Auf der Suche nach Wärme

  1. und 14.04.2015 Hlane Park – Mlilwane Animal Sanctuary

Wir machten uns auf zum nächsten Park. Mlilwane kann man auch mit der südafrikanischen Wild Card kostenlos besuchen und jeder Campingplatz hat einen Stromanschluss. Auf Hlane hatten wir das nicht, was wir auf der Tour 2013/14 auf Wüstenquell zum letzten Mal hatten. Beide Camps kosten nur 95 Rand/Person und Nacht.

Mlilwane hat an Tieren nicht sehr viel zu bieten, vor allem Antilopen, Warzenschweine, Zebras und Gnus. Dafür sind die meisten Tiere sind sehr zutraulich und rennen nicht gleich davon wenn sie unseren Bus sehen. Im Camp kann man 2 Meter an ihn vorbei laufen ohne dass sie sich beim grasen stören lassen.

Die Schweine besuchten uns beim frühstücken und waren so lästig dass wir sie verscheuchen mussten. Das eine wollte unbedingt die Stecker am Verlängerungskabel des Toasters anknabbern. Emanuel war dagegen denn es sind solche aus der Schweiz und die kriegt man hier so schlecht.

Auf diesem Bild sind die CH-Stecker vorsorglich eingpackt.

Wir machten am ersten Tag eine Runde durch den Park aber das war so langweilig, dass wir ihn verliessen und einen Abstecher zur Hauptstadt Mbabane machten. Das war aber auch nicht so furchtbar spannend, ist halt eine Stadt in Afrika. Einige wenige Prunkbauten, dafür umso mehr ältere Gebäude die eine Renovation nötig haben und einigen Unrat.

Bevor wir zurück zum Camp fuhren, machten wir noch einen Abstecher zum Malandelas Complex. Das ist ein ziemlich schräge Einrichtung für Partys und Openair Konzerte.

Es ist nur ein Gerücht, dass Emanuel für die Holzfigur Modell gestanden ist.

Daneben gibt es noch kleine Geschäfte mit kunsthandwerklichen Produkten aus der Gegend. Zudem noch ein Restaurant in dem wir einen feinen Salat mit Speck, Feta und Mango assen. Da gibt es auch einen Mango Cheescake aber den haben wir nicht bestellt.

Auf dem Zeltplatz gab es zwar Strom, aber keine Beleuchtung, was zwar nicht schlimm ist, denn wir haben eine Aussenleuchte an einer Markisenstütze befestigt. Wir bekamen einen schönen Schrecken als wir plötzlich Schritte hörten, aber nicht sehen konnten wer oder was sich da nähert. Als die Schritte schon fast vorbei waren, trat ein Mann mit einem Rucksack in den Lichtkreis und stellte sich als Ranger des Parks vor. Er erzählte uns, dass er vom Spital komme wo sein Sohn liegt und auf die Blinddarmoperation wartet. Ca 100 m vom Zeltplatz entfernt standen einige traditionelle Swasihütten, die der Park offenbar Mitarbeitern zur Verfügung stellt und dort wohnte er.

Aber die totale Dunkelheit hatte auch eine schöne Seite- wir sahen wieder mal einen wunderschönen Sternenhimmel!

Übrigens können wir beide Swazi- Camps empfehlen. Sie liegen schön und sind gepflegt. Nur sind im Mlilwane die Toiletten und Duschen sehr weit weg von den Zeltplätzen. Aber man ist gerade dabei einen neuen Block zu bauen.

15. und 16.04.2015 Mlilwane –Badplaas

Wir verliessen das kleine Königreich wieder und der Grenzübergang war eine einzige Enttäuschung. Niemand fragte nach dem Disk oder dem Kühlschrank und kein singender und scherzender Beamter. Alles sauber und korrekt. Es dauerte auch keine 20 Minuten und wir waren wieder in Südafrika.

Bis zur Grenze waren wir schon mehrere hundert Meter aufgestiegen, aber den höchsten Punkt auf knapp 1700 Meter erreichten wir dann etwas später. Nelson schlug sich tapfer und als dann eine lange downhill Strecke kam, erreichte er im Leerlauf Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 110km/h!!

Badplaas ist wie der Afrikaans Name verrät ein Ort zum baden und zwar mit Warmwasserquelle. Hier waren wir letztes Jahr auch schon. Bei unserer Ankunft wurden wir gleich von Johann begrüsst. Er und seine Frau waren schon im Bushbaby Lodge Camping unsere Nachbarn.

Nachdem wir uns auf dem Platz eingerichtet hatten, liefen wir zu den Pools um zuerst ins kalte und dann in das deutlich wärmere Wasser zu steigen. Der Pool mit lauwarmem Wasser wurde gerade revidiert.

  1. und 17.04.2015 Badplaas

Eigentlich wollten wir hier etwas ausspannen, aber zuerst musste mal die Wäsche gewaschen werden. Das war dank der zur Verfügung stehenden Waschmaschinen recht einfach. In unserem „Pen(n)t House“ musste auch die Matratze gewendet werden und ein neues und imprägniertes Moskitonetz anzubringen. Letzteres als Vorsichtsmassnahme weil wir uns nun in die Malariagebiete begeben. Also, erst mal nix mit ausruhen, bis alles wieder komplett war. Es war in Badplaas nicht so warm und auf ca. 1‘200müM am Abend sogar recht frisch. Etwas aufwärmen konnten wir uns im heissen Pool. Allerding war es am letzten Tag die ganze Zeit so kühl, dass wir keine Lust hatten aufs baden, weil man ja aus dem warmem Wasser wieder an die kalte Luft muss.

 18.04.2015 Badplaas – Bela-Bela

Eigentlich war unser nächstes Ziel der Krügerpark, da aber übernächste Woche die Camps alle ausgebucht waren und die Wetterprognose für die Region auch nicht besonders vielversprechend waren, beschlossen wir kurzerhand nach Bela-Bela zu fahren. Auch dort gibt es eine Warmwasserquelle und die Wettervorhersage versprach wärmere Temperaturen und ab Montag besseres Wetter. Als machten wir uns auf die bislang wohl längste Strecke von fast 390km.

Nach wenigen Kilometern kamen wir in dicken Nebel und weil wir den Berg hoch krochen schalteten wir zur Sicherheit noch den Warnblinker ein. Als wir dann auf 1‘800müM waren lichtet sich den Nebel etwas aber dann ging es wieder Talwärts und in den Nebel. Aber nur noch kurz und dann war die Sicht wiederklarer. In Carolina wurde der Tank gefüllt und die Einkäufe erledigten wir in Middelburg. Im Geschäft fiel dann für kurze Zeit der Strom aus. Die Leute hier sind Stromausfälle ja gewöhnt und so blieben alle ganz ruhig. Wer ein Handy mit Taschenlampe hatte, konnte doch noch die gewünschten Artikel finden. Bis wir zur Kasse kamen gab es zum Glück wieder Strom. Wir befürchteten schon, dass dann auch die Kassen und Kartengeräte nicht mehr funktionierten.

Von hier fuhren wir weiter Richtung Pretoria und dann in nördlicher Richtung nach Bela-Bela. Auf dieser Strecke wurden wir wie letztes Jahr von einem Polizisten angehalten. Er wollte wissen wo wir hinfahren und wo wir herkamen. Bei der Frage des Woher gab es aber ein Verständnisproblem. Die Antwort Badplaas erstaunte ihn, und er wollte wissen woher dann die Autonummer stammt. Switzerland brachte ihn noch mehr zum Staunen, und er meinte: das ist aber weit weg und lies uns weiterfahren.

Unterwegs hatten wir etwas Regen, aber bei unserer Ankunft am Ziel stellten wir fest, dass es hier vorher sehr heftig geregnet haben musste. Es gab riesige Pfützen auf den Wegen und den Plätzen. Wir räumten mal gleich den Plunder unter unserem Tisch im Auto nach vorne damit wir beim nächsten Guss gleich nach drinnen flüchten konnten.

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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