Back in Namibia

20.07.15 Drotsky’s Cabins – Mahangu Safari Lodge (Namibia)

Nach vier Tagen zogen wir weiter. Emanuel hatte an seinem linken Fuss wieder mehr Schmerzen und hatte neben der Verstauchung nun auch noch einen Gichtschub. Das hat er wegen der Verstauchung etwas spät erkannt. Dummerweise scheinen die in Zimbabwe gekauften Tabletten den Wirkstoff Diclofenac nicht zu enthalten, jedenfalls war keine Besserung festzustellen. Er nahm dann ein Kombiprodukt eine und das zeigt dann Wirkung. Aber am Stock humpeln musste er immer noch. Gut haben wir den mal am Strand einem fliegenden Händler abgekauft. In Shakawe, einem unansehnlichen Grenzort, kauften wir noch ein Brot- mehr war hier nicht zu haben- und wollten noch günstiges Benzin einfüllen. Aber beide Tankstellen waren ausverkauft. Aber Zusatztank und Kanister wren voll und das allein sind 160 Liter. Damit kommen wir auch mit dem durstigen Nelson etwa 800 Kilometer weit.

Am Mohembo Grenzübergang lief alles problemlos ab. Man musste etliche Male ein Formular ausfüllen was vermutlich sowieso nie geprüft wird. Und für die Benützung der namibischen Strassen mussten wir noch 506 N$ bezahlen.

Nach der Grenze fährt man auf einer welligen Schotterpiste durch das Mahango Game Reserve. Für die Durchfahrt muss man nichts bezahlen aber wir sahen ausser vier Impalas und ganz weit weg einige Gnus keine Tiere. Bald erreichten wir die Mahangu Safari Lodge wo wir etwas kühl empfangen wurden aber immerhin zwischen dem Platz 1 und 5 wählen konnten. Dieser liegt direkt am Okavango. Hier sahen und hörten wir unzählige Hippos und auch kleinere Gruppen Elefanten waren am anderen Ufer zu beobachten.

Namibia hat als einziges Land im südlichen Afrika eine Sommerzeitumstellung deshalb müssen die Uhren um eine Stunde vorgestellt werden. Jetzt wo es am Abend endlich wieder etwas länger hell war. Ist es nun wieder sehr früh stockfinster.

  1. und 22.07.2015 Mahangu Safari Lodge

In der Nacht hatten wir das Gefühl ein Hippo steht auf unserem Platz. Der Nachtwächter sagte zwar gestern Abend, dass sie wegen dem Feuer und dem grossen Auto nicht us dem Wsser kommen, aber das Feuer war bald einmal erloschen und in der stockfinsteren Nacht unser Bus kaum zu sehen.

Langsam müssen wir uns um unsere Rückkehr in die Schweiz kümmern. Am Platz haben wir aber keine Internet-Verbindung und die Lodge ist für Emanuels lahmen Fuss ziemlich weit weg. Fahren war auch keine Option denn die Einfahrt zu unserem Platz war eng und man muss ziemlich manövrieren.

Am zweiten Tag konnten wir dann doch zur Lodge laufen, aber Emanuel humpelte am Stock.

Am letzten Tag auf dieser Lodge haben wir uns für eine Sundowner Bootsfahrt entschieden. Statt viel darüber zu schreiben hier einige Bilder des Ausflugs.

Etwas gereiztes Hippo

23.07.2015 Mahangu Safari Lodge – Riverdance Lodge

Am Morgen macht Emanuel die Schiebetür auf und da beobachtet ihn eine Hippo aus etwa zehn Meter Etnfernung. Nur der Kopf schaut aus dem Wasser und er taucht immer wieder geräsuchlos ab und wieder auf. Bis lange nach dem Frühstück bleibt es an der gleichen Stelle.

Wir hatten vom White Sands Camp (früher N//Goabaca Camp) bei den Popa Stromschnellen gehört und wollten uns diesen anschauen. Wir kennen den der es übernommen hatte und man war dabei, das Ganze wieder auf Vordermann zu bringen. Dort bei der Rezeption angekommen, wollten wir den Camping mal besichtigen. Aber die junge Frau wollte N$ 20 dafür. Auch der Hinweis dass wir nur den Camping sehen wollten und nicht die Stromschnellen, machte keinen Unterschied es kostete immer noch N$20. Da wünschten wir ihr einen schönen Tag und machten uns auf den Weg zurück. Unterwegs sahen wir Abzweigungen mit Nummernschildern. Beim 3 bogen wir ab und schauten uns den Platz mal an. Er war sehr grosszügig bemessen aber hier hatte man noch nicht mit den Renovationen begonnen. Uns war es hier auch ein wenig zu einsam und drum fuhren wir dann weiter. Von Glen Roberts einem der Betreiber, den wir persönlich kennen, erfuhren wir später, dass man für den Zutritt zu den Stromschnellen Eintritt verlangt weil Leute aus der Gegend dort hin fuhren, Party machten und die ganzen Abfälle zurück liessen. Aber das Personal muss wohl noch lernen zwischen dem Interesse an einem Campingplatz und Partygängern zu unterscheiden.

Unser nächster Halt war die RiverDance Lodge, die recht hoch über dem Okavango liegt. Man hat von hier eine wunderbare Aussichht auf den Fluss, der wirklich in der Sonne tanzt.

Wir bekamen einen sehr schönen Platz mit eigenem Badezimmer und Abwaschbecken. Leider konnten wir nur eine Nacht buchen, da am folgenden Tag alle vier Plätze schon vergeben waren. Wir meldeten uns gleich zum Nachtessen für das Dreigangmenu an und man nahm sogar auf unseren Wunsch für ein Fischgericht Rücksicht. Wofür wir dankbar waren weil Emanuel wegen dem Gichtschub im Moment auf rotes Fleisch verzichten sollte.

Es schmeckte wunderbar und die Portionen waren gerade richtig für uns.

24.07.2015 Kaisosi River Lodge bei Rundu

Die eher langweilige Strecke von etwa 180 Kilometer bis Rundu führte durch eine buschige und manchmal leicht hügelige Landschaft. Es gab immer wieder kleinere Ortschaften und Kraals zu sehen und somit auch Kühe, Ziegen und Esel auf der Strasse. Hier winkten vor allem Kinder uns zu, einige strecken aber auch die Hand für Geld aus oder machen Zeichen für Essen. Es ist immer schwierig abzuschätzen, ob es wirklich aus Not oder Gewohnheit geschieht. Wir konnten aber Schüler beobachten die scheinbar auf dem Nachhauseweg einen Teller oder Plastikbehälter mit Essen trugen. Es gibt auch in Südafrika Schulen die den Kindern ein Frühstück geben weil sie daheim oft nichts bekommen. Die Gegend hier im Norden von Namibia ist sicherlich eine der weniger privilegierten. Das Land ist sehr trocken und der spärliche Regen bleibt manchmal ganz aus. Der sandige Boden gibt wohl auch nicht gerade viel her. Die Leute hier versuchen mit dem Verkauf von Holzpfählen und Feuerholz an ein wenig Geld zu kommen. Uns lässt das nicht kalt aber wir können auch nicht alle retten.(Dummer Spruch!)

In Rund kauften wir als erstes ein und dann SIM-Karten. Wir wollten bei der Kaisosi Lodge anrufen und einen Platz reservieren, denn wir wollten erst später dorthin fahren. Vorher wollten wir sehen ob man hier an eine neue Windschutzscheibe kommt.

Eine Lastwagengarage die uns da weiterhelfen will fanden wir bei ATR bald einmal. Man telefonierte an etliche Orte aber niemand konnte mit Modell, Jahrgang und Fahrgestellnummer unseres Busses etwas anfangen. Das kennen wir schon, damit hatte man bei Mercedes auch in der Schweiz seine liebe Mühe.

Schliesslich schickte man uns zu PG Glass, in der Hoffnung dass diese Firma uns weiter helfen kann. Wir folgten der erhaltenen Wegbeschreibung aber dort angekommen fanden wir PG Glass nicht. Nach einer 2- stündigen Odyssee durch Rundu (so gross ist der Ort gar nicht!) fanden wir die Firma endlich. Wie wir nun erfuhren ist die Firma nicht nur umgezogen sondern hat auch noch den Namen gewechselt und heisst jetzt EG Glass. Der Chef war leider auch nicht da und wir sollten doch am Montag wieder kommen weil die Angestellte mit unseren Angaben nichts anfangen konnte.

Als wir dann endlich auf dem Campingplatz ankamen und uns eingerichtet hatten bekamen wir ein Mail von Michael Gehrig aus dem Limpachtal. Emanuel hatte ihn in weiser Voraussicht schon m Vortag angeschrieben und um die Mercedes-Teilnummer für die Windschutzscheibe gebeten. Er hat uns schon früher beim Problem mit dem Lenkungsdämpfer geholfen. Und tatsächlich schickte er uns die notwendigen Informationen. Vielen Dank an den Helfer in der Not! Diese Angaben schickten wir per Mail an die Garage ATR.

  1. und 26.07.2015 Kaisosi River Lodge

Nach einer ziemlich kalten Nacht, jedenfalls der kältesten seit Langem suchten wir uns einen Platz an der Sonne um uns beim Frühstück etwas aufzuwärmen.

Danach fuhren wir nach Rundu zu EG Glass, welche wir auf Anhieb fanden, denn inzwischen kannten wir uns hier aus. Wir gaben der Angestellten die Teilnummer für Scheibe und Dichtung weiter und warten nun bis Montag um zu erfahren ob das Material in Namibia erhältlich ist oder nicht.

Wir liefen noch ein wenig durch den Ort, auch durch eine neue Shopping Mall, die aber noch nicht fertig gebaut ist und wo noch viel Ladenfläche zu vermieten wäre. Einige Einkäufe tätigen wir auch noch, nach den „Basic- Läden“ weiter im Norden ist das hier ein luxuriöses Angebot! Dann kehrten wir zum Campingplatz zurück. Am nachmittag setzten wir uns auf die Terrasse des Restaurants der Lodge mit Ausblick auf den Fluss und gutem Internetempfang zum skypen, mailen und Zeitung lesen.

Am Sonntag bleiben wir auf dem Campingplatz.

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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