Konfisziert

05.07.2015 Masumu River Lodge – Victoria Falls

Nur einmal wollte ein Polizist das TIP sehen, aber Christine hielt ihm gleich den Führerschein hin und fragte suggestiv ob er den sehen wollte. Dann vergass er das TIP.

Die gut 300 Kilometer bis Victoria Falls schafften wir in fünf Stunden. Dort steuerten wir gleich das Amadeus Gardens B&B an die aber nur diese Nacht Platz hatten, weil die Lodge danach ausgebucht war. Miriam rief dann aber Hartmut den Besitzer an und so konnten wir im Cottage neben seinem Privathaus untergebracht werden. Leider hatten wir an diesem Abend kein warmes Wasser, aber am nächsten Tag wurde der Mangel behoben.

Wir schilderten Hartmut unser Problem mit dem TIP und er empfahl uns dann, mit dem abgelaufenen Dokument zum Grenzposten nahe an den Wasserfällen zu gehen. Das nahmen wir uns für den nächsten Tag vor.

Das Angebot das Nachtessen im Gästehaus einzunehmen nahmen wir gerne an, hatten wir doch keine Lust mehr in den Ort zu fahren. Das Essen war einfach aber gut. Dabei verbrachten wir eine angenehme Zeit mit den tschechischen Gästen am Nachbartisch. Er war Direktor des Pilsener Zoos und ist schon viel in Afrika herum gereist und hat diesen Urlaub zum 60igsten Geburtstag seiner Frau gebucht. Sie spricht leider kein Englisch, so musste er immer übersetzen. Es waren sehr interessante Gespräche und gelacht haben wir auch viel.

06.07.2015 Victoria Falls

Nach dem Frühstück in der Lodge, fuhren wir gleich zum Zoll an der Grenze nach Simbabwe. Hier mussten wir zuerst warten bis sich jemand um uns kümmerte, dann wurde unser Anliegen dem Boss vorgelegt. Der Boss war dann aber gerade in einer Besprechung. Als er dann Zeit hatte wollte er weitere Papiere sehen, unter anderem die Versicherung. Die wurde uns beim Grenzübergang aber nicht ausgestellt. Dafür hatten wir aber eine Garantie für ein kommerzielles Fahrzeug, was unser Nelson gar nicht ist und somit auch nicht brauchte. Da wurde der Grenzbeamte stutzig und wollte da Fahrzeug sehen. Wir holten es und sein Kommentar: „Nice Vehicel.“ Und er stellte fest dass wir recht hatten. Wieder warteten wir, bis er dies seinem Chef erklärte hatte. Dann aber musste Emanuel beim Chef vorsprechen. Mit Erstaunen und einem schlechten Gefühl traf er auf eine Chefin. Nein, er hat nichts gegen Frauen, aber letztes Jahr beim Erhalten der Einreisesperre nach Südafrika hatte auch eine Chefin das Sagen.

Die Dame war aber nett und nach dem er ihr noch das Carnet de passages gezeigt hatte, war es nicht mehr so schlimm. Aber sie bestätigte was uns schon gesagt wurde, eine 500 Dollar Busse wäre nun eigentlich fällig. Wir mussten aber nur das Carnet abstempeln lassen und für 30 Dollar eine Versicherung abschliessen. Emanuel fiel ein Stein vom Herzen und er bedankte sich bei den Zöllnern für ihr Entgegenkommen.

Nun konnten wir die Victoria Fälle besuchen. Der Sambesi führte dieses mal deutlich mehr Wasser als bei unserm Besuch im Oktober 2009.

Deshalb standen wir zeitweise auch in heftigem Nieselregen und waren bald einmal klitschnass.

Kaffee und Kuchen leisteten wir uns anschliessend auf der Terrasse des noblen Victoria Falls Hotel und Nachtessen im Palms Restaurant der Ilala Lodge, in beiden Etablissements sehr aufmerksamer Service und gutes Essen und nicht sehr teuer.

07.07.2015 Victoria Falls – Kasane (Botswana)

Wir verabschiedeten uns von Hartmut und von den tschechischen Tischnachbarn vom ersten Abend und bekamen von ihnen ein echtes Pilsner Bier.

Bis zum Grenzübergang kamen wir ohne besondere Vorkommnisse. Am Zimbabwe Zoll gab es ohne grosse Diskussion einen Stempel in das Carnet. Es wurde nicht einmal nachgefragt, weil wir laut diesem Dokument scheinbar am Vortag in das Land eingereist waren.

An der Botswana Grenze lief dann aber nicht alles wie am Schnürchen. Zwar bekamen wir einen Einreisestempel, und wir könnten 90 Tage im Land bleiben, und das kostenlos. Dann wieder das Carnet abstempeln lassen und wir konnten weiter. Zurück im Wagen, erinnerten wir uns, dass wir beim letzten Besuch in diesem Land eine Taxe bezahlen mussten. Also wieder zurück zum Zollschalter. Man ist ja lernfähig. Der Beamte dachte, dass wir dieses Jahr schon mal eingereist seien, und die Taxe und die Versicherung sind für das ganze Kalenderjahr gültig. Als mussten wir noch 220 Pula bezahlen. Das konnten wir auch mit Rand, dann waren es aber 290. Wir freuten uns schon dass alles so glatt gelaufen ist, aber dann kam noch eine Kontrolle bei der Ausfahrt vom Zollgelände. Hier wollte tatsächlich eine Beamtin in den Kühlschrank sehen. Diesmal funktionierte der Kühlboxtrick nicht. Sie wollte wissen was in dem Schrank bei der Schiebetür ist. Emanuel musste aufmachen und da lagen zwei Tomaten und zwei Orangen obenauf. Rohes Fleisch, Milchprodukte, Brennholz, Gemüse und Früchte dürfen wegen der Maul und Klauenseuche respektive der Fruchtfliegen nicht importiert werden. Dass wir weiter unten unter dem Gemüse und Früchten auch noch Fleisch hatten hat sie nicht bemerkt. Aber das Entdeckte wurde aber konfisziert. Nicht so schlimm, in Kasane konnten wir uns wieder ordentlich mit Lebensmittel eindecken, was wir auch als erstes machten.

Danach fuhren wir zum Senyati Camp das uns ein Reiseleiter empfohlen hatte. Das bedeutete wieder 10 Kilometer zurück Richtung Kazungula und dann Richtung Süden an einer etwa 3 Kilometer langen, stehenden Lastwagenkolonne vorbei, die vor dem Grenzübergang nach Sambia wartete. Zum Schluss mussten wir noch einige Kilometer Tiefsand überwinden um zu erfahren dass das Camp völlig ausgebucht sei. Da blieb uns nichts anderes übrig als wieder gegen Kasane zu fahren denn dort sind die meisten Campingplätze. Beim ersten Versuch hiess es wieder, ausgebucht. Beim zweiten sagte man zuerst auch ausgebucht aber dann gab man uns einen Reserveplatz, allerdings nur für eine Nacht. Also stellten wir uns auf den Campingplatz der Kubu Lodge. Danach telefonierte Emanuel noch mit etlichen Lodges, aber überall war Camping ausgebucht. Zur Zeit sind in Südafrika Winterschulferien und die Klimaflüchtlinge reisen in den Norden. Wir sind seit dem Krügerpark nicht mehr gewöhnt, dass Plätze ausgebucht sind und das kam hier etwas unerwartet. Aus zwei Foren bekamen wir viele Tipps wo wir es versuchen sollten. Wir vertagten die Entscheidung auf den nächsten Tag.

08.07.2015 Kasane – Mwandi View (Ngoma)

Wir haben beim Frühstück entschieden, dass wir unser Glück in der Nähe der Namibiagrenze versuchen. In Kasane konnten wir noch einige Kleinigkeiten einkaufen und dann tanken. Die einzige Tankstelle im Ort war ausverkauft, kein Diesel und kein Benzin. Wir dachten es wird schon noch eine Tankstelle kommen und fuhren los. Nach einigen Kilometern schaute Emanuel auf dem GPS nach und musste feststellen dass es in diese Richtung keine Möglichkeit gab unsere Tanks zu füllen. Da wir später in den Chobe National Park wollten mussten wir unbedingt tanken, also drehten wir um und fuhren zurück bis nach Kazungula. Hier hatten noch andere Leute die gleiche Idee und an den Tanksäulen stauten sich die Fahrzeuge. Dafür funktionierte der Kreditkartenleser hier nicht, aber wir hatten genug Bargeld dabei. Mit etwa 235 l Benzin in den Tanks und einem Kanister fuhren wir dann endlich los.

Die Strasse führt hinter Kasane durch den Chobe Park und wir konnten sogar einigen Elefanten sehen, wie sie ganz gemütlich über die Strasse trotteten.

Das Mwandi View Camp liegt an einer Ebene durch die sich der Linyati-Fluss schlängelt. Er bildet hier auch die Grenze zu Namibia bis er dann Chobe heisst. Die Anlage ist immer noch im Bau und der Camping besteht aus einem guten Dutzend Stellplätzen, es gibt einen Pool, und es wird mal eine grosse Sonnenterrasse geben von der aus man über die weite Ebene schauen kann. Ebenso wahrscheinlich ein kleines Restaurant. Wir haben auf unserem Rundgang eine richtige Gastro- Küche im Bau entdeckt . Endlich konnten wir wieder auf Gras stehen und hatten Wasser und Strom. Letzteres aber nur am Abend für ca. 5 Stunden und vom Generator, denn der Anschluss ans elektrische Netz ist beantragt, aber hier dauert halt alles etwas länger. Die Toiletten und Duschen sind sauber aber viel zu wenig für die Grösse des Platzes. Auch die Solar-Warmwasseranlage reichte schon bei unserem Besuch, mit nur etwa ein Fünftel der der maximalen Belegung nicht aus. Am Abend fuhren wir mit dem Platzchef auf einen Hügel oberhalb des Camps und beobachteten einen spektakulären Sonnenuntergang.

09.07.15 Mwandi View – Chobe Park

Im Chobe sind die Camps chronisch ausgebucht, es gibt aber oft die Möglichkeit vor Ort einen Platz zu bekommen. So wollten wir es auf gut Glück versuchen. Die ersten 20 Kilometer waren noch geteert und dann fing Piste an und was für eine Piste! An diesem Tag sind wir noch weitere 140 Kilometer auf Sand gefahren. Zum Teil richtiger Tiefsand. Nelson gab alles und für einmal diente die 4×4 Untersetzung nicht nur dazu heftige Steigungen zu überwinden. Aber er machte sein Sache sehr gut und blieb nie stehen oder gar stecken. Nur der Benzinverbrauch war ungefähr 50% grösser als normal.

Am Goha Gate fragten wir als erstes ob im Savuti ein Platz frei ist. Der Ranger rief dort an und bekam eine Absage. So wollten wir halt den Eintritt für den Transit durch den Park bezahlen, aber das führte zu grösseren Diskusionen. Für ausländische Fahrzeuge bis 3499,9 Kilo kostet es 50 Pula und ab 3‘500 Kilo 1000 Pula (ca. Fr. 100). Nun wollte der Herr im Gate- Büro wissen wie schwer unser Bus ist. Zugelassen ist er für 3‘500 Tonne aber Emanuel war nicht einverstanden so viel zu bezahlen, also zeigte er ihm den Fahrzeugausweis und die Zahl für das Leergewicht von 2280 Kilo. Als der Ranger wissen wollte was denn die Zahl darunter für das Gesamtgewicht bedeute, erklärte er ihm, das sei der Hinweis dass man diese Fahrzeuge mit einem Ausweis für bis 3.5 Tonnen steuern darf. Nach einigem hin und her mussten wir dann doch nur 50 Pula bezahlen.

Während dieser Diskussion kam ein weiteres Fahrzeug mit drei Männern, die einen Platz im Savuti Camp für drei Tage reserviert hatten. Emanuel fragte diese, ob sie etwas dagegen hätten für eine Nacht oder zwei den Platz mit uns zu teilen. Der Ranger wollte aber davon nichts wissen, die Plätze seien für eine bestimmte Anzahl Personen gebucht und damit hat sich‘s. Alberto, so hiess der älteste der Männergruppe gab Emanuel zu verstehen, dass man das unter einander Regeln werde. Draussen sagte er uns dann, dass er Platz CV7 gebucht habe und wir uns dort treffen sollten. Also fuhren wir los und freuten uns dass wir eine Lösung gefunden hatten. Wie schon beschrieben, die Wege im Chobe Park sind sehr sandig und für die 30 Kilometer bis zum Savuti Camp brauchten wir gut zwei Stunden. Dort angekommen suchten wir den Platz CV7 und fanden dort vier Fahrzeuge aber nicht das von Alberto. Auch auf den anderen Stellplätzen war er nicht. Also fragten wir beim Empfang, aber da wusste niemand Bescheid und man schickte uns zum Camp Office. Dort musste man die Verantwortliche für die Platzzuteilung finden. Als diese endlich kam, stellte sich heraus, dass heute noch niemand eingecheckt hat. Als wir nach unserer Buchung gefragt wurden, behauptete Emanuel dass Alberto alle Papiere habe. Da wurde es kritisch, denn wir sollten das Camp bis zu Albertos Ankunft nicht verlassen, weil wir kein Permit vorzeigen konnten. Wir hatten ja eins aber nur für den Transit durch den Park, aber das wollten wir nicht zeigen. Wir fuhren dann trotzdem los, umfuhren das Gate und kümmerten uns nicht um die Pfiffe welche vermutlich uns galten. Nach kurzer Zeit kam uns Alberto entgegen. Wir hielten an und erzählten unsere Story. Die drei waren schon vor uns im Camp und sahen, dass Platz besetzt war. Darum haben sie noch eine Runde im Park gedreht um erst dann einzuchecken. Das nützte uns jetzt auch nicht mehr viel. Zurück wollten wir nicht mehr, dafür hatten wir schon zu viel Staub aufgewirbelt. Und so beschlossen wir den Park beim Mababe Gate zu verlassen. Das war aber noch eine lange sandige Strecke und wir wussten nicht wann das Tor geschlossen wurde. Kurz nach 17 Uhr hatten wir es geschafft und konnten am Gate auschecken. Wir sind so in Eile durch den Chobe gefahren dass wir nur einmal Zebras fotografiert haben.

Der Ranger erklärte uns noch wo wir übernachten könnten, aber bis zu dem Community Camp mochten wir nicht mehr fahren. Nach wenigen Kilometern fuhren wir in den Busch hinein und versuchten uns hinter den niedrigen Mopane-Bäumen zu verstecken. Wir richteten uns für einen Abend im Inneren des Busses ein, weil wir draussen kein Licht machen wollten. Emanuel liess für einen Moment seine Flipflops vor dem Trittbrett und als er sie dann wieder anziehen wollte waren sie nicht mehr da. Als er sagte die hat sicher eine Hyäne geklaut, lachte Christine nur. Aber sie waren an diesem Abend nicht mehr auffindbar.

Immer wieder hörte man Hippos rufen und bevor wir einschliefen rupfte ein Elefant ganz nahe Blätter und Äste von den Bäumen.

Schakale und Hyänen waren im Verlauf der Nacht auch noch zu hören.

10.07.2015 Bush Camp bei Mababe – Xakanaxa im Moremi Park

Am Morgen standen wir etwas früher auf. Da wir drinnen essen wollten mussten wir nicht darauf warten, dass die Sonne auf den Platz schien. Emanuel machte dann eine kurze Runde um das Auto und fand beide Flipflops. Die eine unversehrt. Aber der anderen fehlte ein Stück der Sohle.

Auch Spuren von grösseren Pfotenabdrücke um das Auto herum liessen auf eine Hyäne als Missetäter schliessen.

 Beim Frühstücken beschlossen wir unser Glück im nahen Moremi Park zu versuchen. Auf dem Weg dorthin sahen wir Elefanten, Giraffen und sogar zwei Wildhunde. Da wir unser Film- und Fotoapparate noch nicht nach vorne genommen hatten gibt es davon aber keine Bilder.

Nachtrag: Emanuel wollte die angefressene Flipflop mit nach Hause nehmen, und erzählen er sei einem Löwen davon gerannt und nur ganz knapp enkommen. Christine bestand aber darauf sie wegzuschmeissen.

Am North Gate fragten wir ob es im Xakanaxa Camp für uns einen Platz hätte. Nach einem Anruf bekamen wir diesmal einen positiven Bescheid.

Die Wege im Moremi sind etwas weniger sandig als im Chobe. Allerdings gab es zwei Strecken mit sehr tiefen Rillen und einem hohen Sandhaufen dazwischen. Beim ersten kam uns eine Frau zu Fuss entgegen und machte uns Zeichen zu stoppen. Wir parkierten den Bus auf der Seite, was bei der sandigen Böschung nicht ganz einfach war. Da lief Emanuel zum gestrandeten Wagen. Ein Pickup mit Offroad-Wohnwagen steckte fest. Mit den zusammenfaltbaren Plastik „Sandblechen“ kamen sie aber immer nur einen guten Meter weiter. Emanuel bot ihnen unser Alu-Sandblech an und das wurde gerne angenommen. Wir haben sie ja noch nie gebraucht und mussten nun feststellen, dass das Vorhängeschloss völlig eingerostet war. Als musste der Winkelschleifer an den Inverter angeschlossen werden um das Drahtseil zu durchtrennen. Dann konnte die südafrikanische Familie aus ihrer misslichen Lage befreit werden. Emanuel freute sich, dass wir die Bleche endlich einsetzen konnten und dass wir den Winkelschleifer auch nicht umsonst mit genommen haben.

 Beim Camp-Büro angekommen musste zuerst in mal der Platzwart gesucht werden, dann wusste er nicht genau welchen Platz er uns geben soll und was es kostet erfuhren wir auch nicht. Schliesslich schickte er uns auf einen Platz vor Nummer 4. Er versprach, später für die Registrierung und Bezahlung zu uns kommen. Das machte er dann auch, und wollte er den Namen und die Fahrzeugnummer wissen. Er werde diese Angaben an das South Gate weiterleiten und wir könnten beim Verlassen des Parks alles dort regeln. Der Platz war wohl so etwas wie ein „Notplatz“ , ohne Abfalleimer und Feuerstelle, aber besser als keiner.

Nach einer Pause beschlossen wir noch eine Runde durch den Park zu machen, aber Tiere sahen wir nicht viele und die Pisten zum waren zum Teil sehr schlecht. Tiefe Gräben und Auswaschungen, so dass wir dann bald einmal genug hatten und zurück- kehrten.

An einer einsamen Landepiste steht diese VIP Lounge, inklusive Brandbekämpfungsmittel

Emanuel war am Braai-Feuer vorbereiten als er aus den Augenwinkeln einen grossen Schatten wahrnahm. Wenige Meter neben ihm lief ein grosser Elefantenbulle vorbei.

Er ging zu einem Baum etwa fünf Meter hinter unserem Bus. Ein kurzes rütteln und die Jackalbeeries fielen in den Sand, wurden aufgelesen und verspeist. Er lief dann neben uns vorbei und ein zweiter Bulle kam und frass von den kirschengrossen Beeren.

Nach Sonnenuntergang kam der erste Bulle noch einmal vorbei und suchte sich noch die letzten Beeren zusammen.

Alles ganz friedlich und solange man den richtigen Abstand einhielt war auch keine Reaktion zu sehen. In ganz tolles Erlebnis.

Unser Schlaf wurde begleitet von Löwengebrüll, Hippogrunzen und Hyänengeheul.

11.07.2015 Xakanaxa – Kaziikini Camp

Eigentlich wollten wir ja nur noch via Third Bridge zum South Gate fahren und den Moremi Park verlassen. Aber plötzlich kamen uns zwei Löwen entgegen, welchen wir dann folgten bis sie von der Strasse abbogen und durchs hohe Gras liefen.

Das GPS zeigte an, dass wir auch auf diesem Weg nach Third Bridge kommen. Aber dann folgten diverse Wasserdurchquerungen. Die meisten hatten zwar relativ festen, sandigen Untergrund aber es gab auch kniffligere, schlammige Passagen. Christine hatte viel Bedenken und Erinnerungen kamen auf. 2009 steckten wir in Namibia fünf Stunden fest. Aber fast alles ging gut, nur ganz zum Schluss, als Emanuel durch eine enge Passage zwischen den Bäume manövrieren musste, übersah er einen Aststummel der voll auf die Kannte der Windschutzscheibe knallte. Das Resultat Spalten in im Glas, so ein Mist.

Von da an war die Strecke nicht mehr sehr schlimm aber auch nicht gut. Wir waren beide froh als wir endlich den Parkausgang erreichten. Hier mussten wir noch für die letzte Übernachtung bezahlen, das ging relativ schnell, aber 520 Pula für uns beide war doch ziemlich teuer.

Im Kaziikini Comunity Camp wurde Emanuel nach der Herkunft gefragt und sagte er, dass wir ein südafrikanisches Pensionierten Permit hätten und so mussten wir nur den Südafrikaner Tarif bezahlen, aber das war mit 380 Pula immer noch genug.

Anmerkung:
Sfr. 1 = Pula 10

Wie immer gibt es auch von Botswana HIER noch mehr Bilder.

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Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika zu "erfahren". Wir machen aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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2 Antworten zu Konfisziert

  1. Douw Krüger schreibt:

    Na klar.. ihr seid schon Afrikagewieft. Nachher wird die Schweiz langweilig sein.

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