Ein Königreich für einen Löwen

27.03.2015 Nottingham Road – Ballito

Bis Pietermaritzburg benutzten wir die Autobahn. Dort machten wieder einmal unsere Einkäufe. Von hier fuhren wir Richtung Wartburg, wo angeblich noch viele Leute Hochdeutsch sprechen. Deshalb hofften wir, da eine Bäckerei mit feinem dunklem Brot zu finden. Aber das war dann leider nicht so. War ja eigentlich auch eine blöde Idee.

So fuhren wir halt weiter durch das Zululand mit seinen vielen kleinen Siedlungen und riesigen Zuckerrohrplantagen.

In Ballito hatten wir im Dolphine Resort einen Platz reserviert weil wir dachten, dass es wegen den Schulferien knapp werden könnte. Das hat sich aber nicht Bewahrheitet, was vielleicht am etwas übertriebenen Hochsaisontarif von 570 Rand/Tag liegt. Das ist mehr als das doppelte von dem was wir so im Durchschnitt bezahlen.

  1. bis 01.04.2015 Ballito

Wegen der Schulferien und den langen Wochenenden sahen wir uns gezwungen die nächsten 4 Wochen zu verplanen, und Plätze zu buchen. Das ist für uns eher ungewohnt und artet in Arbeit aus. Wir haben uns deshalb auch entschieden länger in Ballito zu bleiben, trotz des hohen Preises.

Hier war es warm, auch in der Nacht sank die Temperatur nicht unter 20 Grad, so dass wir uns am Abend lange draussen aufhalten konnten. Allerdings hatten wir auch Regen und konnten unsere lange Plane über die Markise spannen. Das erlaubte es uns auch bei leichtem Regen draussen zu sitzen.

Beim Frühstück wurden wir manchmal von Affen belagert, aber Emanuel hält sie mit der Steinschleuder in Schach. So wurden wir diesmal nicht beklaut.

Fast jeden Tag konnten wir ein paar Stunden am Strand verbringen. Einmal blieben wir auch noch eine Zeitlang bei Nieselregen unter dem Sonnenschirm sitzen.

Erst am letzten Tag unsers Aufenthalts hatten wir den ganzen Tag Sonne, sonst war es ziemlich durchzogen.

02.04.2015 Ballito – Richards Bay

Auch an diesem Morgen schien die Sonne und später bildeten sich vereinzelt Wolken, aber es blieb mit bis zu 30 Grad schön warm.

Der Osterverkehr machte sich schon an diese Donnerstag bemerkbar, aber wir hatten es ja nicht sehr weit. Die meiste Zeit war die N2 vierspurig und sonst drei spurig. So waren wir nur selten ein Hindernis und konnten sogar einige Fahrzeuge überholen. An einer der drei Mautstellen wollte die Angestellte unsern Bus wieder als Lastwagen taxieren, lenkte aber schnell ein.

Im Richards Bay Caravan Park angekommen, begannen wir uns einzurichten, den Teppich auslegen, Stühle, Tisch und Markise aufstellen. Kaum waren wir fertig, kam ein Windstoss und hob das noch nicht mit Heringen befestigte Vordach hoch und schleuderte es über das Autodach. Was war nun wieder alles kaputt? Also auf die Leiter und die ganze Konstruktion wieder zusammen klappen und auf richtige Seite zu bringen. Wir hatten noch Glück. Der Stoff hielt, aber zwei kleine Plastikteile in welche die seitlichen Ausleger eingehängt werden waren weg und einer der Ausleger leicht verbogen. Mit einem dünnen, aber Stahl verstärktem Seil improvisierten wir einen Ersatz für die Plastikteile. Eines der kleinen Teile fanden wir dann im Gras. Da haben wir dann wenigste das wieder montiert. Der verbogene Ausleger klemmt jetzt zwar ein wenig aber man kann damit leben. Nun wurde aber fix die Markise verankert und gleich noch das Netz darüber gezogen.

Hier sind die Affen noch eine grössere Plage als in Ballito. Dort kamen sie am Vormittag einmal vorbei und dann waren sie weg. Hier schleichen sie den ganzen Tag durchs Gelände. Bei unserer Ankunft waren sie dabei das Vorzelt unsere Nachbarn zu plündern Wir sahen sie mit Lollipops und Früchten heraus kommen. Bereits leere Chips-Tüten wurden schon vom Wind fortgeweht. Wir staunen immer wieder, dass die Leute hier Esswaren im Vorzelt aufbewahren. Überall sind Warnschilder aufgestellt und das Problem ist den Einheimischen schon lange bekannt.

 03.04.2015 Richards Bay

Wir leisten uns eine Abwaschhilfe. Gestern kam eine Angestellte des Campingplatzes und fragte Christine ob sie unser Geschirr abwaschen dürfe. Klar darf sie das. Das ist ein willkommener Nebenverdienst für die Frauen. Nur ist es an vielen Orten nicht erlaubt.

Emanuel hatte sowieso genug Arbeit. (So konnte er wenigstens den Abwasch abgeben, ha,ha!) Er wollte die Kardanwellen abschmieren. Der Bus hat ja relativ viel Bodenfreiheit aber wenn man darunter liegt und mit der Fettpresse hantieren muss, ist da nicht zu viel Platz. Die Schmiernippel sind auch nicht immer gut erreichbar. Auf jeden Fall war er froh als es erledigt war.

Die Affen waren wieder allgegenwärtig und wir versuchten sie in Schach zu halten. Eine Südafrikanerin meint wir sollten die Viecher doch mit Wasser verscheuchen. Mit der Steinschleuder sei das unfair, weil man ihnen wehtut. Man kann es ja versuchen, so eine Pflanzensprühflasche haben wir ja dabei. Die Affen wissen aber ganz genau dass deren Reichweit weit unter der einer Steinschleuder liegt und entfernen sich bei deren Einsatz entsprechend weniger weit. Emanuel bleibt bei der unfairen Variante, denn erstens trifft er die Affen sowieso nicht, zweitens genügt denen meist der Anblick der Waffe und drittens wenn sie uns das Essen vom Tisch wegklauen ist das auch unfair. Wir klettern schliesslich nicht in ihren Bäumen herum und klauen ihre Früchte, Blätter das Ungeziefer welches sie normalerweise fressen J

Mit der gleichen Dame hatten wir auch eine längere Diskussion, über die Politik des Landes. Viele Südafrikaner lassen sich auf diese Thema gar nicht ein, aber sie fing bald einmal damit an. Sie ist nicht gerade begeistert von den jetzigen Zeiten auch wenn sie zugibt dass die Apartheid nicht das Gelbe vom Ei war. Wir können aber verstehen, dass diese Generation Weisse (sie ist in etwa in unserem Alter) sich nach den alten Zeiten zurück sehnt. Die Jungen kennen es nur wie es jetzt ist und haben bei einer guten Ausbildung die Chance ihr Glück im Ausland zu finden. Zum Teil müssen sie das sogar, weil Weisse heute bei der Job-Vergabe per Gesetz benachteiligt sind.

 04.04.2015 Richards Bay – Bushbaby Lodge

Wir bewegten uns ja schon seit Ballito auf bekanntem Gelände, alle drei Campingplätze haben wir schon letztes Jahr besucht. So ist uns auch die Bushbaby Lodge schon bekannt. Wir hatten ja vor dem letzten Besuch noch zwei weitere Optionen ausgelotet. Aber diese waren uns nicht sehr sympathisch. Beide etwas herunter gekommen und wenig einladend.

Die gut hundert Kilometer des Tages hatten wir relativ schnell hinter uns. Aber bevor wir losfahren konnten mussten wir noch die Markise reparieren. Wir hatten Vorgestern nicht bemerkt das beim Deckel etwas nicht mehr stimmt. Aber als wir ihn nun nach dem Verstauen der Plane, schliessen wollten klemmte und quietschte es ganz fürchterlich. Das Scharnier war zur Hälfte aus der Verankerung gerissen worden. Mit dem Gummihammer, viel Geduld und noch mehr Schweiss konnte das Problem dann doch noch behoben werden.

So wurde es nicht wie üblich halb zehn, sondern halb elf bis wir endlich losfuhren. Zum Glück hatten wir auch heute unsere Abwaschhilfe sonst wäre es noch später geworden.

Die Bushbaby Lodge hat ihren Namen nicht von ungefähr, hier turnen die kleinen gleichnamigen Affen in den Bäumen herum. Allerdings sind sie nachtaktiv und ziemlich scheu. Dafür klauen sie einem weder das Frühstück noch das Nachtessen vom Tisch. Eines konnten wir kurz mit der Taschenlampe anleuchten, aber es verschwand sofort im Baumwipfel.

Wir waren noch nicht ganz fertig mit einrichten als uns Markus vom Platz neben unserem ansprach. Er kam aus dem Rheintal und war mit Mietwagen und Dachzelt alleine in Südafrika unterwegs. Er ist auch schon viel herumgekommen und wir hatten am Abend einen gemütlichen Schwatz.

  1. und 06.04.2015 Bushbaby Lodge

Wir besuchten am einem Tag den Hluhluwe und am andern Tag den Imfolozi Park. In beiden haben wir vor allem Nashörner gesehen aber im Ersteren auch viele Elefanten. Wasserbüffeln begegneten wir in grösseren Herden. Erstaunlich unbekümmert war auch eine Pavian Gruppe, die sich auf und neben der Strasse niedergelassen hatte. Landschaftlich sind die beiden Parks sehr schön. Es gibt sanfte Hügel und weite Ebenen und zwischen durch fliesst der Umfolozi.

Auf der Bushbaby Lodge haben uns zwei junge Frauen, Elena und Melanie, angesprochen. Die zwei arbeiten in Potchefstroom in einem Kinderheim als Volontärinnen und benutzten die Osterfeiertage um an die Küste zu fahren. Von Ballito sind sie mit dem Sammeltaxi, nach Hluhluwe gefahren. Für die etwa 240 Kilometer brauchten sie acht Stunden- ein grosser Teil war Warten, das Sammeltaxi fährt erst los wenn es voll ist. Nun wollten sie gern eine Safari in den Park machen, hatten aber nur ein Angebot für etwa 110 Franken/Person. Was für sie viel zu viel war, schliesslich verdienen sie keinen Rappen für ihre Arbeit. Sie fragten uns ob sie eventuell mit uns in den Park könnten. Nelson ist aber dafür ungeeignet, da wir hinten keine Fenster haben und vorn nur zwei Sitze. Wir versuchten sie noch bei unseren Zeltnachbarn unterzubringen, leider ging das bei beiden Familien nicht. Schliesslich fanden sie aber mit Hilfe der Lodgemanagerin noch einen Anbieter der etwa viermal günstiger war.

Wir luden die beiden zum Nachtessen am nächsten Abend ein und verbrachten mit ihnen einen sehr schönen Abend. Für uns war es so richtig schön mit jungen Leuten zusammen zu sein. Meistens haben wir ja „nur“ Pensionäre um uns. Und sie haben sich gefreut dass sie ein bisschen verwöhnt wurden und wir haben uns gefreut, dass wir so nette Gäste hatten. Wir sind gespannt, ob wir von ihnen nochmal etwas hören. Es würde uns schon interessieren wie es ihnen geht.

 07.04.2015 Bushbaby Lodge – Ndumo Park

Wir verliessen die Lodge, die seit unserem Besuch im letzten Jahr etwas gelitten hat. Einiges funktioniert nicht mehr so richtig. Wir haben den holländischen Besitzer diesmal nie gesehen und fragen uns ob er überhaupt noch da ist.

Wir machten uns über die N2 Richtung Pongola auf den Weg. Etwa 50 Kilometer vor dem Grenzort verliessen wir aber die Hauptstrasse und fuhren am Pongola-Stausee entlang, den Berg hoch. In Jozini mussten wir uns dann durch Autos und Fussgänger schlängeln.Es war Markt auf der Hauptstrasse und alles verstopft!

Dann ging es auf unterschiedlich guten Teerstrassen weiter. Einen ordentlichen Schrecken bekamen wir als uns ein Wagen mit hoher Geschwindigkeit auf unserer Seite entgegen kam. Emanuel bremste ab und kurz vor uns schwenkte der „Geisterfahrer“ wieder auf seine Seite. Wie wir dann feststellten ist er den Löchern auf seiner Strassenhälfte ausgewichen. Damit hat er uns einen schönen Schrecken eingejagt. Das letzte Stück der Tagesstrecke war dann noch eine staubige und holprige Baustelle. Schliesslich kamen wir dann im Ndumo Park an. Der Campingplatz ist an einem Hang angelegt. Auch mit Keilen konnten wir Nelson nicht optimal in die Waagrechte bringen. Da bedeutete dass wir in der Nacht ein paar Mal vom Fussende zum Kopfende „klettern“ mussten.

 08.04.2015 Ndumo und Tembe Park

Wir besuchten den etwa 30 Kilometer entfernten Tembe Park. Dieser ist nur mit 4×4 Fahrzeugen befahrbar und für seine Elefanten bekannt. Einigen begegneten wir auch und noch vielen Nyalas, einigen Impalas, Wasserböcken und Gnus. Einen Nyala-Bock konnten wir beobachten wie er eine grosse Nuss knacken wollte. Er schaffte es aber nicht und spuckte sie wieder aus.

Wir kurvten einige Stunden durch den Park. Meist auf sehr sandigen Pisten. Kurz vor Schluss unserer Tour sahen wir über eine lange Strecke grosse Elefantenspuren und frischen Dung auf dem Weg. Wir rechneten bei jeder Kurve damit, sie oder ihn vor uns zu haben. Zweimal musste Emanuel aussteigen um grosse Äste aus dem Weg zu räumen, die von Elefanten abgerissen worden waren. Aber begegnet ist uns keiner.

Im Tembe Park gibt es keinen Campingplatz. Deshalb haben wir für drei Nächte im Ndumo gebucht. Aber die Tembe Lodge gibt es hier und da haben wir zum Schluss unserer Safari noch feinen Cappuccino bekommen.

Zurück im Ndumo sahen wir kurz vor dem Campingplatz noch eine Gruppe von sechs Giraffen. Dann waren wir froh nach diesem anstrengenden Tag Nelson wieder etwas Ruhe zu gönnen.

09.04.2015 Ndumo Park

In diesem Park soll es drei der Big Five geben, aber wir haben weder Büffel, Nashorn noch den Leopard gesehen. Von einem Hide aus haben wir wenigstens Hippos und Krokodile gesehen. Auch Vögel wie Pelikane, Seeschreiadler und Kormorane. Sonst hat der Park nicht viel geboten ausser Nyalas und Impalas.

Nelson hat bei diesen Fahrten, wie schon gestern, einige Gebrauchsspuren abbekommen. Die Bäume und Büsche ragten oft weit in den Weg hinein und hingen tief herunter. Die meisten haben auch noch lange und sehr harte Dornen. Irgendeinmal müssen wir ihn wohl neu spritzen lassen. Etwas Rost hat er von der Seeluft auch angesetzt.

10.04.2015 Ndumo Park – Hlane Park Swaziland

Schon am ersten Tag ist uns eine deutsche Familie mit vier Kindern aufgefallen. Da sie weit weg von uns standen und uns kaum grüssten, hatten wir keinen Kontakt zu ihnen. Als wir am Zusammenpacken waren, kam dann die Mutter vorbei und machte erst ein wenig Smalltalk. Schliesslich fragte sie ob wir zufällig Antibiotika dabei hätten. Der Sohn hatte schon länger Ohrenschmerzen und sie trauten den lokalen Spitälern nicht so. Der Augenschein, den sie in zwei von ihnen nahm, hat sie nicht überzeugt. Emanuel hatte ja für seine Zahnschmerzen in Port Elizabeth Antibiotika bekommen, welche wir nun der Frau gaben, nicht ohne ihr zu sagen, dass sie auf dem Beipackzettel die Dosierung für Kinder nachschauen soll.

Wir hatten heute wieder einmal eine etwas länger Strecke und einen Grenzübertritt vor. Zudem sollten wir noch einkaufen, aber es lag keine grössere Ortschaft auf der Strecke. Wir überlegten uns einen Umweg über Pongola zu machen. Was aber noch 60 zusätzliche Kilometer bedeutete. Kurz vor der Abzweigung an der wir uns entscheiden mussten, sahen wir eine Metzgerei welche Wildfleisch verkaufte. Hier deckten wir uns mit Impala- und Kudu-Fleisch ein. Dann beschlossen wir direkt zur Grenze zu fahren, einzig Brot hätten wir am meisten gebraucht aber wenn nötig backen wir uns halt wieder einmal Brötchen.

Als wir fast beim Grenzübergang waren, kam uns in den Sinn ob man überhaupt Fleisch nach Swaziland mit nehmen darf. Wir wussten es einfach nicht. Die Ausreise aus Südafrika ging problemlos. Ganz zum Schluss wollte sich eine junge Polizistin wohl auch ein bisschen wichtigmachen und fragte nach dem Disk. Südafrikanische Fahrzeuge müssen jedes Jahr registriert werden und man bekommt eine Vignette die an der Windschutzscheibe anzubringen ist. Dafür muss man hier nur bei Wechsel des Fahrzeughalters zur Fahrzeugkontrolle (TÜV). Emanuel erklärte ihr, dass unser Bus in der Schweiz registriert wurde und als linksgesteuertes Fahrzeug in Südafrika gar nicht zugelassen würde. Dann sollten wir die Registrierung der Schweiz zeigen. Das war ihr neu und das hatte sie noch nie gehört und wollte dann die Disk aus der Schweiz sehen. Dass es dies in der Schweiz nicht gebe erstaunte sie doch sehr. Dass wir schon zweimal ohne Disk in ihr Land eingereist waren, überzeugte sie auch nicht. Freundlicherweise liess sie uns dann aber trotzdem das Land verlassen, aber nicht ohne uns zu warnen, dass wir bei der Swaziland Polizei ohne Disk Probleme zu erwarten hätten.

Der Einwanderungsbeamte von Swaziland war so gut drauf und machte allerhand Spässchen mit uns, dass wir uns fragten was er zum Frühstück bekommen hatte. Dann noch 50 Rand Strassengebühr bezahlen und wir durften weiter. Zum guten Schluss kamen wir noch zu einem Polizist in Uniform und einem Zöllner in Zivil. Prompt wollte der Polizist die Disk sehen. Gleiche Argumentation wie kurz vorher, aber er gab dann ziemlich schnell und etwas perplex nach. Nun wollten er und der Zöllner noch in das Fahrzeug schauen. Sie fragten nach dem Kühlschrank. Mist, zuoberst lag das Fleisch. Zum Glück ist unser Kühlschrank in einem Möbel eingebaut, so behauptete Emanuel wir hätten nur eine Kühlbox. Diese zeigte er ihm gerne, denn da waren nur Früchte, Gemüse und Getränkedosen drin. Alles Ok und wir konnten in das Königreich Swaziland einreisen.

Später kamen wir dann auch noch zum einkaufen. Im kleinen Kaff steht angeblich der grösste Super Spar Laden des Landes. Er ist neu und sehr gut sortiert, sauber und aufgeräumt. Im Laden wurden wir zweimal vom Personal angesprochen. Der eine war mit einräumen von Milchprodukten beschäftigt und machte uns auf Aktionen aufmerksam. Der andere, vermutlich der Manager, fragte uns ob wir alles finden was wir brauchen. Auch auf der Strasse winken uns öfter Leute zu. Aber die kleineren Kinder betteln um Essbares in dem sie mit beiden Händen auf den Bauch zeigen. Wie wir gelesen haben, ist die Bevölkerung arm während der König wohl einen ziemlich aufwändigen Lebensstil hat. Er hat, unter anderem, mehr als 10 Frauen.

Im Park angekommen checkten wir ein und konnten dann auf dem grossen Zeltplatz einen Platz auswählen. Da nicht einmal ein halbes Dutzend belegt und ziemlich eben waren, hatten wir uns bald entschieden.

Schon am Nachmittag hörten wir Löwen brüllen, was sich in der Nacht fort setzte. Da freuten wir uns auf deren Sichtung am nächsten Tag.

11.und 12.04.2015 Hlane Park

Wir wurden bald etwas enttäuscht als wir erfuhren, dass die Löwen in einem getrennten Gebiet sind was man nicht selber befahren darf. Der Park ist in verschiedene Gebiete eingeteilt die mit Zäunen und Toren voneinander getrennt sind. Um zu einem Wasserloch mit Hide zu kommen muss man zwei Gebiete durchfahren. Die Tore müssen selbst geöffnet und geschlossen werden, obwohl überall steht dass man das Fahrzeug nicht verlassen soll! Nur der Zaun zu den Löwen ist mit einem Schloss versehen das nur der Ranger öffnen kann. Am Wasserloch sahen wir Zebras, Gnus, Kudus, Nyala und Impalas. Darüber kreisten noch acht Geier hoch in der Luft.

Auf der Weiterfahrt durch den Park sahen wir dann nur noch Nyalas und Impalas. Auch hier standen die Dornenbäume und Büsche sehr nahe am Strassenrand. Da bekam Nelson noch etliche Längsstreifen auf den Seiten und dem Dach. So verbrachten wir den Vormittag, bis wir dann für eine Pause ins Camp zurückkehrten. Wir beschlossen im Restaurant eine Kleinigkeit zu essen und da stauten wir nicht schlecht, am dortigen Wasserloch machten sechs Nashörner und drei Hippos Mittagsschlaf. Die einen im Schlamm und die anderen im Wasser. Erst jetzt ging uns ein Licht auf. Die grossen Tiere befanden sich zwischen den beiden Toren welche wir heute durchfuhren.

Wir beschlossen nach dem Mittagessen für heute Abend eine geführte Tour zu buchen und hofften so zu erfahren wir die besten Sichtungen machen könnten. Löwen wollten wir dann natürlich auch sehen. Vorher erkundeten wir aber auf eigene Faust das Gebiet der grossen Tiere. Und wir hatten Glück in weniger als zwei Stunden begegneten uns Elefanten, noch mehr Nashörner und Giraffen. Danach machten wir noch einmal eine Pause.

Um vier ging unsere Safari los. Wir waren zu acht auf dem Gefährt, unser Ranger hiess Maxwell. Er bemühte sich uns viel sehen zu lassen, aber die Ausbeute war magerer als das was wir am Nachmittag gesehen haben. Einzig die Marabus am Wasserloch hatten wir bis jetzt noch nicht gesehen. Ihr ahnt es vielleicht schon, Löwen bekamen wir auch nicht vor die Kameras. Maxwell mühte sich ab und kurvte im Löwengebiet herum bis es dunkel wurde, aber die Löwen hatten anderes vor. Wie ein Gast sagte: “The Lion sleeps tonight!“

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
Dieser Beitrag wurde unter Afrikareise, Südafrika, Swaziland veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s