Hitze und Elefanten

10.04.2016 Plettenberg Bay

Unseren letzten in Plett Tag verbrachten wir mehrheitlich am Strand der Lagune. Da es wieder Ebbe war konnten wir auch an diesem Tag zur Sandbank rüber waten und sogar ein paar erfrischende Schwimmzüge waren möglich.

Am Abend bekamen wir Besuch von Lutz und später kam auch noch Anette dazu. Lutz Pinkepank ist Besitzer des gleichnamigen B&B im Ort. Wir kennen uns schon lange und wir haben schon oft bei ihm übernachtet. Mit den Beiden verbrachten wir einen sehr schönen Abend.

11.04.2016 Plettenberg – Port Elizabeth

Für unseren Abreisetag hatte die Wettervorhersage 31 Grad angekündigt und es wurde richtig heiss.

Nachdem wir zusammen gepackt haben, fuhren wir nur ein kurzes Stück bis zu Thyme & Again einem Farmstall und Restaurant an der N2. Hier gab es viele feine Sachen und wir deckten uns für die nàchsten Tage mit allerlei Esswaren wie Brot, Marmelade, Fleisch, Eier u.s.w. ein, so dass wir nicht mehr einen Supermarkt aufsuchen mussten.

Dann fuhren wir das letzte Stück der Garden Route fast nonstop durch. Nur wegen einer Biene, die sich in den Bus verflogen hatte und für einen kurzen Pit Stop an einer Tankstelle schalteten wir einen Halt dazwischen. Das Thermometer im Bus stieg auf 39,5 Grad an. Eigentlich wollten wir die im Farmstall gekauften Quiches unterwegs essen, fanden aber keinen einzigen Picknickplatz auf dem ganzen Weg. So hielten wir schliesslich in Port Elizabeth am Strand an und assen sie dann mit Meerblick.

Am Meer entlang waren alle Ampeln ausgefallen, was hier aber kein grosses Problem ist. Die Fahrer verhalten sich wie an den Vierwegstopps, wer zuerst kommt, fährt zuerst.

Bei der Pine Lodge checkten wir für die nächsten drei Nächte auf dem Campingplatz ein. Wir bekamen wieder den Platz Nummer 14. Das ist einer der grössten liegt, aber direkt neben dem Stromgenerator. Und dieser war wegen des Stromausfalls eingeschaltet. Zum Glück dauerte es aber nicht mehr lang und der Lärm hatte ein Ende. Kurz nach zwei Uhr hatten wir unsere Marquise bei grösster Hitze aufgebaut. Als wir dann eingerichtet waren, ging es schnurstracks zum Pool zum abkühlen.

Abends war es auch noch ziemlich warm, so dass wir noch lange in T-Shirt und kurzer Hose draussen sitzen konnten. Bis dann starker Wind auf kam, der noch die ganze Nacht anhielt und unseren Bus durchschüttelte.

  1. und 13.04.2016 Port Elizabeth

Der Wind liess am frühen Morgen langsam nach und der Himmel war teilweise bewölkt. Bis am Mittag hatten wir dann wieder klaren Himmel aber es war nicht mehr ganz so heiss wie gestern. Christine nutzte den Tag um unsere Wäsche zu waschen.

Einen langen Spaziergang am Meer entlang machten wir am zweiten Tag. Man hätte hier sackweise Muscheln und Schneckenhäuser einsammeln können. Zum baden eignet sich die Gegend hier aber nicht wegen der Felsen.

14.04.2016 Port Elizabeth – Addo Park

Zusammenpacken, einkaufen und dann auf zum Addo Elephant Park. Einen Campingplatz online zu buchen hatten wir schon vor einigen Tagen versucht, aber alle Caravan-Stellplätze waren in den nächsten  zwei Wochen ausgebucht. Bei den Zeltplätzen sah es nicht viel besser aus. Auf gut Glück fuhren wir zum Main Camp wo man uns sagte, dass nur zwei Zeltplätze für eine Nacht zur Verfügung stehen. Diese waren eher klein aber wir hatten hier auch schon mal auf einem solchen gestanden. Beim zweiten Versuche fanden wir das geeignete Plätzchen für unseren Bus. Wir mussten ihn diagonal auf den Platz stellen damit er nicht zu weit auf den Weg hinaus ragte. Wir stellten noch Stühle und Tisch auf um ihn als besetzt zu markieren und machten  noch eine Runde durch den Park, aber ausser 4 Elefanten etlichen Zebras und Kudus waren nur noch viele Warzenschweine zu sehen.

Zebraflucht animiert

Auf dem Rückweg hatten wir die tief stehende Sonne direkt vor uns und unsere dreckige Frontscheibe machte das Fahren und eventuelle Tiersichtungen sehr schwierig.

Für das Nachtessen hatten wir einen Tisch im Camp-Restaurant gebucht. Da hatten wir eine sehr nette und fröhliche Kellnerin und das Essen schmeckte auch.

15.05.2016 Addo Park

Am Vorabend hatten wir beschlossen, an diesem Tag  früh aufzustehen und erst unterwegs zu Frühstücken. Damit hofften wir etwas mehr Tiere zu sehen denn an diesem Tag sollte es laut Wetterprognose 39 Grad werden. Kaum waren wir aus dem Main Camp raus, stand die Aufgehende Sonne genau vor uns. Wir wollten doch  gestern noch die Scheibe putzen….

Irgendwie hatten die Tiere unseren Vorsatz sich nicht zu eigen gemacht, auf jeden Fall sahen wir nicht viel.

Auf Jack’s Picknick Site machten wir dann Frühstückspause. Etwas lästig waren mehrere Vögel, die sich frech auf den Tisch stellten und versuchten etwa zu erbetteln oder notfalls auch zu klauen.

Offenbar hatten Besucher trotz Verbotstafeln die Viecher gefüttert. Nach dem Essen fuhren wir wieder zurück zum Hapoor Damm wo aber immer noch nicht viel los war.

Dann fuhren wir eine grössere Schleife, um noch einmal zum grössten der künstlich bewässerten Dämme zurück zu kommen. Da hatten sich dann schon viele Elefanten in Gruppen rund um das Wasser versammelt und es kamen immer noch mehr dazu. Herden gehen nach und nach zum Damm, so dass sie sich nicht zu fest in die Quere kommen.

Alle Herden bis auf eine waren sehr ruhig und liefen mit etwa 10 Meter Abstand vor den parkierten Autos durch. Nur die eine hatte scheinbar ein schwieriges Familienmitglied. Eine Kuh jagte das Jungtier jedenfalls weg und irgendwie hatten die andern Tiere nicht so richtig mitbekommen was los war. Die erwachsenen Elefanten drehten sich aufgeregt, den Kopf schüttelnd im Halbkreis uns zu. Das dauerte aber nur wenige Sekunden und schon beruhigten sie sich wie auf Kommando wieder. Es kam so überraschend dass wir davon keine Bilder gemacht haben, aber es war ein eindrücklicher Moment.

Im Park gibt es viele kleinere Wasserlöcher welche wegen der herrschenden Trockenheit aber schon lange leer sind. Grass gibt es auch kaum noch, deshalb fressen die Elefanten jetzt die Büsche von denen es hier  im Überfluss gibt.

 Die Kap Büffel machen das nicht und deshalb haben wir einige gesehen die sehr mager waren.

Als dann so um die Mittagszeit das Thermometer im Bussinneren 40,5 Grad anzeigten fuhren wir zum Main Camp und fragten als erstes ob ein Platz frei sei. Tatsächlich hatten wir Glück den Zeltplatz Nummer eins konnten wir haben. Das ist der grösste dieser Kategorie. Schnell stellten wir wieder etwas von unserem Inventar auf und dann fuhren wir zum Pool um und verbrachten die heissesten Stunden im Wasser.

Zirka um drei fuhren wir noch einmal in den Park um zuletzt noch einmal beim Hapoor Damm eine Zeitlang zu stehen. So spektakulär wie zwischen elf und zwölf war es nicht mehr, aber es kamen noch einige Gruppen vorbei. Darunter befand sich auch ein noch nicht ausgewachsener Elefant, der nicht auf seinem rechten Vorderbein stehen konnte. Es war sehr geschwollen und vielleicht gebrochen. Es war ein trauriger Anblick zu sehen wie er versuchte vom Wasser weg zu humpeln.  Es näherten sich ihm immer wieder Artgenossen und es sah aus als wenn sie ihn trösteten und sich von ihm verabschiedeten. Wir fragten uns ob er eine Überlebenschance hat, schliesslich gibt es im Addo Löwen und Hyänen.

Vom Addo und anderen Orte haben wir noch mehr Fotos HIER hin geladen.

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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Eine Antwort zu Hitze und Elefanten

  1. Annette schreibt:

    Das ist ja ein schönes Foto geworden… toll und ich bin bei Euch verewigt :-)) eine Erinnerung an den schönen Abend mit Euch. Herzliche Grüße Annette

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