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04.03.2016 Windhoek
In der Nacht hat es wieder geregnet, nicht so lange und weniger intensiv.
Kurz nach neun waren wir bei Ulli’s Services. Er eröffnete uns dass die 70Ah Batterie die er vorgesehen hatte, zu lang wären um in die Kisten unter den Sitzen zu passen. Er hatte dafür 90Ah besorgt, welche etwas kürzer dafür aber höher sind. Das ist ja kein Problem, nach oben haben wir genügend Platz und etwas mehr Leistung schadet auch nicht. Er instruierte einen seiner Mitarbeiter was zu tun sei und dann ging es schon los. Emanuel schaute eine Zeit lang zu, aber dann wurde ihm das zu langweilig und er machte sich an der andern Batterie zu schaffen. Zwischen durch machte er auch bei dem Mechaniker den Handlanger. Als er erklärte, am Montag würde er hier anfangen zu arbeiten, fand der das gar nicht so abartig. Einige Kabel wurden ersetzt oder verlängert und alle Kabelschuhe mussten ersetzt werden. Schliesslich war alles erledigt und es wurden noch zwei kleine Probleme an den Scheinwerfer behoben. Die beiden Batterien inklusive Arbeit haben umgerechnet knapp Fr. 470 gekostet.


Anschliessend war noch Einkaufen für die nächsten Tage auf dem Programm.
Bei Shell noch getankt, wo sie leider keinen Kreditkarten nahmen. Der Liter Benzin kostete umgerechnet 74 Rappen.
Camping:
N$ 250/Nacht
Die Temperatur war deutlich angenehmer als zwei Tage zuvor.

05.03.2015 Windhoek – Mariental
Bevor wir nach Mariental fuhren, machten wir noch einen Abstecher zum The Grove Einkaufscenter. Da wir gestern beim Tanken bar zahlen mussten, war die Brieftasche nachzufüllen. Kann ja sein dass wir unterwegs noch mehr solche antreffen. Bei der Firma Puma hatten wir bis jetzt noch immer Glück, aber die gibt es auch nicht überall. Einen Aussenparkplatz fanden wir sehr schnell und konnten über eine Passerelle den Einkaufstempel erreichen. Natürlich gingen wir auch noch ein bisschen „lädelen“, aber wir hatten heute keine sehr lange Strecke und somit auch genügend Zeit.
Die Fahrt verlief gut da es mehrheitlich bergab ging und meist noch mit Rückenwind. Nur kamen wir etwas vor zwei Uhr am Bastion Farmyard Camping an und auf unser klingeln kam antwortete niemand. Natürlich nicht, denn bis 14:00 ist „Farmers rest“. Wir konnten aber die einzigen Gäste dazu bewegen uns das Tor von innen zu öffnen. Später ist dann Emanuel zum Empfang gelaufen und hat uns ordentlich angemeldet.
Den Nachmittag verbrachten wir dann mit putzen und reparieren. Was sich auch lohnte, denn da es gestern noch geregnet hat, war die Zufahrt nicht staubig und ab morgen wollten wir sowieso nur Teerstrasse fahren.
250km fuhren wir bei relativ angenehmer Innentemperatur bis 34 Grad.

06.03.2016 Mariental – Grünau
Diesmal konnten wir in Mariental im Trockenen zusammen packen. Dann wollten wir unseren Tank wieder füllen, denn die Tankstellen können in Namibia gut 200km auseinander liegen. Zudem hatten wir die bisher längste Strecke zu bewältigen. Christine ist an diesem Tag das erste Mal am Stück über 200km mit dem Bus gefahren.

In Keetmanshoop haben wir noch einmal getankt und Fahrerwechsel gemacht. Da kauften wir uns mangels Kaffee und Kuchen ein Espresso Magnum Eis.

Einige Kilometer weiter regnete es dann wieder, was aber ganz angenehm war, die Innentemperatur fiel gleich um gut 2 Grad.
Endlich auf der Withe House Farm angekommen stellten wir fest, dass es beim Management einen Generationenwechsel gab. Der Sohn, Dolf De Wet und seine Frau haben den Betrieb übernommen. Der Empfang war ebenso herzlich wie sonst, es gab die obligatorischen Rusk* als Willkommensgeschenk und am Abend hat Dolf das Essen in die Chalets gebracht und hat bei uns einzigen Campern nachgefragt ob alles in Ordnung ist.
Am Abend hatten wir auch hier wieder Regen, so dass wir kurz nach neun bereits ins Bett gingen.
Kleiner Camping für 80N$/Person
Diese Etappe war 400km lang und wir hatten Temperaturen bis 39,5 Grad auf dem Thermometer.
*Etwas zwischen einem Keks und Zwieback

07.03.2016 Grünau – Noordoewer
Am frühen Morgen hat es noch einmal geregnet, aber als wir um sieben aufstanden, lichtete sich der Himmel schon und wir frühstückten an der Sonne.
Die Routine beim Einpacken haben wir längst wieder aufgefrischt, so dass wir bald wieder reisebereit waren. Beim Farmhaus machten wir noch einen kurzen Halt um Lammkoteletts und Bratwürste von den eigenen Schafen zu kaufen. Vater De Wet hat uns bei früheren Besuchen seine Produkte immer als das weltbeste, rein biologische Lammfleisch angepriesen. Biologisch stimmt sicher, in Namibia wird nichts dazu gefüttert, deshalb hat es hier auch keinen BSE (Rinderwahnsinn) gegeben.
Unser Ziel war an diesem Tag das Felix Camp, aber Frau de Wet hat uns Amanzi Camp direkt am Orange River empfohlen, dort hat es Grasplätze! Der Fluss bildet auch die Grenze zu Südafrika. Das Wasser wird intensiv genutzt um die Obstplantagen und Reben zu bewässern die entlang des Ufers angelegt wurden. Was natürlich nicht ohne Einfluss auf den Wasserpegel bleibt. Dieses Gewässer ist eins von nur zweien, die das ganze Jahr Wasser führen. Der andere Fluss ist der Kavango ganz im Norden des Landes und bildet die Grenze zu Angola.

Am Abend als Emanuel den Grill aus der Tasche auspackte entdeckte er einen kleiner, schwarzer Skorpion, der offensichtlich am letzten Abend vor dem Regen oder dem Tageslicht darin Schutz suchte.

Grosser Camping mit Stellplätzen auf Gras. 230N$.

Diese Wegstrecke war mit 170Km ein Katzensprung im Vergleich zum Vortag und insgesamt nur etwa 10Km davon auf Piste.

Die Innentemperatur war höchstens 28 Grad mussten wir zeitweise sogar die Fenster etwas hochkurbeln, aber weniger wegen der Kälte als wegen dem Wind.

08.03.2016 Noordoewer – Rondeberg Resort

An diesem Tag wollten wir noch einmal eine lange Strecke fahren, zudem hatten wir einen Grenzübergang vor uns.

Zuerst mussten wir aber noch tanken. Da in Namibia Benzin billiger ist als Südafrika haben wir gleich 100 Liter genommen.

Am namibischen Zoll, lief alles glatt, nach einer Roadtax hat niemand gefragt. Bei der Einreise letztes Jahr haben wir eine bezahlt aber diese ist nur drei Monate gültig und bei der Ausreise sollte man die am Zoll abgeben. Also sind wir halt zum südafrikanischen Zoll weiter gefahren. Auch hier keine Probleme und so waren wir ziemlich schnell durch.

Die vielen langen Baustellen die nur einspurig und im Wechselverkehr befahrbar waren brachten oft bis zu 15 Minuten Wartezeiten mit sich.

Am Rondeberg Resort angekommen stellen wir fest, dass auch hier das Management gewechselt hat und zwar schon zum drittenmal innerhalb von 2 Jahren.

Die Strecke von 450km haben wir in insgesamt 7 Stunden geschafft.

Die Temperatur war durchweg unter 30 Grad im Bus, wegen dem starken Wind waren die Fenster meist nur halb geöffnet

09.03.2016 Rondeberg Resort

Heute gönnen wir uns fast einen Ruhetag, jedenfalls einen ohne zu fahren. Dafür hat Christine Wäsche gewaschen und Emanuel reparierte eine kürzlich in der Schweiz gekaufte Bratpfanne. Der abnehmbare Pfannenstiel kam mit samt der Halterung von der Pfanne weg. Die beiden Nieten waren vermutlich nicht richtig angepresst. Mit Bohrer und Nietenzange wurde das Teil etwas stabiler gemacht.

Im Bulshoek Dam sind wir auch noch geschwommen. Auch hier gibte es sehr wenig Wasser, was aber kein Wunder ist, es hat im Western Cape auch schon lange keinen richtigen Regen gegeben. Der See hat nur noch 38% seines maximalen Wasservolumens und die Wetterprognosen sehen keinen Regen für die kommenden Wochen vor.

So haben wir uns etwas aus geruht von der Fahrerei der letzten 10 Tage. In dieser Zeit haben wir immerhin über 2800km zurück gelegt das sind bei einem Durschnitt von 70km/h, gut 40 Stunden fahren.

Grosser Zeltplatz direkt am Stausee, Grasplätze, den Preis wissen wir nicht mehr.

 

10.03.2016 Rondeberg – Avatara Camping

Frühstücken, Tanken, Einkaufen und den Campingplatz Avatara anfahren. Das war unser Programm heute.

Auf dieser Strecke waren es nur drei kürzere Baustellen sodass wir nicht so lange warten mussten.

Wir wollten in der Nähe von Wellington Olivenöl kaufen. Auf der Olyvenbosch Farm gibt es in Karton eingepacktes, was für uns sehr praktisch ist. Nur nehmen sie dort keine Kreditkarten, so dass wir zuerst nach Wellington zu einem Geldautomat fahren mussten, wir hatten ja nur Namibia $. Dann besorgten wir uns noch SIM-Karten für Telefon und Internet Empfang. Olivenöl und Oliven hatten wir dann auch und so ging es weiter zu unserem Lieblings-Sparladen in Stellenbosch. Dafür nahmen wir einen Umweg von 30 Kilometern in Kauf.

Im Avatara hatten wir vorgebucht. Wir staunten nicht schlecht, als wir unsere Nachbarn erkannten. Es waren Annemarie und Kim, die hier im Januar des letzten Jahres schon unsere Nachbarn waren.

Schon bei unserer Ankunft blies ein heftiger Wind, so dass es uns am Abend draussen zu kühl wurde. Wir verkrochen uns ins „obere Stockwerk und schauten uns den Film “Nachtzug nach Lissabon an.

11.03.2016 Avatara Camping

Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zu Christy Sport in Dieprivier. Dieser Laden wurde uns im südafrikanischen Overland-Forum empfohlen, wo Emanuel unser Fiamma-Marquise-Problem beschrieben hatte. Diese fällt nämlich langsam auseinander. Sie ist ausserdem zu kurz und gibt bei schlechtem Wetter zu wenig Schutz. Wir erklärten dem Chef was wir gerne möchten und ein Zeltmacher schrieb die Masse auf. Dieser verspricht uns in etwa einer Stunde telefonisch ein Angebot zu machen. Aber es ist Freitag und wir sind in Afrika und haben bis am Abend keinen Anruf erhalten. Bleibt uns nur bis am Montag zu warten und dann weiter zu sehen.

Wir beschlossen noch nach Strand zu fahren um einen Beachspaziergang zu machen. Dafür nahmen wir die Küstenstrasse mit Blick auf das aufgewühlte Meer.

Beim Strandlauf wurden wir etwas sandgestrahlt, andere leisten sich im SPA für teures Geld ein Peeling.

An diesem Abend war kaum Wind und es war noch schön warm, so dass wir noch bis kurz nach 10 Uhr draussen sitzen konnten.

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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