Ab in wärmere Gefilde

26. bis 29.03.2016 Bloubergstrand Endless Summer

In der Nacht von Freitag auf Samstag kam, wie voraus gesagt, der Regen. Da der Himmel am Morgen immer noch ziemlich bewölkt war beschlossen wir zum Canal Walk Einkaufszentrum zu fahren. Emanuel wollte sich eine dreiviertel Cargo-Hose kaufen leider war der Ausverkauf in den meisten Shops vorbei und wir fanden keine mehr. Nach unzähligen Kilometern Shopping besorgten wir uns noch eine Kühlbox die über einen 12 Voltanschluss verfügt. So können wir unsere Kühlschrankkapazität um etwa die Hälfte vergrössern.

Am Nachmittag machten wir dann noch einen Strandlauf, oder besser gesagt einen Parkplatzlauf. Der Wind bliess so stark, dass wir schon auf dem parallel zum Strand verlaufenden Parkplatz genügend sandgestrahlt wurden.

Zu Nachtessen wollten wir den Braai benutzen, aber das scheiterte am Regen.

Für den Osterspaziergang fuhren wir zum Strand in Melkbos. Bei Ebbe konnten wir ein paar Kilometer über einen breiten und  ziemlich flachen Strand laufen.

Später sind wir noch am Bloubergstrand spaziert. Am Abend konnten wir dann unser Straussenfilet doch noch auf der Holzkohle braten.

Am Montag war wieder einmal Waschtag und am Nachmittag sind wir dann zum High Tea ins Mount Nelson Hotel gefahren. Das ist eins der besten Hotels in Kapstadt, sicher eines der traditionsreichsten. Wir fuhren mit unserem Bus bis auf den Parkplatz des Hotelgeländes. Auf der sonnigen Terrasse konnten wir aus dutzenden verschiedener Teesorten auswählen. In Erinnerung an unsere Ägyptenferien, bestellten wir Hibiscus Flower Infusion. Nein, den gab es nicht intravenös. Dazu konnten wir uns an einem Patisserie-Buffet selber bedienen und bekamen auch diverse salzige Brötchen und Minipies andere leckere Sachen an den Tisch gebracht. Zum Schluss gabs noch Scones mit Butter, Erdbeermarmelade und Schlagrahm.  Wir waren so papsatt dass wir kein Abendessen brauchten. Und das für knappe 40 Franken.

Es ist  Dienstag nach Ostern und wir hörten im Radio viele Staumeldungen in und um Kapstadt. Gut dass wir nicht zur Arbeit müssen. Das ist hier der tägliche Wahnsinn, wenn wir mal nach drei Uhr auf dem Weg zum Zeltplatz waren sind wir regelmässig im Stau gelandet. Schlimmer wie die A1 von Bern nach Zürich!

30.03.2016 Bloubergstrand – Heidehof bei Gansbaai

Als wir unseren ganzen Plunder wieder in den Bus räumten. nieselte es ab und zu. Und als wir los fuhren war der Himmel noch sehr bedeckt, so dass wir nicht wussten ob wir besser die kürzere Inlandstrecke nach Gansbaai, oder die schönere Küstenstrasse nehmen sollten. Erst kurz vor dem Sir Lowry‘s Pass beschlossen wir doch die etwas längere aber viele schönere Strasse am Meer entlang zu fahren. Die meiste Zeit hatten wir auch Rückenwind, was mit unserm Bus eine grosse Hilfe ist. Ab Kleinmond haben uns die seitlich kommenden Böen ganz schön durch geschüttelt. Es war auch nicht ganz einfach den Bus in der Spur zu halten.

In Hermanus machten wir einen Zwischenstopp, denn Christine wollte zum Frisör. Sie bekam einen Termin für den nächsten Vormittag. Danach besuchten wir noch Andrea und Bernd, die wir letztes Jahr in Mountain Breeze kennen gelernt hatten. Es gab Kaffee und Apfelkuchen mit Vanilleeis. Es war schön sie wieder zu treffen, aber wir mussten dann bald wieder weiter, denn wir hatten uns bei Schweglers auf dem Heidehof angemeldet.

Von Hermanus dorthin war es dann noch einmal ein Stunde zu fahren. Von Matia und Walther wurden wir herzlich empfangen und Pita, die Riesenschnauzer Dame bellte uns erst mal wieder ausgiebig an.

31.03.2016 Heidehof – Hermanus

Der Heidehof ist eine sogenannte Fynbos-Farm. Fynbos ist die natürliche Vegetation dieser Gegend. Unteranderem beinhaltet diese die bekannten verschiedenen Proteas. Die Hauptblütezeit ist etwa im November, deshalb hatte es während unserem Besuch nur noch ganz vereinzelt Blumen auf dem Feld.

Das Farmhaus liegt ungefähr sieben Kilometer landeinwärts und  etwas erhöht. Von dort hat man eine schöne Aussicht von Gansbai bis Pearly Beach und auf das Meer. Sie haben ihre eigene Quelle und produzieren Strom mit Solarpanels und Windrad. Zusätzlich haben sie noch einen Dieselgenerator. Die Tochter hat für sich und ihre Kinder ihr eigenes Haus in der Nähe. Sie ist nun auch die Chefin auf der Farm, aber Walter ist immer noch sehr aktiv dabei.

Die nächsten drei Bilder wurden bei unserem Besuch 2013 gmacht.

Auf Wunsch der Autorin Anja Köhler machen wir hier einen Link
zu ihrem kostenlosen E-book Blumenversand.
http://www.blumenversand24.com

Nach dem Frühstück machten wir uns bereit um nach Hermanus zu fahren. Da uns Matia begleitete und unser Bus nur zwei Sitzplätze hat, stellten wir für Christine unseren Reservecampingstuhl hinten rein. In der Schweiz wäre das Strafbar aber hier werden die Leute oft auch auf der Ladefläche des Pickups transportiert. Pünktlich war Christine dann beim Frisör. Matia und Emanuel spazierten derweil am Meer entlang von einem Aussichtspunkt zur anderen. Hermanus liegt an einer Steilküsten und von September bis Dezember kann man hier hervorragend Wale  beobachten.

Auf dem Rückweg machten wir noch einen Halt bei Stanford in der Kleinrivier Käserei wo es guten, gereiften Käse gibt und besuchten einen Honigladen. Abendessen kochten wir zu dritt, was zu etwas Gedränge in der Küche führte, aber lustig war.  Wir verbrachten wieder einen schönen Abend.

01.04.2016 Heidehof – Hartenbos

Wir verabschiedeten uns von Schweglers mit dem Versprechen wieder zu kommen wenn wir in der Gegend sind.

Als wir wegfuhren war der Himmel über dem Heidehof noch blau aber von Gansbaai her zogen Regenwolken Richtung Osten. Wir kamen in den Genuss die neue Teerstrasse nach Elim zu benutzen. Hier haben sie auch die Hauptstrasse durch den kleinen Ort sehr schön hergerichtet. Sie ist mit Bäumen gesäumt und es gibt es jetzt einen Fussgängerweg. Viele der kleinen Häuser sind renoviert oder zumindest frisch gestrichen.

In Bredasdorp  wir kurz den Laden Kapula besuchten. Christine hätte am liebsten das ganze Geschirr gekauft, denn es gab hier sehr schöne Sachen und dazu noch viel günstiger als in den Touristenläden. Aber wir werden das nächstemal einkaufen und dann wieder ein Paket nach Hause schicken.

In der Aloe- Factory in Albertinia haben wir unseren Handcremevorrat aufgestockt und dann ging’s zügig, dank Rückenwind nach Hartenbos. Hier hatten wir einen Platz vorgebucht. Wir standen wieder im Block E wo man direkt am Meer ist. Das ist für uns einer der schönsten Stellplätze in Südafrika.

02.04.2016 Hartenbos

Leonie und Anton haben wir letztes Jahr auf dem Campingplatz von Canon  kennen gelernt. Christine war mit Leonie seither öfter über What’s Up und SMS in Kontakt geblieben. So erfuhren wir, dass sie in Mosselbay auf dem Campingplatz stehen und heute kamen sie uns besuchen. Wir verbrachten einen schönen unterhaltsamen Nachmittag mit ihnen.

Später hat Emanuel seinen Lenkdrachen am Strand fliegen lassen. Ein Junge sprach ihn darauf an. Er durfte den Drachen dann auch übernehmen und ging sehr geschickt damit um. Emanuel schenkte ihm einen kleinen Lenkdrachen, den wir vor Jahren einmal in einem Kleiderladen bekamen und die ganze Zeit mit herum führten.  Der Junge freute sich sehr und probierte ihn gleich aus.

Da es hier schön und wärmer ist, werden wir unseren Aufenthalt um zwei Tage verlängern.

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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