Warten auf besseres Wetter im Süden

11. bis 13.10.2016 Tweerivieren – Upington – Tkabies

Wir hatten kein Lust mehr nach den versteckten Katzen zu suchen und so machten wir uns auf den Weg nach Upington.
Vorher mussten wir aber von den südafrikanischen Behörden noch den Einreisestempel in die Pässe bekommen. Das war nicht ganz einfach, denn am entsprechenden Schalter war niemand. Ein junger Polizist war so nett und holte den Beamten. Auch der Polizist stellte ein paar Fragen zum woher, wohin, Autonummer und so weiter. Bei der  Dame der Parkverwaltung bekamen wir unser unser Anmeldeblatt abgestempelt um es dann beim Verlassen noch einmal zu zeigen. Dann waren wir wieder in Südafrika.

Die Strecke bis Upington war nicht wirklich spannend. Im Ort wollten wir in der neuen Kalahari Mall einkaufen. Werbung dafür sahen wir viel, aber da stand nicht wo sie sich befand. Schliesslich fragten wir ein Passantin die uns den Weg erklärte. Die Mall ist ziemlich neu und deshalb noch nicht auf der GPS-Karte. Wir deckten uns für die nächsten paar Tag mit Essen und Trinken ein und liessen Vodacom unsere SIM-Karten vom letzten Mai prüfen. Sie funktionierten sogar noch. Wir kauften aber noch Air- und Data-Time. Von da fuhren wir dann zum Tkabies Camping  auf einer Traubenfarm. Die junge Farmerin Dorien kümmerte sich persönlich um ihre Gäste auf dem Platz und kam jeden Tag auf einen Schwatz vorbei. Es gibt zwei Chalets und vier Stellplätze auf Gras. Die Duschen und Toiletten haben einen hohen Standart und alles ist sehr sauber.

 

14.bis 16.10.2016 Tkabies Camping

Um unser Auto wieder bewohnbar zu machen und innen und aussen zu entstauben brauchten wir zwei Tage! Der Etosha und der Kgalagadi Park hatten uns zur Erinnerung viel Staub mitgegeben, der sich nicht nur auf jedem offen liegenden Gegenstand sondern auch in den Schubladen und Schränken eingelagert hatte. Da wir in nächster Zeit keine Parks und nur wenig Staubpisten fahren wollen, lohnte sich die Putzaktion. Aber anstrengend war es schon, als Pensionierte ist man so viel Arbeit ja gar nicht mehr gewöhnt.
Also brauchten wir noch ein paar Tage zur Erholung. Bei bis zu 39 Grad war es auch nicht mehr ratsam sich heftig anzustrengen.

Einmal fuhren wir nach Kakamas zum einkaufen. Das Fleischangebot des dortigen OK überzeugte uns nicht.  Die Lammkottelets bestanden aus mehr Fett als Fleisch. Zeltplatzgäste hatten uns das Kalahari Vleishuis in Keimoes empfohlen. Dort kauften wir mehr als ein Kilo Entrècote  für etwa Fr. 11. Wir konnten sogar wählen von welchem Stück. Die Chefin fragte uns woher wir kommen und auch die Damen an der Kasse waren sehr interessiert. Da wir aus dem Ausland kamen durften wir uns noch statt im Gästebuch mit Filzstift auf einer Wandkachel verewigen, gleich neben einem Eintrag von Hans- Peter und Vreni from Switzerland.

Mangels eines Pools haben wir für die heissen Tage mit unserer Gardena-Brause und etwas Schlauch eine Dusche eingerichtet und uns so etwas abgekühlt.

Weil die Wetterprognose für Springbok, unser nächstes Ziel, Kälte und Regen meldete beschlossen wir erst am Montag weiter zu fahren.

17.10.2016 Tkabies – Springbok

Die Fahrt nach Springbok führte auf gut 300km durch Halbwüste in der man zeitweise wieder den roten Kalahari-Sand zu sehen bekamen.

Auf der Fahrt hörten wir das Buch „Gestorben wird Rechts.“ Witzig war daran, dass wir nach Kakamas einen Fahrerwechsel machen wollten aber die Rastplätze waren immer rechts und mit einem „Einfahrt verboten“ Schild versehen.  Also frei nach Charls Lewinsky (der Autor) gerastet wir nur rechts.

Wie man am Windrad auf dem Foto sieht hatten wir mehrheitlich Rückenwind und da die Strecke nur wenige und eher sanfte Steigungen vorwies, war unser Benzinverbrauch an diesem Tag etwas unter dem Durchschnitt von etwa 20l/Km.

Zu überholen gab es auch kaum etwas, nicht nur weil unser Tempo selten 85km/h übersteigt, nein es herrschte auch kaum Verkehr auf der N14.

In Springbok erledigten wir noch unsern Einkauf und dann stellen wir Nelson auf dem Springbok Caravan Park ab.

Hier trafen wir drei deutsche Rentnerpaare welche mit gemietetem Bus, Zelten und Campingausrüstung 4 Monate Namibia und Südafrika bereisten. Sie schienen begeistert zu sein und offensichtlich vom Afrikavirus befallen.

18.10.2016 Springbok – Rondeberg Resort

Für die fast 320km lange Tagesstrecke mussten wir im Ort noch tanken und dann ging es los.

Die N7 führt auf dieser Strecke über einige Pässe und Hügel, es ist ein rauf und runter. Eine Steigung schaffte Nelson  nur mit 40km/h um dann im Leerlauf mit 90km/h bergab zu sausen. Manchmal mussten ihn sogar etwas zügeln weil die Strecke kurvig war. Wir fuhren in südlicher Richtung und er Wind kam von der Westküste, war also auch keine grosse Hilfe. Dafür wurde es uns im Bus etwas zu kalt und wir mussten sogar ein wenig heizen.

Der Verkehr war hier auch deutlich mehr als am Vortag, schliesslich ist das die Hauptverkehrsache zwischen Kapstadt und Windhoek. Baustellen passierten wir auch ein paar, aber wir mussten meist gar nicht warten und einmal nur wenige Minuten. Da hatten wir Glück, denn die einspurigen Baustellen sind immer einige Kilometer lang, dass man mit  Wartezeiten von bis zu 20 Minuten rechnen muss.

Schon unterwegs hatten wir ein wenig Regen und bei der Ankunft im Rondeberg Resort war der Himmel grau. Also schnell das Vorzelt mit beiden Seitenwänden aufgestellt. Die Front haben wir nicht zu gemacht, denn so heftig entleerten sich die Wolken nicht.

Treuen Lesern unseres Blogs ist es vielleicht aufgefallen, dass wir uns schon öfter auf diesem Campingplatz aufgehalten haben. So zum Beispiel Weihnachten 2013 und 2014 und noch etliche Male in den letzten drei Jahren.

Ein schöner Platz zwischen einem Weinberg und einem Stausee. Ausser uns sind bei der Ankunft nur noch ein Mobilehome und ein Wohnwagen da.  Auf das Wochenende soll sich das ändern weil hier ein Fischerwettbewerb stattfinden soll.

Wir verbringen unsere Tage mit lesen und im ziemlich kühlen Stausee schwimmen. Im Pool waren wir auch, aber der ist auch nicht wärmer und zum richtig schwimmen zu kurz. Laut Prospekt sollte er geheizt sein, aber für die paar Leute lohnte sich das wohl nicht.

In diesen Tagen erreichte uns endlich in Mail von Jim Ross dem Besitzer von RW-Motor in Swakopmund. Er gab zu, dass Nelsons Frontpartie in seiner Werkstatt wegen eines Fehler des Lehrlings (ist immer der oder die Putzfrau) ziemlich beschädigt wurde. Dabei entstanden auch die Risse im Kühler. Er entschuldigte sich und sah ein dass es ein Fehler war das Missgeschick zu vertuschen. Zudem erklärte er sich bereit die Kosten für den Ersatzkühler zu übernehmen.

Das wäre damit geklärt aber das Vertrauen in seinen Betrieb hat er bei uns trotzdem verscherzt.

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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