Krüger raus und wieder rein

25.05.2015 Pretoriuskop Camp

Heute war Kleider waschen angesagt. In den grösseren Camps hat es Waschmaschinen und Tumbler welche man für wenig Geld benutzen kann. Wäscheleinen stehen auch zur Verfügung und bei dem aktuellen Wetter sind die Sachen nach wenigen Stunden schon trocken. Am Auto gab es auch noch einiges zu schmieren, schrauben und zu reinigen , so dass wir uns erst am Nachmittag auf die Piste begaben.

Kaum hatten wir das Camp verlassen kamen wir in eine Polizeikontrolle. Ja das gibt es im Krüger auch aber sie haben nur geprüft ob wir für Eintritt und Unterkunft eine Quittung haben. Geschwindigkeitsmessungen werden im Park auch gemacht. Mit Radarpistolen und meist bei Talfahrten. Das ist ja schon fies aber einemal haben sie sogar nach etwa 2 Kilometer noch eine zweite mobile Radarfalle aufgestellt. Auf Teerstrassen sind maximal 50km/h und auf unbefestigten Wegen 40km/h erlaubt.

Nach dem Checkpoint bogen wir auf eine ziemlich schlechte Piste ab, auf der es während fast einer Stunde nichts Interessantes zu sehen gab. Kurz bevor wir umdrehen wollten, hielt uns ein Auto mit zwei Frauen an, dass nach der Abzweigung auf die Teerstrasse unter einer Brücke ein Löwe liegt. Da sind wir natürlich hin und tatsächlich lag da ein grosses Männchen etwa 15 Meter neben der Strasse.

Wir beschlossen nun, nicht die Holperpiste zurück zu fahren. Laut GPS sollten wir es über die Teerstrasse schaffen knapp vor Torschluss im Camp anzukommen. Als wir aber merkten, dass uns die vorgeschlagene Route ausserhalb des Park geführt hätte, war es schon zu spät zum Umkehren. Nicht nur dass die Zeit knapp wurde, es zeigte sich nun noch allerhand interessantes Getier. Als erstes ein Rudel Wildhunde mitten auf der Strasse. Die mussten wir fast wegjagen damit wir durch konnten.

Dann kam noch einmal ein Löwe. Aber da standen schon so viele Autos, so dass wir keine gute Sicht auf ihn hatten. Also weiter mit Tempo, was bei einer erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 50km/h nicht ganz einfach ist.

Dann musste sich natürlich noch ein schöner Leopard auf einem Felsen liegend zur Schau stellen. Vor einigen Tagen hatten wir ja schon so eine getupfte Miezekatze getroffen, die aber kaum zu sehen war.

Zu guter Letzt hielten wir noch kurz bei einer Hyänenfamilie an. Das Foto musste auf die schnelle und im Gegenlicht gemacht werden. Aber sonst glaubt uns das ja keiner.

Fast zehn Minuten früher als das GPS ursprünglich berechnet hatte kamen wir dann doch noch pünktlich im Camp an.

 26.05.2015 Pretoriuskop – Swadini Forever Resort

Da die Camp-Buchungen im südlichen Krüger weiterhin sehr schwierig bis unmöglich waren, beschlossen wir den Park zu verlassen und ausserhalb Richtung Norden zu fahren.

Das Sawadini Resort wurde uns von verschieden Leute empfohlen und lag etwa auf halbem Weg zum Phalaborwa-Gate. Dort wollten wir dann noch einmal übernachten um wieder in den Krüger zurück zu kehren.

Zuerst mussten wir aber in Hazyview einkaufen. Dann wollten wir noch eine Seidenfabrik besuchen in deren Laden wir vor Jahren schon einmal waren. Das GPS kannte AfriSilk und führte uns auch dorthin. Die ziemlich ausgewaschene und teilweise steile Piste kam uns überhaupt nicht bekannt vor. Beim Shop angekommen war klar, dass wir hier noch nie waren. Die gewünschten Kopfkissenüberzüge bekam Christine hier aber auch.

Weiter ging‘s, zuerst die 3 Kilometer schlechte Piste zurück und dann auf passabler Teerstrasse zum Swadini. Da hatten wir nicht gebucht aber der Campingplatz war nur spärlich belegt und so fanden wir problemlos für zwei Nächte Platz.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, liefen wir noch zu den Pools und schwammen ein bisschen im angenehm temperierten Wasser.

27.05.2015 Swadini

Das Resort ist sehr schön und sauber. Es liegt am Blyderiver umgeben von imposanten Bergen. Das aber hatte den Nachteil dass die Sonne um diese Jahreszeit etwa zwei Stunden weniger schien als wir es woanders. Auch am Abend war es kühler als im Krüger, da es etwa 400 Meter höher liegt. Es gefiel uns aber trotzdem so gut dass wir noch um zwei Nächte verlängerten.

Die Tage verbrachten wir hauptsächlich mit schwimmen und faulenzen.

 28.05.2015 Swadini

Bei der Fahrt zum Swadini hatten wir einen Wegweiser gesehen auf dem Silk Factory stand. Das war, was wir vor kurzem gesucht hatten. Natürlich war es viel grösser als früher und es gab noch ein paar zusätzliche Läden, die sehr spezielle Dinge verkaufen. Unter anderem auch Kosmetikprodukte auf Seidenbasis. Für Emanuel ab es ein kleines aber feines Auto- und Motorradmuseum.

Auch ein Restaurant mit feinem Kuchen und Kaffee ist dort. Für die verschiedenen Kleider- und Souvenirshops bleib uns keine Zeit, weil diese nach und nach schlossen. Aber beim Lederladen, wo Andy wunderschöne Taschen herstellt, hatte man noch Zeit für uns. Hier kauften wir zwar nichts aber Andy und Mel wollten alles über unsere Reise wissen. Es war eines dieser sehr offenen Gespräche, die wir früher in Südafrika sehr oft hatten, die aber immer seltener werden.

29.05.2015 Swadini

Für diesen Tag hatten wir eine Bootsfahrt auf dem nahen Blyderiverspoortdam gebucht. Unser Begleiter Begneck wusste vieles über den Dam, Pflanzen und Tiere der Gegend zu erzählen. Ausserdem hatte er wohl das Guiness Buch der Rekorde auswendig gelernt. Er „testete“ seine Kunden, indem er den grössten Canyon, den höchsten Wasserfall und sonst noch grösste Sachen fragte. Hier im See gibt es nur noch sieben Krokodile, weil sie keine Sandbänke zum Eierlegen haben. Von 38 Nilpferden haben wir auch keins gesehen, dafür eine etwa drei Meter lange Python, nicht im See, aber am Ufer gut sichtbar. Spannend war es auch die sogenannten drei felsigen Rondavels (Rundhütten) einmal von unten anstatt von der anderen Seite des Canyons zu sehen.

Nach der Bootstour fuhren wir noch nach Hoedspruit um einzukaufen. Hier waren viele Leute unterwegs weil es Monatsende war. Der Tankwart legte uns das Abschliessen des Fahrzeugs extra ans Herz, am Monatsende sei es besonders einbruchsgefährdet.

Zurück im Swadini fuhren wir erst gar nicht zu unserem Platz, sondern gingen gleich ins Schwimmbad. Hier wurden wir von Katharina und Fritz aus Ortschwaben angesprochen. Als wir am Abend ins Restaurant gingen, trafen wir sie wieder und wir verbrachten einen angeregten Abend zusammen. Sie sind beide Weitgereist und hatten interessantes zu erzählen.

30.05.2015 Swadini – Phalaborwa

Es ging wieder weiter, aber zuerst machten wir noch einem ein Halt beim der Silk Factory, und im Lederladen wo eine Handtasche den Besitzer wechselte und wir noch einmal Mel und Andy besuchten. In die Kleider- und Souvenir-Shops schauten wir auch noch. Und Emanuel fotografierte noch einige Old Timer.

Die gut 100 Kilometer lange Fahrt nach Phalaborwa verlief ohne besondere Vorkommnisse. Im Ort wollten wir noch nach einer neuen Bodenmatte ausschauhalten. Unsere ist ja schon etwa 35 Jahre alt und fällt schon langsam auseinander. Obschon Emanuel behauptet, das sei wie bei den Perserteppichen, je älter desto wertvoller. In Phalaborwa gibt es aber scheinbar keinen Laden der so etwas führt. So müssen wir halt das alte (wertvolle) Teil weiter benutzen, bis es ganz auseinand

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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