Von der Küste in die Steppe

  1. und 16.03.2015 Greenfountain – Mountain Zebra National Park

 Das Greenfountain besteht nicht nur aus einem Campingplatz es gibt hier auch etliche „Chalets“. Bei uns würde man einem solchen Gebäude schon Haus sagen. Als wir durch die Anlage spazierten wurden wir von einer Frau angesprochen. Sie hörte dass wir Deutsch sprachen. Sie kommt aus Bremen und verbringt mit ihrem Mann den europäischen Winter hier. Wir staunten, als sie uns sagte dass man diese Häuser kaufen kann. Während der Abwesenheit der Besitzer, werden sie wann immer möglich vermietet, was in etwa die laufenden Kosten deckt. Zur Zeit könne man ein Haus für umgerechnet ca. Sfr. 50‘000 kaufen. Sie haben 2 Schlafzimmer, 2 Badezimmer, Wohnzimmer, Küche und einen grossen Carport.

Wir verabschiedeten uns von Straussen und Zebras, denn wir wollten weiter zu ihren Artgenossen. Allerdings nicht direkt, denn es sind fast 300km und wir befürchteten, dass die Nebenstrassen nicht im bestem Zustand sind. Darum hatten wir etwa auf halber Strecke eine Übernachtung eingeplant.

 Vorher mussten wir aber noch in Grahamstown einkaufen, denn danach kamen wir nur noch durch wenige, kleine Orte. In der ansonsten gut erhaltenen Universitätsstadt fiel uns aber neben dem Rathaus ein Gebäude auf in dem die Direktion für Technik und Infrastruktur ihre Büros hat. Hoffentlich haben sie einmal Zeit ihre eigene Infrastruktur etwas aufzubessern.

 Der Himmel war schon die ganze Zeit ziemlich bewölkt, aber als wir Bedford ankamen ist es so düster, dass es uns nicht anmachte, hier zu bleiben. Da es erst ein Uhr ist beschlossen wir doch noch weiter zu fahren. Um drei Uhr kamen wir bereits im Rest Camp des Mountain Zebra Park an.

 Hier hatten wir bereits via Sanparks.org Homepage für drei Nächte gebucht aber erst ab dem folgenden Tag. Als wir dies der Empfangsdame erklärten, war sie froh dass es sich um einen Campingplatz handelt, denn die Chalets waren ausgebucht. Die drei Nächte umzubuchen war überhaupt kein Problem und bei dieser Gelegenheit müssen wir der Verwaltung der Nationalparks ein Kränzchen winden. Sie ist bei solchen Anliegen unkompliziert,effizient und speditiv. Auch im Mail-Verkehr erhält man immer innert nützlicher Frist eine Antwort.

  1. und 18.03.2015 Mountain Zebra National Park

Vor vier Monaten waren wir ja schon einmal in diesem Park und deshalb ersparen wir uns grosse Beschreibungen der Game Drives. Nur ein paar Worte zur Topographie. Vom Eingang bis zum Rest Camp führt eine zum Teil geteerte und etwa 12 Kilometer lange Strasse durch ein relativ flaches Gelände. Der Rest ist wie es der Name schon verrät ziemlich bergig. An steilen Stellen sind die normalen Wege geteert aber es gibt auch noch drei 4×4 Trails. Beim letzten Besuch haben wir uns nur am Umgeni Trail versucht, ohne zu wissen dass dies der schwierigste ist. Nun wissen wir es denn wir haben sie diesmal alle gemacht.

 Von der Fahrt auf dem Umgeni im letzten Jahr gibt es auch einen Film bei Youtube.

Bergzebras

Erdhörnchen

Juri Dam 4×4 Trail

Weisschwanzgnu

  1. und 20.03.2015 Mountain Zebra National Park – Gariep Dam

Statt direkt zum Gariep Dam zu fahren machten wir noch einen Abstecher nach Cradock. Hier wollte Christine schon beim letzten Besuch das Haus von Olive Schreiner ansehen. Falls ihr diese Dame nicht kennt, wundert euch nicht, wir kannten sie auch nicht. Sie war eine Schriftstellerin welche ein ziemlich bewegtes Leben hatte und in Südafrika und international im englischen Sprachraum sehr erfolgreich war. Wegen ihrer politischen Einstellung hat sie sich weder bei den Buren noch bei den Engländern sehr beliebt gemacht. Ihr ehemaliges Haus wurde zum Museum um umfunktioniert und ist eines der ältesten Gebäude des Ortes. Mehr über sie HIER.

Olive Schreiner Museum Küchen

Von Cradock aus führte uns das GPS über die Nebenstrasse R390 statt der N10 und N1. Unsere Bedenken bezüglich des Zustands diese Nebenstrassen waren unbegründet. Da aber das Verkehrsaufkommen gering war konnten wir den Belagsschäden fast immer ausweichen. Die Strecke war auch etwa 40 Kilometer kürzer. Und wie wir später erfuhren, hatte es auf der Hauptstrasse auch mehrere Stop and Go’s wegen Baustellen.

Im Forever Resort am Gariep Dam belegten wir einen Platz mit privatem Badezimmer und Abwaschmöglichkeit. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, machten wir einen Spaziergang durch das Gelände. Beim grossen Pool war die Kiosk Türe offen und wir nutzten die Gelegenheit uns eine Ice Cream zu kaufen. Da der Laden eigentlich nicht geöffnet war, hatte die Verkäuferin kein Wechselgeld in der Kasse. Uns fehlten aber 4 Rand, aber sie meinte wir könnten das ein andermal begleichen.

Am darauf folgenden Tag genossen wir den Pool mit seinen 10 Bahnen im Olympiamass, (leider nur 1m – 1.30m tief). Ausser uns waren noch zwei Familien mit fünf Kindern da, aber nur die drei grösseren Kids benutzen auch das grosse Becken. Das Wasser war kühl und erfrischend.

Am Samstag war der Himmel schon am frühen Morgen bewölkt, und die Temperatur lud nicht zum Schwimmen ein.

Der Gariep Dam (Gariep = goldbraun in der San- Sprache, und so sieht das Wasser aus) ist mit 375 qkm der grösste Stausee in Südafrika. Hier werden der Oranje Fluss und den Caledon gestaut. Der See stellt die Bewässerung für die Landwirtschaft sicher und versorgt Port Elizabeth und Bloemfontein mit Trinkwasser. Das Kraftwerk versorgt den südlichen Teil des Free State mit Strom.

Wer Lust hat kann sich die Strecke welche wir im Mountain Zebra Park gefahren sind mit GoogleEarth anschauen.

MountainZebraNP1503.klm

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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3 Antworten zu Von der Küste in die Steppe

  1. Sylvia Germann schreibt:

    merci dir Liebe 😊
    glg Sylvia

  2. Catherine schreibt:

    Hoi zäme,
    es sich immer wieder schön bi euch go lässt was dir alles erläbet.
    filicht wüsst dir schon vo mine eltere, das ou üs ds fieber wieder packt het…
    mir si im Oktober für 3 wuche ds Namibia, am 11.10 übernähme mir ds fahrzüg und si im trans kalahari inn 🙂

    Äs liebs Grüessli
    Catherine

    • Swissnomads schreibt:

      Danke, wir freuen uns immer über ein Feedback, besonders über die Positiven 😉
      Wir sind vielleicht im Oktober auch in Namibia. Aber so genau wissen wir das jetzt noch nicht, denn wir planen nicht so langfristig.

      Liebe Grüsse
      Emanuel und Christine

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