Langstreckenfahrten

11.05.2016 Ghanzi – Gobabis

Zur Lodge gehört auch ein Game Park und wir sahen aus der Ferne Gnus, hörten in der Nacht Zebras wiehern und Löwen brüllen.

Als wir zusammen packten bemerkten wir gefühlte millionen kleiner Mücken die im Bus übernachtet haben. Zum Glück haben wir oben über dem Bett ein Moskitonetz. Wir versprühten ein Insektizid aber während das wirkte, umschwirrten uns weithin millionen Mücken.

Auf der Fahrt zu Grenze herrschte relativ wenig Verkehr aber der Wind bremste uns immer noch aus. Bei der letzten Tankstelle vor dem Zoll, füllten wir den Haupttank noch einmal. Bei knapp 70 Rappen pro Liter lohnt sich das.

Der Grenzübergang auf der Botsawana Seite verlief problemlos, aber auf der namibischen Seite wurde auch dieses Mal kontrolliert wie lange wir in diesem Jahr schon in Namibia waren. 15 Tage wurden uns also von den 90 Tagen abgezogen. Das ist uns im Moment egal, da wir jetzt eh nicht vorhaben solange zu bleiben. Aber wir kommen ja dieses Jahr wieder. N$ 506 mussten wir diesmal wieder für dir Strassenbenützung bezahlen und dann wollten wir gern das Carnet abgestempelt haben. Als Emanuel sah, dass zwei junge Frauen in Uniform hinter dem Tresen standen, war er schon sicher, dass es nichts wird mit dem Stempel. Eine der Dame fragte wo hin wir wollten, Swakopmund genügte ihr nicht als Antwort. In welches Land wir später reisen würden wollte sie wissen. Er erzählt ihr, dass wir das Fahrzeug in Namibia stehen lassen würden, weil Christines gebrochener Arm eine Operation benötige und wir für diese in die Schweiz müssten. Die kleine Schummelei funktionierte und wir hatten den Stempel im Carnet de Passage. Beim Ausgang der Zollstation wurden wir noch gefragt ob wir Laptop oder einen Fernseher mit führen würden, was wir natürlich verneinten, nicht ganz wahrheitsgemäss, aber wir wollten weiter. Kurz hinter Gobabis war noch eine Polizeikontrolle wo man noch die Quittung der Strassenbenützungsgebühr sehen wollte. Auf dem Führerschein suchte der Polizist noch das Ablaufdatum, was es ja auf unseren Führerscheinen nicht gibt. Er wollte ist wissen warum nicht. Ja, da kamen wir direkt in Erklärungsnotstand-  das wissen wir auch nicht. Dass es eine laminierte Kopie war merkte auch er, wie alle anderen Polizisten vor ihm auch nicht.

Die Zufahrtstrasse zu der West Nest Lodge erreichten wir bald einmal. Die Tafel zeigte an, dass es noch 5km bis zum Ziel sindi, aber das GPS deckte die Schummelei auf, es waren noch knapp 10km mittelmässige Piste bis dorthin. Es gibt dort nur zwei Plätze mit eigenem Bad und Abwaschmöglichkeit, noch ein Tented Camp, einfache Zelte und Chalets. Der Platz ist wie meistens in Namibia Namibia sandig aber hier war wenigstens kein Tiefsand.

Löwen waren hier keine zu hören, aber Schakale und Zebras machten sich ab und zu bemerkbar.

370km 5:10h

12.05.2015 Gobasis – Swakopmund

Da Namibia  Winterzeit hat, mussten wir unsere Uhren um eine Stunde zurückstellen. Dadurch standen wir an diesem Tag auch etwas früher auf. Um halb neun waren wir dann auch schon wieder auf Achse.

Dalmatinerschwein? West Nest Lodge

Der Wind war auch mit von der Partie und keine grosse Hilfe. Aber wir kamen trotzdem recht gut vorwärts. Das Zentrum der Hauptstadt  Windhoek konnten wir durch den Vorort Klein Windhoek umgehen, was bremstechnisch ein grosser Vorteil war. Unser Tagesziel Okahandja hatten wir schon um zwölf erreicht, so beschlossen wir spontan bis zum Gut Richthofen bei Swakopmund weiter zufahren. Dort hatten wir uns für den nächsten Tag bereits per SMS angemeldet,  so meldeten wir nun noch dass wir schon etwa um 17:00 Uhr ankommen würden. Um 16:10 wurden wir dann von Michael empfangen und konnten „unsere“ Wohnung beziehen. Es war irgendwie wie Zuhause ankommen. Auch  Mina die Hausangestellte fiel uns zur Begrüssung um den Hals..

Gestartet bei 1444 M.ü.M dann bis auf 1927 M.ü.M steigen, um das Ziel auf 67M.ü.M zu erreichen

538km 7:08

13.05.2016 Swakopmund

Seit langem übernachteten wir wieder in einem Bett und mit einem Dach über dem Kopf. Ostern in Bluebergstrand war es das letzte Mal.

Nach dem Frühstück fuhren wir zu Jim Ross in die Werkstatt. Mit ihm wollten wir einen Termin für den Einbau der Windschutzscheibe, die Reparatur der Bremsen und eine komplette Wartung des Busses vereinbaren. Nächste Woche ist er aber ausgebucht. Was aber nicht schlimm ist, er kann Nelson auf Gut Richthofen holen wenn es ihm passt. So können wir unsere Zeit in Swakopmund ohne grossen Stress verbringen.

Wer stresste ist aber Etimed unsere Reiseversicherung beim TCS.. Die wollten unbedingt dass Christine ihren Gips für den Flug aufschneiden lässt, weil uns Air Namibia unter Umständen nicht in Flieger lässt. Bei einem frisch angelegten Gips ist das logisch, denn durch den verringerten Luftdruck in der Flugzeugkabine, kann der Arm noch mehr anschwellen und das wird dann schmerzhaft und kann gesundheitsschädigend sein.  Der Verband wurde aber schon vor drei Wochen angelegt und bis wir fliegen sind es dann schon 4 Wochen. Da sollte es eigentlich kein Problem sein. Aber Case Manager und Ärzte rufen uns täglich an, und beharren darauf. Wenn sie uns telefonisch nicht erreichen schreiben sie Mails. Irgendwie ist das ja nett, dass sie sich so um uns kümmern, aber…. Wir zeigten den Gipsarm einem Arzt und erhielten ein Attest, dass er kein Problem sehe, wenn sie damit auf einen Langstreckenflug geht.

Einen Flug haben wir für den 19. schon gebucht. Nur um einen Mietwagen für die Fahrt zum Flughafen nach Windhoek  müssen wir uns noch kümmern.

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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