Wir gehen unter die Golfer

  1. bis 23.05.2015 Krüger Gate Hotel – Pretoriuskop – Malelane Camp

Wir hatten es geschafft Campingplätze für je drei Nächte im Pretoriuskop- und Malelane-Camp zu buchen. Die Plätze sind sonst offiziell immer ausgebucht, aber wir stellen fest, dass es immer frei Plätze hat. Bei Nachfrage erhielten wir die Auskunft, dass man die Infrastruktur berücksichtigen würde. Das leuchtet ein wenn, wie in Malelane, in der Damentoilette nur eine Dusche und eine Badewanne zur Verfügung stehen.

Bei den Tiersichtungen war ein Leopard, der sich auf einem Felsen räkelte, das Highlight. Auch wenn man ihn nicht sehr gut sehen konnte. Aber nun haben wir die Big Five komplett.

Die getupfte Raubkatze hatten wir bis jetzt nur auf einer Farm bei der Fütterung gesehen.

Sattelstorch

Im Pretoriuskop Camp verbachten wir drei Nächte. Am zweiten Tag wollte Emanuel am Bus Wasser und Öl kontrollieren, da fiel ihm der Dorn der Verriegelung der Motorhaube vor die Füsse. Der Bügel war nur viermal punktgeschweisst und das war für die Wellblechstrecken nicht genug. Da wir für diesen Tag schon eine Einkaufsfahrt nach Hazyview geplant hatten, machten wir noch einen Besuch beim Panelbeater. Koos schweisst das Teil gleich wieder an und verlangt dafür umgerechnet knapp Sfr. 24.

Das Nelson nicht der schnellste ist wissen wir,
aber nun überholen ihn schon die kleinen Schnecken ……

Von Malelane aus machten wir eine Fahrt zur Crocodile Bridge. Auf dem Weg dorthin sahen wir so das übliche Getier. Beim Hippo Pool konnte man aussteigen und unter Aufsicht eines, mit einem alten Karabiner bewaffneten Rangers auf einen Felsen steigen. Hier war eine schlecht erhaltene San Zeichnung eines Elands zu sehen. Von hier sah man von oben auf Hippos und Krokodile im und am gleichnamigen Fluss.

Auf dem Rückweg zur Piste lief uns ein Nilpferd über den Weg. Es stand leider im Gegenlicht, so dass aus den Fotos nichts wurde. Bald verschwand es im Busch in Richtung Fluss. Als wir wegfahren wollten kam ein junges Paar und stellte den Wagen hinter uns ab. Sie stiegen aus, was ja eigentlich nur an bestimmten Orten erlaubt ist, um bessere Fotos von Elefanten im Fluss zu machen. Emanuel rief ihnen zu dass ein Hippo in der Nähe sei. Da waren sie aber schnell wieder im Auto.

Im Crocodile Bridge Camp angekommen füllten wir den Benzintank wieder auf und genehmigten uns ein Eis. Danach stellten wir fest dass es schon zwei Uhr war und wir bis hierher vier Stunden gebraucht haben. Um 17:30 muss man um diese Jahreszeit wieder aus dem Park raus, oder im Camp sein. Wir beschlossen darum den schnelleren Weg ausserhalb des Parks zu nehmen. So waren wir um 15:30 schon wieder zurück. Beim Eingang konnten wir noch unseren Aufenthalt um eine Nacht verlängern.

In der südlichen Hälfte des Krügerparks sind die Camps chronisch ausgebucht . Wir erfuhren von einem Südafrikaner dass er bereits schon ein Jahr im voraus gebucht hatte. Wir hatten jedenfalls für Samstagabend noch nichts gefunden, als ein Zeltnachbar uns mitteilte, dass der Golfplatz nahe am Malelane Gate einen kleinen Zeltplatz hat. Am Samstagmorgen führen wir dort hin und konnten für schlappe 120 Rand einen Platz buchen. Es hat Strom, Licht, Wasser und für Toilette sowie Duschen steht einem die Infrastruktur im Clubhaus zur Verfügung. Eine kleine Einschränkung gibt es, für diesen Betrag dürfen „nur“ sechs Personen auf einem Stellplatz übernachten.

Von den 12 Plätzen sind nur drei besetzt. Auf einem stehen vier Südafrikaner mit drei Campern. Und ein Schwede steht auch noch da mit seinem VW Transporter. David Krug heisst er und bezeichnet sich selber auf einer seiner Homepages als Träumer. Die Ladefläche seines Fahrzeugs dient nicht etwa zum Wohnen, nein er hat eine mobile Skateboard-Rampe darauf gebaut. Schlafen und hausen tut er in der Fahrerkabine.

24.05.2015 Malelane Golf Club – Pretoriuskop Camp

Nach einer ruhigen Nacht auf dem Golfplatz und einem gemütlichen Frühstück, packten wir unsere Siebensachen zusammen und machten uns auf zum Malelane Gate.

Für die Fahrt zu unserem nächsten Übernachtungsort benutzten wir ausser einem kleinen Schwenker über die S11-Piste fast nur geteerte Strassen. Da wir nicht viele spannende Tier gesehen hatten, ok drei Rhinos, ein paar Giraffen und Cap Büffel, fuhren wir noch zum Shithlave Stausee. Da erwartete uns eine Überraschung. Eine Löwin lag gut sichtbar am Dam und etwa 30 Meter von ihr entfernt standen ein halbes Dutzend Wasserböcke. Diese wollten zum Wasser aber dazu mussten sie an der Löwin vorbei. Es dauerte einige Zeit und sie kamen wohl zur Einsicht, dass es zu riskant ist und drehten um.

Danach verzog sich die Raubkatze hinter den Dam in Büsche.

Von hier war es nicht mehr weit bis zum Camp wo wir uns bald wieder eingerichtet hatten.

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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2 Antworten zu Wir gehen unter die Golfer

  1. Douw Krüger schreibt:

    Im Militärdienst hatten wir anfänglich auch diese alten 303 Karabiner getragen. Man hat immer gesagt sie wären eigentlich sehr effektiv als Knüppel. Aber gegen Löwen, Flusspferde und Elephanten ….?

  2. Annemarie Berger schreibt:

    Hey Brüderlein siehst gut auss neben dem Soldat die Uniform wäre doch was für Dich!!! Wir haben immer noch Sommer haben am Sonntag eine gross Wanderung im kleinen Rehagwald gemacht.Wir haben nicht einmal 1 Fliege gesehen.Bei Euren last Position waggelet und hüpft Neson seit ihr da am fahren? Ich wünsche weiterhin GUTE Fahrt Annemarie

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