Flug OK, Bus nicht ganz

21. und 22.09.2016 Kirchberg – Swakopmund
Schon seit ein paar Tagen konnte Air Namibia den normalen Flugplan wieder aufnehmen da beide Langstreckenflieger wieder im Einsatz waren.
Wir haben etwa eineinhalb Stunden vor dem Abflug eingecheckt, und da stand unser Flug bereits als Boarding auf den Anzeigetafeln. Wir staunten, aber begaben uns zum Gate wo dann bereits alle Stühle besetzt waren. So mussten wir etwa 45 Minuten herumstehen.
Der Flug war ohne besondere Vorkommnisse und wir kamen sogar etwas vor der erwarteten Ankunftszeit in Windhoek an. Was uns aber nichts nützte da wir noch vier Stunden auf unseren Anschlussflug nach Walvisbaai warten mussten. Wir dachten wir sind im Transit und benutzten deshalb auch die entsprechende Tür um das Terminal zu betreten. In dem Raum hinter dem Tresen schlief ein Mann mit den Füssen auf dem Pult. Von uns liess er sich nicht stören bis ihm Emanuel laut einen guten Morgen wünschte. Da sprang er auf und verliess den Raum. Im nächsten Raum befand sich ein Gepäckscanner aber die Türe war abgeschlossen. An einer Weile kam dann ein anderer Mann der uns dann die Boardingkarten für den Weiterflug ausdruckte. Das wäre jetzt schneller geschrieben als es gedruckt war. Denn der PC musste hochgefahren werden, was einige Minuten dauerte. Dann musste noch der Drucker mit Karten gefüttert werden und endlich ging es weiter. Also nur fast, denn nun musste noch die Dame, welche den Gepäckscanner bedient aufgeboten werden. Egal, wir hatten ja Zeit. Unser Handgepäck wurde anstandslos geröntgt und wir konnten in die Abflughalle. Nach langen, mühsamen Stunden konnten wir dann endlich den Flieger der uns zur Atlantikküste brachte besteigen.
In Walvisbaai wollte uns der Imigration Beamte durchwinken, aber wir brauchten den Eintrittsstempel, den wir in Windhoek nicht bekommen hatten. Als wir ihm erklärten, dass wir durch den Transit eingereist waren, fand er das war falsch. Kann sein, aber wir brauchen nun einen Stempel, sonst haben wir bei der Ausreise ein Problem. Er meint da müssten wir nach Windhoek zurück um den zu bekommen. Das hielten wir für einen Scherz und gutem zureden h bekamen wir dann doch noch unsere Stempel in die Pässe gedrückt.
Später stellten wir dann fest, dass Emanuel ein Permit für 60 Tage, aber keinen Datumstempel bekommen hatte. Christine einen Datumstempel aber nur 30 Tage Aufenthalt in den Pass bekam. Das könnte beim verlasen von Namibia zu Diskusionen führen, vor Allem der fehlende Datumsstempel!
Bei AVIS in Walfishbaai nahmen wir einen VW Vivo in Empfang und fuhren nach Swakopmund. Dort machten wir als erstes einen Stopp bei der Werkstatt von RW-Motors, wo Nelson wegen diversen Reparaturen und Wartung stand. Vor einer Woche hatte uns der Chef geschrieben dass durch ein Missgeschick das rechte Scheinwerferglas beschädigt worden sei. Da er es in Namibia nicht auftreiben konnte bat er uns eins mitzubringen. Wir brachten also das Glas dorthin und vereinbarten den Bus am späteren Nachmittag abzuholen.
Das nächste Ziel war Gut Richthofen, etwa 20 Kilometer von der Küste entfernt. Hier hatten wir für die nächsten Tage wieder eine kleine Zweizimmerwohnung gebucht. Michael empfing uns und wir bezogen die Unterkunft.
Später fuhren wir dann wieder nach Swakopmund um diverse Einkäufe zu tätigen und den Bus abzuholen. Zurück fuhr Christine mit Nelson und Emanuel mit dem Mietwagen. Aber nach wenigen hundert Metern zeigte Christine an dass sie anhalten müsste. Sie hatte mit Entsetzen festgestellt, dass die Bremsen nicht richtig funktionierten. Das kann doch nicht Wahr sein, dieses Problem hatten wir schon bei unserer letzten Reise auf den 2‘500km von Südafrika nach Namibia. Die Werkstatt hatte den Auftrag die notwendigen Arbeiten zur Behebung des Schadens zu unternehmen. Auf der Rechnung stand auch ein teurer Bremsenhauptzylinder. Zurück zu RW-Motors fuhr dann Emanuel mit dem Bus und stellte fest dass mit pumpen des Bremspedals die Bremsen funktionierten. Deshalb vermutete er, dass nach der Reparatur die Leitung nicht ordentlich entlüftet wurde. Das stritten aber der Werkstattbesitzer und der Chefmechaniker ab. Wie dem auch sein so konnten wir den Wagen nicht fahren, also blieb er in der Werkstatt und wir fuhren mit dem Mietwagen wieder raus zur Unterkunft.

23.09.2016 Swakopmund
Als erstes diesen Morgen fuhren wir wieder zur Werkstatt. Da gab man dann zu, dass bei den Vorderrädern nur je ein Nippel statt deren drei entlüftet worden waren. Unser Bus ist mit einem Zweikreisbremssystem ausgestattet und das wusste man nicht. Wir fuhren dann durch die Stadt um die Bremsen zu testen. Beim Parkplatz des neuen Strand Hotels ging uns das Benzin aus, der Haupttank war leer und die Anzeige des Zusatztanks war auch ganz unten. Aber zum Glück konnten wir noch ein paar Liter umpumpen. Wir waren der Meinung, dass insgesamt in beiden Tank ca. 130 Liter Benzin waren als wir den Bus im Mai abstellten. In der Werkstatt stritt man ab, dass mit unserem Fahrzeug unnötige Kilometer gefahren worden sind. Ein abzapfen des Sprits sei auch unmöglich gewesen. Das überzeugte uns nicht, das Gegenteil beweisen können wir aber auch nicht.

24. bis 26.09.2016 Swakopmund
Wir verbringen die Tage mit einkaufen, am Meer spazieren wo wir Delfine beobachteten und natürlich auch mit Kaffee und Kuchen.
Am Samstag beschlossen wir die Abfahrt Richtung Süden auf den Dienstag festzulegen, so hatten wir noch Zeit die Einkäufe für die ersten Reisetage zu tätigen und uns im Bus wieder einzurichten.
Am Sonntag brachten wir noch den Mietwagen zurück zu Avis.

27.09.2016 Swakopmund – Mount Etijo Lodge
Heute starten wir also unsere vierte Tour mit dem Bus. Bis kurz vor dem Losfahren hatten wir geplant uns Richtung Süden nach Solitaire auf den Weg zu machen, im Radio hörten wir aber, dass das Wetter im Norden wärmer sei. So entschlossen wir uns für den Norden und die Etosha Pfanne. Unsere erste Übernachtung hatten wir auf dem Camping der Gästefarm Onduruquea geplant. Hier waren wir schon zweimal. Als wir um zwei Uhr dort ankamen erklärte man uns, dass der Campingplatz geschlossen sei. Die Farm wurde in der letzten Zeit zweimal überfallen und darum war es den Besitzern zu riskant Leute auf dem Campingplatz zu haben. Da beschlossen wir noch 100 Kilometer weiter zu fahren und übernachteten auf dem Camp Dinosaurus der zur Mount Etijo Lodge gehört. Hier waren wir die einzigen Gäste ausser den herumstreunenden Pavianen und einigen Pferden.

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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3 Antworten zu Flug OK, Bus nicht ganz

  1. Jonathan Germann schreibt:

    Äs liebs Grüessli us em schöne Überlingen, gniessed euri Abentür. Ab em 09.Oktober bini für 2 Wuche z’Zimbabwe für nes Assesment vo de Gsundheits Irichtige im Matabeleland. Stationiert bini im Matopos. Sid gsägnet ou äs Grüessli vor Sylvia

  2. Swissnomads schreibt:

    Liebe Silvia, lieber Joni

    Schön von Euch zu hören.
    Wir bewundern Euren Einsatz, den Ihr immer wieder für Afrika leistet.

    Zimbabwe werden wir auf dieser Reise hoffentlich auch besuchen können, aber das wird erst nächstes Jahr sein.

    Herzliche Grüsse
    Emanuel und Christine

  3. Pingback: Letzte grosse Fahrt | Africa Nomads

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