Wir arbeiten Halbtags

 01. bis 06.05.2015

Seit dem Vorabend bis lange nach Sonnenuntergang und auch am Tag der Arbeit kamen sie in Scharen auf den Campingplatz. Wie immer gab es solche die uns ungefragt mit ihrer Musik beglückten und am Samstagnachmittag konnten wir die Rugbyspiel-Kommentatoren aus diversen Fernsehern laut und deutlich hören. Da wir aber die Regeln nicht kennen ist das ohne Bild auch nicht so interessant. Sonst war es an diesem Wochenende nachts nicht sehr laut.

Im Badeareal war so voll, dass wir die Tage auf den Warmwasserpool verzichteten und ins Kaltwasser-Wellenbad gingen. Auf die Wellen hätten wir eigentlich gern verzichtet weil man darin nicht so richtig schwimmen kann. Aber es war wie verhext, jedes Mal wenn wir uns zum Wasser aufmachten, ging der Bademeister die Wellenmaschine starten. Vielleicht wollte er uns eine Freude machen.

Am Sonntagnachmittag leerte sich der Platz wie üblich wieder.

Schon bei unsrer letzten Reise wurde unser Laptop an der Westküste von einem Windstoss vom Tisch gefegt. Nur die Hintergrundbeleuchtung des LCD Display wurde auf der linken Hälfte etwas schwächer aber mit der Einstellung von Kontrast und Helligkeit konnte man das fast wieder ausgleichen. Nun ist aber die Beleuchtung auf dieser Seite komplett ausgefallen und es ist nun ziemlich störend. Deshalb hat Emanuel versucht übers Internet eine Vertretung für Panasonic Toughbooks finden. Dabei war er nicht sehr erfolgreich und hat sich an das südafrikanische Overland Forum gewendet. Dort hat er bald den Tipp bekommen dass Pansolutions dafür zuständig sei. Diese Firma hat drei Händler auf der Strecke von Bela-Bela zum Krüger Park und bei denen und am Hauptsitz hat er dann versucht Hilfe zu bekommen.

Aber Pansolutions hatte keine Lösung für sein Problem.

Die Telefonnummer in Modimolle war nicht mehr gültig und E-Mail anfragen wurden nicht beantwortet.

In Polokwane war die Nummer aus der Homepage dauernd besetzt und ein Mail wurde zum Bumerang, es kam als unzustellbar zurück. Über eine zweite Nummer erfuhr er, dass sie mit Laptops nichts am Hut hätten.

In Tzaneen reparierte man nur bei ihnen gekaufte Laptops. Nachdem er sich über dieses Geschäftsgebaren erstaunt äusserte, versprach man, dass ein Techniker zurückrufen werde. Wir haben aber den ganzen Tag nichts gehört, was uns aber nicht wirklich erstaunte.

Beim Head Office in Johannesburg bat man ihn in einer Stunde anzurufen da sei Chris der Repairs Manager im Büro. Nach dem zweiten Anruf zwei Stunden später war er dann endlich da. Er konnte den LCD Display bestellen aber es wird 6 Wochen dauern!

Das war’s! Wir gaben auf und werden halt bis auf weiteres mit einem nur zur Hälfte beleuchteten Bildschirm arbeiten müssen.

Kurz vor dem Ende unseres Aufenthalts im Warmbath Resort fanden wir noch eine Halbtagsbeschäftigung. Nicht dass wir auf Arbeitssuche waren, aber der Bus hatte eine Innenreinigung nötig. Sechs Monate reisen mit vielen Pistenkilometern hinterlassen ihre Spuren. Die offenen Flächen wurden schon regelmässig gereinigt, aber es gibt genügend Zwischenräume in denen der feine Staub ablagert. Zwei Vormittage beschäftigten wir uns mit ausräumen des Busses, reinigen und wieder einräumen. Dazu gab es noch kleinere Reparaturen und Verbesserungen zu machen. Waren wir froh wenn wir dann am Nachmittag frei hatten und ins Schwimmbad gehen konnten! Da merkte man erst wie anstrengend Arbeiten doch sein kann.

Am letzten Tag lernten wir noch Monika und Gerd kennen. Beide pensionierte Lehrer die an verschiedenen Orten in Namibia, Südafrika und in Äthiopien unterrichteten. Sie wohnen in Sedgfield an der Garden Route und geniessen nun das Reisen und Campen. Wir verbrachten noch ein paar nette Stunden zusammen und hoffen sie wieder einmal zu treffen.

  o7. und 08.05.2015 Bela-Bela – Eiland Resort

Nun verliessen wir Warmbath nach dem längsten Aufenthalt, den wir bisher auf einem Campingplatz verbracht haben.

Unser Tagesziel war Tzaneen, aber zuerst fuhren wir nach Modimolle um in der dortigen Apotheke einen U-Test Malaria Kit zu kaufen. Wir befinden uns die nächsten Monate in Malariagebieten und wollen nicht die ganze Zeit Medikamente als Prophylaxe zu uns nehmen. Wir haben Tabletten dabei die man auch bei einer Erkrankung einnehmen kann wenn man nicht gleich zu einem Arzt kommt. Mit dem Test ist es möglich festzustellen ob die Symptome wirklich von dem Malariaerreger verursacht werden.

Weiter ging es dann zur N1. Aber noch bevor wir diese erreichten, hat uns ein junger Polizist angehalten. Nachdem er sich den Fahrausweis aushändigen lies, fragte er nach dem Disk. NICHT SCHON WIEDER. Ihm leuchtete die Erklärung der Schweizer Registrierung dann aber gleich ein und er wollte nur noch wissen wo wir hinfuhren. Tzaneen war ihm bekannt, da er unweit davon Gyiani aufgewachsen war.

Bis Polokwane kamen wir auf der Autobahn recht flott voran. Hier wollten wir in der „Mall of the North“ einkaufen, aber die Wege des GPS waren wieder mal unergründlich. Schliesslich fanden wir aber einen Super Spar und ergänzten unsere Vorräte wieder für die nächsten Tage.

Auf der R71 ging es von hier weiter über einige Höhen und Tiefen bis auf 1550 M.ü.M um schliesslich etwa tausend Meter tiefer kurz vor Tzaneen beim Satvik Camping anzukommen. Dieser Platz gefiel uns aber nicht besonders und wir zogen weiter. Wir wussten in der Nähe keine Alternative, nur das Eiland Resort wurden uns vor einigen Tagen empfohlen und das lag aber noch gut 70 Kilometer weit entfernt. Das GPS zeigte als Ankunftszeit 17:01 an und wir vermuteten, dass der Empfang bis 17:00 offen war. Na gut dann musste Nelson sich ein wenig sputen, er gab sein Bestes und wir kamen um 16:57 an und hatten wirklich Glück denn wir hatten richtig vermutet. Der Campinglatz ist gut belegt aber noch lange nicht voll. Allerdings stand auf dem uns zugewiesenen Stellplatz bereits ein Wohnwagen, so dass wir uns halt auf den freien Platz daneben stellten. Da die heutige Fahrstrecke mit 350 Kilometer doch deutlich länger war als geplant, beschlossen wir zwei Nächte hier zu bleiben.

Zum Glück hatte es auch einige wenige junge Leute und Kinder in diesem Resort. Sonst bekam man den Eindruck von einem Alterscamp für Nomaden. Von den Krücken über den Rollator bis zum Rollstuhl war alles unterwegs. Wir waren wahrscheinlich ziemlich unter dem Durchschnittsalter der Gäste. Aber die meisten grüssten uns und einige blieben für einen Schwatz stehen. Ein Herr kam auf uns zu und sagte: „Euch kenne ich, ihr wart auf dem „van Zyls Rust“ bei Kapstadt. Das war der alte Name des Avatara Campings, auf dem wir im letzten Januar standen.

Eiland ist ein ATKV Resort. Hier gehört auch ein Pool mit warmem Wasser aber nicht so warm wie in Bela-Bela. Dafür konnte man auch gut darin schwimmen. Ein Hallenbad gibt es da auch, aber das haben wir nicht aufgesucht. Am Abend gingen wirins Restaurant Pizza essen. Wir waren fast ein wenig enttäuscht als der Kellner uns dann wirklich zwei brachte.

Unser Platz war gegenüber den Toiletten, Wasch- und Abwascheinrichtungen. Das ist einerseits praktisch aber hat auch Nachteile. Zum Beispiel wenn Leute um fünf Uhr morgens ihren Abwasch erledigen und um sechs die nächsten kommen. Wie war das mit der senilen Bettflucht…? Christine liess sich davon nicht stören, aber Emanuel hat um diese Zeit einen sehr leichten Schlaf.

09.05.2015 Eiland Resort -Phalaborwa

Das Eiland war bisher unser gefährlichster Campingplatz. Diesmal waren es nicht aber nicht Affen vor denen wir gewarnt wurden.

 

Riesenechsen haben wir hier aber keine gesehen.

Wir zogen weiter Richtung Krüger Park. Zuerst durch viele Zitrusplantagen auf den gerade die Grapefruit-Ernte in vollem Gang war.

Dann nahmen wir eine Abkürzung auf 15 Kilometern Piste. Wir fuhren auf dieser Strecke lange an dem hohen Wildzaun eines privaten Game- Reserves entlang. Einmal konnten wir nahe an der Strasse 3 Giraffen beobachten.

Bei einem Zwischenhalt zum Tanken wurden wir von einem Herrn in rosa-weiss gestreiften Hemd und weisser Krawatte zu unserem Fahrzeug befragt. Jetzt wissen wir woher die Bezeichnung Streifenwagen kommt. Der Mann war scheinbar Polizist. denn er setzte sich in einen der typischen Kombis welche hier die Kriminalpolizei als Dienstfahrzeug verwendet.

In Phalaborwa fuhren wir als erstes zum Resort um einzuchecken, denn wir hatten es wieder einmal nicht geschafft beim Forever Resort Central Booking eine Antwort auf unsere Anfragen zu bekommen. Als das erledigt war und wir uns einen Platz ausgesucht hatten und mit Teppich, Tisch und Stühlen besetzt hatten fuhren wir in den Ort zurück um einzukaufen. Auch hier kam es wieder zum Stromausfall. Diesmal standen wir aber bereits bei der Kasse und mussten nur kurz warten bis der Generator den Strom lieferte. Die Supermärkte sind hier für diese häufig vorkommende Situation in der Regel gerüstet. Die kleineren Geschäfte in der Mall mussten aber alle schliessen.

Nachher machten wir noch einen Abstecher zum Home of Amarula. Dank Power Sheding konnten wir auf die DVD-Vorführung diesmal verzichten. Aber einen Amarula-Kaffee gab es halt auch nicht. Dafür aber Amarula-Kuchen und ein Glas Amarula gratis dazu. Mit Amarula-Cream, Amarula-Gold und Amarula-Schokolade zogen wir wieder von dannen.

Zurück auf dem Camping kühlten wir uns dann in einem kleinen, etwas trüben Pool ein wenig ab.

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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