Mit Strauss und Zebra frühstücken

08.03.2015 Cannon Rocks und Umgebung

Der Himmel war an diesem Morgen ziemlich bewölkt und die Wetterprognose versprach auch keine Besserung also machten wir eine Rundfahrt nach Bathurst. Da wir für die Hin- und Rückfahrt nicht die gleiche Strecke machen wollten bogen wir kurz nach Kenton-on-sea auf eine Piste ab. Das waren dann gut 35km mit vielen kleinen und noch mehr grossen Löchern versehene unbefestigte Strasse. Wir mussten auch noch in ein Tal hinunter und auf der andern Seite wieder hinauf. Dabei begegnete uns eine Frau mit Gepäck auf dem Kopf, eine einzelne Kuh und eine von einem Jungen gehütet Herde Kühe.

Bathurst ist Ort der Ananas und hier auf der Sommerhill Farm hat man ein Riesenexemplar aus Plastik auf gestellt.

Es dient als Verkaufsladen, zur Info und als Aussichtspunkt. Einen Aussichtspunkt gibt es auch oberhalb des Ortes und er nennt sich Toposcope. Als wir den Wegweiser sahen wurden wir neugierig und fuhren dorthin. Auf einer geteerten Strasse welche nur zu dieser „Sehenswürdigkeit“ führt, kamen wir bald auf einem Hügel mit einer Art Monument an. Um dieses war ein Mäuerchen aufgebaut und darauf ist eine Tafel mit Namen und Orten angebracht. Das Ganze ist zum Gedenken der ersten Siedler errichtet worden.

In Port Alfred, ein grösser Ort, in welchem wir vor einigen Jahren übernachteten, versuchten wir das B&B wieder zu finden, gaben aber dann bald auf.

Auf dem Weg zurück zum Camping erkundeten wir noch kurz Kenton-on-Sea und Bonkes. Beides sind Ferienorte und haben zu dieser Jahreszeit und bei schlechtem Wetter nicht viel zu bieten. Nur ein kleines Bürogebäude, das zum Verkauf angeboten wurde, fiel uns auf. Eigentlich mehr das kleine Schild auf dem 10km/h steht. Das wurde wohl angebracht damit Besucher den kleinen Parkplatz nicht übersehen.

 

  1. bis 11.03.201 Cannon Rocks

Wir machten lange Spaziergänge am Meer. Zufälligerweise unternahmen wir diese Wanderungen immer bei Ebbe was das Laufen auf festerem Untergrund angenehmer macht. Einmal trafen wir auf einen älteren Herrn mit seinem Hund, der uns viel aus seinem und des Hundes Leben erzählte. Zum Schluss lud er uns noch zum Kaffe ein, da es aber inzwischen angefangen hatte zu regnen, wollten wir erst mal zurück zum Bus, um unsere Stühle vor dem durchnässen zu retten.

Einen Tag besuchten wir Grahamstown. Dieses kleine Städtchen hat uns schon beim letzten Besuch gutgefallen. Im Zentrum gibt es viele alte, schön erhaltene Häuser. Auch Kirchen gibt es hier an jeder Ecke, darum nennt unser Nachbar Anton dieses den Ort der Heiligen. Im Zentrum steht sogar eine Kathedrale welche zwei Heiligen gewidmet ist.

Wir liefen hoch bis zur Rhodes University und spazierten auch noch durch die einladenden Innenhöfe.

 

Am nächsten Tag erfuhren wir, dass seit dem Vorabend der Strom wegen Wartungsarbeiten ausgefallen ist. Uns machte das nichts aus denn auch bei bedecktem Himmel liefert das Solarpanel genug Strom für den Kühlschrank. Nur unser Brot haben wir halt mal ungetoasted gegessen. Zwei Gruppen mit Wohnwagen hatten da mehr Probleme. Sie hatten keine Batterien zusätzlich eingebaut und waren ganz auf den 220 V Anschluss angewiesen. Sie haben deshalb den Campingplatz vorzeitig verlassen.

12.03.2015 Cannon Rocks – Port Elizabeth

Leonie und Anton verabschiedeten sich ganz herzlich von uns und luden uns zu einem Besuch bei ihnen in PE ein. Falls wir wegen dem Zahnarzt noch länger dort bleiben müssen, werden wir die Einladung gerne annehmen. Statt direkt nach PE zurück zu fahren, wünschte sich Christine einen Abstecher durch den Addo zu machen. Da wir die Wildcard für die Sanparks haben kostet uns das ja nichts und Zeit haben wir ja genug. Emanuel versuchte heraus zu finden ob man über eine Transitstrasse in den Park einfahren kann. Das wäre ideal um nur den südlichen Teil zu besuchen. Da wir aber im Internet keine Antwort darauf fanden, benutzten wir den südlichen Eingang bei Colchester. Dort erfuhren wir dann, dass man nur hier und beim Hauptcamp herein fahren kann.

Viel sahen wir zwar nicht, aber einige Elefanten, drei Büffel, Strausse und viele Zebras sowie Warzenschweine. Löwen? Immer noch keine.

Im Addo waren es etwa 38 Grad, aber an der Küste wurde es wieder deutlich kühler und der Wind blies wieder heftig. Auf dem Pinelodge Camping mussten wir dann wieder das Sturmnetz über die Markise spannen.

13.03.2015 Port Elizabeth

Am Mittag hatte Christine wieder einen Termin beim Zahnarzt. Wir haben nicht schlecht gestaunt als er ein kleines Stück Draht zurechtbog und dieses dann hinter drei Zähne mit Zahnfüllmaterial anklebte. Dabei hat er uns noch alles genauestens erklärt. Nun ist der Wackelzahn fixiert. Das hätten wir also hinter uns gebracht und konnten damit weiterreisen.

14.03.2015 Port Elizabeth – Greenfountain

Endlich waren wir wieder unterwegs. Unser Ziel an diesem Tag ein Campingplatz auf einer working Farm kurz hinter Port Alfred. Da waren wir schon letztes Jahr. Jeder Platz hat sein privates Badezimmer und wir standen neben einem Feld, auf dem vier Strausse, ein Herde Kühe und zwei Zebras weideten. Von dort aus hatte man auch freie Sicht auf einen Hügel der zu einem Privat Game Park gehört. Wir sahen dort schon Giraffen, Gnus, Buntebocks, und Zebras. Dazu mussten wir aber den Feldstecher benutzen.

Es hat sich nicht viel verändert. Wir bekamen fast denselben Platz und die Kühe, Zebras und Strausse sind auch noch da. Auch Isabella, das grosse schwarze Schwein, das „Fussball spielt“ und sich im „Whirlpool“ suhlt ist noch da.

Mehr Infos zu Isabella HIER.

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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