anderen kam immer die Meldung PIN ungültig. Wir brauchten aber das Geld weil wir beim Autospengler bar zahlen mussten. Die nächsten Automaten waren alle drei Offline. Wir rannten noch einmal quer durch das Einkaufszentrum und konnten  dann endlich noch einmal 3‘000 Rand beziehen. Jetzt hatten wir genug Geld um die fälligen 4‘500 Rand zu bezahlen. Das sind ja beim aktuellen Kurs nur etwas über 300 Schweizerfranken. Dafür bekommen wir Zuhause nur gerade einen Kratzer heraus poliert.

10.11.2016 Bloubergstrand – Stellenbosch

Nun hiess es wieder alles in den Bus einräumen, denn wir verliessen die nette Wohnung in der wir uns nun 14 Tage sehr wohl gefühlt haben.  Beim Einladen beobachtete Emanuel, wie ein Frankolin  (gehört zu den Wachteln) mit einem einem Küken die Strasse überquerte und als das Huhn über einen Gully hüpfte verschwand das Küken plötzlich. Das Huhn rannte danach aufgeregt beim Gully hin und her. Emanuel lief zu der Stelle und hörte mehrere Küken nach ihrer Mutter rufen. Harry kam auch dazu und als er hörte was passiert ist holte er eine Brechstange aus der Garage um den Gullyrost heraus zu heben. Der sass aber viel zu fest. Er wollte es dann noch mit einem Wagenheber versuchen. Wir aber nahmen Abschied von Harry und Claudia und machten uns auf den Weg nach Stellenbosch. Zuerst tätigten wir die Einkäufe für die nächsten Tage und dann fuhren wir zum Mountain Breeze Camping wo wir uns einen sonnigen Platz suchten, da es hier manchmal ziemlich frisch vom Berg runter bläst. Der Name des Platzes kommt vermutlich nicht von ungefähr.

11.10.2016 Stellenbosch

Claudia Brehm vom Waveline hat uns einen Bericht und Bilder der Küken Rettung geschickt.

Hallo ihr Beiden,

ja die Rettungsaktion war erfolgreich! Es hat allerdings eine ganze Weile gedauert bis Harry mit Hilfe von unserem Nachbarn Patrick den, wahrscheinlich 

noch nie bewegten Kanaldeckel liften konnten. Erst wollten die Beiden mich kopfueber in den Kanal runterlassen um die 7 Kueken zu retten, aber dann kam Melitto, einer von Patricks Arbeitern und hat das uebernommen!

Molitto Kopfüber im Gulli

Die Kleinen waren ganz schoen tief unten, fiepsend und dicht zusammengedraengt im Kanal  Melitto hat alle 7!!! Kueken auf einmal in einen Eimer verfrachtet und Harry, Patrick und ein weiterer Arbeiter haben ihn dann an den Fuessen mitsamt seiner Beute wieder aus dem Kanal nach oben gezogen. Was fuer eine Aktion!

Die Retter

Die Geretteten

Nun sind die Kueken wieder unter der Obhut ihrer Mutter. Hoffentlich sind sie jetzt vorsichtiger!

Wir werden die naechsten Tage diese Kanaldeckel jedenfalls mal im Auge behalten und evtl. ein Maschengitter darueberlegen, so, dass unsere kleinen, gefluegelten  „Nachbarn“ sicher sind.

So sieht ein ausgewachsenes Frankolin aus. Dieses ist auch nicht inteligenter als die Mutter welche 7 Küken im Gulli versenkte, es wollte die Gegenstände im Einmachglas anpicken.

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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