Wieder Daheim

14.05.2015 Swakopmund

Unsere kleine Zweizimmerwohnung auf Gut Richthofen ist 20 Kilometer von der Küste entfernt und damit in der Wüste. Hier ist es immer ein paar Grad wärmer und entweder nebelfrei und er verzieht sich wenigstens schneller. So war es auch an diesem Tag als wir aufstanden war es zwar draussen noch grau, aber frühstücken konnten wir dann draussen an der Sonne. Später fuhren wir in den Ort um ein wenig am Strand zu spazieren. Daraus wurde aber nichts. In der ersten Hälfte Stadt war noch Sonne, aber je näher wir zum Atlantik kamen um so nebliger wurde es. Die Luft war richtig feucht.  So machte es keinen Spass zu spazieren, vor allem in kurzen Hosen. Wir machten ein paar Einkäufe und kehrten zurück. Ja, Kuchen hatten wir auch gekauft und assen ihn draussen auf unserer Terrasse in der Sonne!

Für das Abendessen hatten wir einen Tisch im The Tug reserviert. Da haben wir dann auch superfeinen Fisch gegessen. Bei der Hinfahrt begann der Nebel auf bereits auf halber Strecke und zurück war es den ganzen Weg ziemlich neblig. Das letzte Stück, auf guter Piste, aber ohne Markierungen, war dann besonders gespenstig weil man kaum Anhaltspunkte hatte, wo man sich gerade befand.

15.05.2014 Swakopmund

Pfingsten wird hier nicht gross gefeiert und der Pfingstmontag ist auch kein Feiertag. Was nicht erstaunlich ist denn solche gibt es mehr als genug. So ist am 25. Mai Africa Day und da der 1. Mai dieses Jahr auf einen Sonntag fiel war dafür der folgende Montag Feiertag. Nun diskutiert man im namibischen Parlament einen Vorschlag aus Angola, den SADC-Befreiungstag einzuführen. Wenn die so weiterfahren wird es einfacher sein, auf dem namibischen Kalender die Arbeitstage rot zu markieren statt umgekehrt.

Auch an diesem Tag war es in der Stadt neblig und motivierte uns nicht zum Strandspaziergang. Wir schauten wir wenig den Leuten zu, kauften danach Kuchen im Kaffee Anton und dann wieder wie am Vortag.

16. und 17.05.2016 Swakopmund

Wir genossen die Wärme draussen in der Wüste. Einen Spaziergang am Meer schafften wir auch noch mit wenig Nebel. Wir räumten den Bus ein wenig auf und sortierten aus was wir nach Hause nehmen wollten. Die Leute von der Reiseversicherung haben zwar nicht mehr angerufen, aber Christine hatte beschlossen am Tag vor dem Flug den Gips aufschneiden zu lassen. Wir wollten es nicht riskieren, dass Air Namibia uns dann nicht mitnehmen will.

18.05.2016 Swakopmund

Schon am Vorabend hat der Wind den Nebel bis zu uns geschoben, so dass wir das erste Mal drinnen frühstückten. Kaum waren wir damit fertig war die Sonne auch schon wieder da. Wir haben dann den Bus weiter aufgeräumt und den Koffer gepackt. Wir nehmen nur einen mit da es mit dem Gips am Arm für Christine sehr umständlich ist. Wie sich herausstellte brauchen wir auch nicht zwei. Eigentlich blöd, wo wir als Business-Passagiere doch je 25 Kilo mitnehmen könnten.

Am Nachmittag fuhren wir zur Mediclinic um den Gips wie geplant aufschneiden zu lassen. Dort war aber kein Arzt verfügbar und die Pflegefachfrau schickte uns ins „Cottage“ auf die andere Strassenseite wo Doktor Meintjes seine Praxis hat. Ohne grossen Kommentar schrieb er die Verordnung mit der wir zu einer Pflegefachfrau geschickt wurden. Er hat ja schon letzte Woche seine Meinung zu den übervorsichtigen europäischen, insbesondere den Schweizer Ärzten gesagt. Der Gips wurde dann mit einer Art Fräse in wenigen Minuten aufgeschlitzt. Das kostete nur etwa 10 Franken und wir waren draussen.

Auf Grund unserer Erfahrungen mit Kliniken und Ärzten in SA und Namibia würden wir der Mediklinik in Otjiwarongo fünf Sterne geben, was Freundlichkeit, Zuwendung und Kompetenz angeht., hier gäbe es drei.

Zum Abendessen gingen wir  ins Restaurant Jetty. Dort nutzten wir die Gelegenheit noch einmal Fisch mit Blick auf das Meer zu essen. Vom Meer sahen wir nicht viel da es schon stockdunkel war aber es schmeckte trotzdem gut.

19.05.2016 Swakopmund – Windhoek

Am Morgen konnte Emanuel mit Susanne nach Swakopmund fahren, um den Mietwagen bei AVIS abzuholen. Dann musste noch der Bus in die Halle gebracht werden, wo sich Emanuel diesmal vergewisserte dass die Batterien auch geladen wurden. Beim einladen unsers einzigen Koffers hatte Emanuel aber das Gefühl dass die erlaubten 25 Kilo deutlich überschritten waren.  Da musste „der Bauer einen Plan machen“, wie man hier so sagt.

Dann ging es los Richtung Windhoek. Wir kamen flott voran, jedenfalls flotter als sonst mit unserem Bus. Für 360 Kilometer brauchten wir etwa dreieinhalb Stunden. In Windhoek war unser erstes Ziel das Cafe im Craft Center. Dort haben wir, die treuen Blogleser werden es schon vermuten, Kaffee und Kuchen bestellt. Da machten wir auch unseren Plan um das Gepäckübergewicht zu lösen. Wir kauften einen kleinen Kabinenkoffer und im Parkhaus verfrachteten wir so viel wie möglich vom grossen in den kleinen Koffer.

Da wir viel Zeit hatten nahmen wir gemütlich die 40 Kilometer zum Flughafen unter die Räder. Gerade vor dem Flughafen ist eine neue Tankstelle, da konnten wir den Tank  füllen und den Wagen bei AVIS abgeben.

Da wir mehr als drei Stunden vor dem Abflug am Airport ankamen, waren die Check-In Schalter noch geschlossen, Jedenfalls die für Economy, dort standen auch schon einige dutzende Passagiere. Als Business Class Kunden konnten wir aber bereits am einzigen offenen Schalter einchecken. Wir hatten gut daran getan einen zweiten Koffer zu besorgen denn insgesamt hatten wir gut 30 Kilo Gepäck dabei. Bis zum Boarden wollten wir uns in der Business Lounge aufhalten, wo wir uns mit Trinken und Essen hätten eindecken können, so wir denn Hunger gehabt hätten. Es war alles kostenlos und wir beobachteten einen Mann der sich ettliche Tüten Chips in den Rucksack packte. Bei diesem Anblick fragen wir uns ob es im Flieger nichts zu Essen gibt.

Auch beim Boarden waren wir privilegiert und kaum sassen wir, wurde uns Champagner angeboten. Also wussten wir dass es sicherlich zu trinken gab. Als wir dann auf Flughöhe waren, kam auch das Essen, und was für ein Schlemmer Menu! Eine Vorspeise, eine Auswahl von vier verschiedenen Hauptgängen und dann noch eine von drei Desserts. Dazu natürlich eine grosse Auswahl an Getränken. Das Beste waren aber dann die Sitze, man konnte sie zu einem Bett ausfahren. Obschon wir wegen dem Fluglärm und den häufigen Turbulenzen nicht durchgeschlafen haben, sind wir doch um einiges entspannter durch die Nacht gekommen als bei früheren zehnstündigen Flügen.

In Frankfurt angekommen, hatten wir genügend Zeit um einen direkten Zug nach Basel zu nehmen. Mit dem Flugticket hatten wir auch noch eine Bahnkarte für Deutschland in der 1. Klasse bekommen. In Basel wurde es dann aber etwas hektisch weil der Zug mit Verspätung ankam. Es blieben uns nur drei Minuten um vom Gleis 12 zum Gleis 6 zu gelangen. Wir stiegen in die nächstgelegen Türe ein, und der Zug rollte sofort los.

Für die Fahrt nach Bern hatten wir aber nur 2. Klasse gelöst, befanden uns aber in einem 1. Klasse Wagen. Wir liefen mit unserem Gepäck  durch den schwankenden Zug. Für Christine war das sehr beschwerlich da sie den kleinen Koffer schleppte und sich mit der linken Hand nicht abstützen konnte. Nach dem vierten Wagen trafen wir auf einen Schaffner der uns erklärte, dass wir in die falsche Richtung gingen und im oberen Stockwerk wieder zurücklaufen müssten um in die 2.Klasse zu gelangen. Emanuel hatte in zwischen beide Koffer genommen konnte sich nun auch nicht abstützen, aber inzwischen hatten wir den Bahnhofbereich mit den vielen Weichen verlassen und  kamen beide unversehrt im richtigen Abteil an. In Bern erwartete und Emanuels Schwester, die uns dann nach Kirchberg fuhr. Schön, endlich daheim.

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Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika zu "erfahren". Wir machen aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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Eine Antwort zu Wieder Daheim

  1. Themba schreibt:

    Welcome back! Erstmals gute Heilung und dann hoffentlich tolle Sommertage in der Schweiz.

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