Der Kühler leckt

28.09.2016 Mount Etijo Lodge – Eldorado

Am Morgen stellten wir fest, dass wir doch nicht die einzigen Gäste auf dem Camping waren. Am anderen Ende sahen wir ein Auto durch die Büsche schimmern. Unser nächstes Ziel war der Campingplatz Eldorado 10 Kilometer vor dem Eingang zum Etosha Park. Einkaufen mussten wir nicht, so sind wir ausser für die Fahrerwechsel ohne Pause durch gefahren. Der Campingplatz ist einer der wenigen in Namibia mit Rasen. Als wir ankamen war nur ein Platz besetzt. Nach und nach kamen dann aber noch mehr Leute dazu.

 

29.09.2016 Eldorado – Etosha – Eldorado

Wir waren etwas spät am Anderson Gate und vor uns standen schon etwa 6 Fahrzeuge. Das Militär führte eine Waffenkontrolle durch. Sie war zum Glück nicht sehr gründlich so dass es dann doch nicht allzu lange dauerte bis wir in den Etosha Park einfahren durften. Im Camp Okaukuejo mussten wir noch den Eintritt bezahlen und fuhren dann in östliche Richtung. An den ersten Wasserlöchern waren Springböcke, Oryx, Zebras, Strausse, und Kudus zu sehen. Viele rannten zum Wasser, einige standen in der Gegend rum, aber die meisten löschen ihren Durst.

Es ist ja erst September aber schon sehr heiss, im Bus hatten wir 40,5 Grad.

Am „Aus“ Wasserloch sassen wir schon eine Weile und beobachteten die verschiedenen Antilopen, als eine Tüpfelhyäne im gestreckten Galopp zum Wasser rannte und sich gleich ganz reinlegte.

Die Kudus und Springböcke trauten sich nur noch zögerlich ihren Durst zu löschen, keines der Tiere drehte der Hyäne den Rücken zu.

Beim Nebrowni Wasserloch hatten sich inzwischen zwei Elefanten eingefunden.

Da wir noch etwas Zeit hatten fuhren wir noch zum Ozonjuitji m’Bar Wasserloch. Auf den 67 Kilometern dorthin sahen wir nur wenige Springböcke. Aber am Wasserloch war umso mehr los. Fünf Elefanten zwei Giraffen und an die hundert Zebras. Diese machten ein Gedränge am Wasser und einzelne Hengste teilten ihren Konkurrenten Huftritte aus oder versuchten sie zu beissen.

Wir beobachteten das Gewusel eine Zeitlang. Schliesslich mussten wir zum etwa 90 Kilometer entfernten Eldorado Camping  zurück. Insgesamt sind wir an diesem Tag 290 Kilometer gefahren zweidrittel davon sehr staubige Piste.

 

30.09.2016 Eldorado – Hamakari

Unser nächster Halt ist wieder einmal der Zeltplatz der Hamakari Gästefarm. Wir hatten uns per Mail angemeldet und wurden gleich zum Abendessen eingeladen und die deutschsprachige Allgemeine Zeitung mit zubringen. Angekommen auf Hamakari wurden wir von Wilhelm und Sabine Dieckmann herzlich empfangen und den anderen Gästen vorgestellt.  Nachdem wir mit Kuchen, Kaffee und Wasser verwöhnt wurden fuhren wir zum Campingplatz und stellten Nelson auf den gewohnten Platz.

Diesmal waren wir nicht alleine hier, etwas später kamen Margrit und Werner mit ihrem IVECO- Camper an. Sie sind aus dem Kanton Aargau.

Das Nachtessen mit Dieckmanns und den andern Gästen fand wie üblich am langen Tisch statt und war sehr unterhaltsam. Anschliessend begleitete uns Wilhelm noch bis zum Tor, und erklärte uns einen kleinen Teil der Tausenden Himmelskörper welche hier wieder zu sehen waren. Der Nachthimmel in dieser trockenen Gegend, ist immer wieder beeindruckend.

01.10.2016 Hamakari

Emanuel hat versucht den leckenden Wassertank abzudichten, was nicht 100%tig geklappt hat, aber es ist deutlich besser, es tropfte nur noch wenig. Unser Nachbar Werner studierte das Elektroschema ihres Campers. Als Emanuel nachfragte was das Problem sei, erfuhr er dass der Batterietrenner kaputt ist. Das war kein Problem, so ein Teil hatten wir dabei. Vor dem Start dieser Reise, hatte Emanuel dieses Teil durch einen etwas schwächeren ersetzt weil der bisherige mit 225 Ampere überdimensioniert war. Mit kleinen Umbauten an der bisherigen Installation konnte Werner  das Ersatzteil einbauen.

Den Rest des Tages verbrachten wir mit Lesen und Faulenzen, bis Wilhelm seine Campinggäste zum Gamedrive abholte. Da noch ein Platz frei war fuhr Emanuel ebenfalls mit. Diese Fahrten sind immer sehr informativ und Wilhelm hatte auch dieses mal viel über die Geschchte Hamakaris zu berichten. Christine blieb in der  Hängematte, die wir zwischen zwei grossen Kameldornbäumen befestigt hatten.

 

02.10.2016 Hamakari – Windhoek

Wir nahmen auf dem Camping Abschied von den beiden Aargauern, und bei der Farm von Sabine und Wilhelm.

Die Fahrt nach Windhoek unterbrachen wir nur für einen Tankstopp in Okahandja. Da es Sonntag war hatte es relativ wenig Verkehr und wir kamen gut vorwärts.

In der Nähe von Windhoek fanden wir auf dem Vineyard Camping einen Stellplatz. Die Umgebung sieht zwar nicht sehr einladend aus, aber jeder der 8 Plätze hat seinen eigenen Braai, Abwaschbecken und Bad. Letzteres ist sehr schön eingerichtet, was man vom äusseren Eindruck nicht erwarten würde.

Bevor wir uns auf dem Platz einrichteten, fuhren wir noch zur River Crossing Lodge. Sie liegt auf einem Hügel in der Nähe. Der Weg dorthin ist ziemlich steil aber Nelson schaffte es gerade noch ohne die kleinen Gänge (Untersetzung). Von dort hat man eine tolle Aussicht, vor allem am Abend soll der Blick auf die Lichter von Windhoek besonders romantisch sein. Wir waren aber am Nachmittag dort und hatten dafür Unterhaltung durch ein zur Zeit stattfindendes Motivationstraining einer Firma. Den Leuten wurde durch einen Redner eingeheizt und sie mussten auf Kommando seltsame Geräusche von sich geben. Es hörte sich lustig an.

03.10.2016 Windhoek

Der Kühler des Busses leckt, offensichtlich wurde er in der Werkstatt von RW-Motors beschädigt, als das Scheinwerferglas kaputt ging. Es gibt Hinweise darauf, die Frontpartie aus Kunststoff wurde geflickt und das Blech darunter neu gespritzt. An diesem war im Mai noch Rost zusehen und nun ist es neu lackiert. Gesagt hat man uns aber davon nichts. Vorgestern hat Emanuel bei Uli’s Services angerufen damit man dort am Montag den Schaden begutachtet. Uli war nicht sehr begeistert weil er bis am Mittwoch ausgebucht ist, aber hat versprochen sich die Sache anzuschauen.

Am Morgen fuhren wir aber zuerst zur näher gelegenen Orion Garage, die uns Sabine empfohlen hatte. Dort wollte man aber von Bussen nichts wissen, und sie schickten uns zur Bauer Autowerkstatt. Da war man gewillt uns zu helfen und man hätte auch Zeit. Der Besitzer konnte aber keinen Ersatzkühler auftreiben und er rechnete auch mit 2 bis drei Tage für eine Reparatur. Deshalb beschlossen wir doch noch  zu Uli’s Services auf der anderen Seite der Stadt zu fahren. Der schaute sich den Schaden an und riet uns direkt zu Radiator Services zu fahren. Da könne man uns sagen ob der gerissene Kopfteil des Kühlers erhältlich sei. Dort erfuhren wir, dass eine Reparatur nicht möglich sei und man einen neuen Kühler bauen müsste. Das Kunststoff Kopfteil müsste in Walvisbaai aus Messing nachgebaut werden. Lieferfrist ein bis zwei Tage. Der Chef rief auch gleich bei HB Field Services an und erkundigte sich ob  man dort Zeit habe das Defektteil aus zubauen und zu Radiator Services Zu bringen. Man hatte Zeit und wir „irrten“ dort hin, denn mit der Wegbeschreibung klappte das nicht. Irgendwie landeten wir bei Eddy der uns letztes Jahr die Spur am Bus neu einstellte und mit seiner Beschreibung schafften wir es beinahe. Bei der Polizeitankstelle bekamen wir dann noch den letzten Hinweis der uns zu HB Field Services brachte.

Dort wurde der Kühler ausgebaut und man bot uns an auf dem eingezäunten und bewachten Gelände zu übernachten. Letzteres lehnten wir ab und der Chef Horst Buchholtz brachte uns ins Stadtzentrum wo wir, wieder einmal im Hilton mit etwas Handgepäck eincheckten.

Wer unseren Blog schon länger liest weiss, dass wir in diesem Hotel nicht nur gutes erlebt haben aber wir entschieden uns trotzdem dafür. Dank unseren bisherigen Erfahrungen waren wir nicht sehr erstaunt, dass es nicht möglich war, die für den Zutritt zu den Zimmern benötigten Karten zu erstellen. Warum? „The link is down.“  Ist ja eigentlich nicht so schlimm, aber wir mussten jedes mal warten damit ein Angestellter Zeit hatte uns zum Zimmer zu begleiten. Dafür schlugen wir uns am Abend den Bauch mit dem besten Sushi voll, dass wir je gegessen haben.

 

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Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
Dieser Beitrag wurde unter Afrikareise, Namibia veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

5 Antworten zu Der Kühler leckt

  1. Sylvia Germann schreibt:

    🤗😘

  2. Annemarie Berger schreibt:

    Ohh lala armer Nelson ich wünsch dir gute Besserung.Nelson ist halt auch schon ein äterer Herr!! Merci für die lustigen und schönen Fotos.
    Ich wünsche Euch 3 weiterhin GUTE Fahrt heit sorg.
    Liebe Grüsse Annemarie

    • Swissnomads schreibt:

      Danke für die Guten Wünsche.
      Nun macht nur noch Neslons Schiebetüre Probleme, aber das bekommen wir auch noch in den Griff. Das Ersatzteil habe wir dabei, müssen nur noch eine Werkstatt finden welche uns das einbaut.
      Liebe Grüsse
      Emanuel

  3. Kapp schreibt:

    Hallo zäme
    Wir kamen mit einer ganzen Liste aus Island zurück von Defektheiten… Geht wohl nie ohne irgendwelche Reparaturen:( Und ihr habt grad Pech, dass die Garage den Defekt verursachte. Christine brachte mich mit der WhattsAppNachricht auf euren Blog. Wünsche euch dreien alles Gute und wenns denn so weit ist: allzeit gute Fahrt. Wir fliegen am 26.10. auf die Kapverden. Wandern ist angesagt. Habe gestern den Tagesrucksack probegepackt… Der Reisebericht über Island ist bald fertig. Wollt ihr aber wirklich 30 Seiten lesen? Wenn ja, wohin soll ich sie senden? Mailadressse?? GlG von Jeanette&Hanspeter

  4. Swissnomads schreibt:

    Hallo liebe Kapps
    Wir wünschen Euch viel Spass auf den Kapverden, passt schön beim Wandern.
    Ja schickt den Bericht an unsere Mailadresse. Swissnomads(affenschwanz).gmail.com
    LG
    Emanuel & Christine

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