Nelson zu verkaufen!

 02.02.2015 De Hoop – Hartenbos

Wir beschlossen am Morgen, dass wir nach Hartenbos bei Mosselbay weiter fahren. Auch an diesem Tag machten wir einen Umweg, denn Malgas ist für Christine ein Tabu mit dem Bus. Dort wird die Fähre über den Breederiver mit manpower betrieben. Zwei Männer ziehen die Fähre am Stahlseil über den Fluss. Mit diesen hat Christine bedauern weil unser Vehikel viel zu schwer sei.

Hier ein Foto von 2002
als wir die Fähre mit einem Mietwagen benutzten.

Also mussten wir zuerst über Swellendam fahren. Unterwegs machten wir in Albertina einen kurzen Zwischenhalt bei Alcare. Als wir wieder losfahren wollten, stand da eine Familie mit Drillingen, und Emanuel musste schnell ein Foto machen.

Bevor wir zum Campingplatz fuhren, fragten wir bei Campworld, ob es eine Möglichkeit gib unsere Markise zu reparieren. Der Verkäufer gab uns die Adresse einer Frau ganz in der Nähe die eine Nähwerkstatt für Zelte und ähnliches betreibt. Er telefonierte auch gleich, um sich zu erkundigen ob Nadia im Geschäft sei. Sie war es und deshalb fuhren wir gleich dorthin. Sie nahm gleich die Masse und zeigte uns die passenden Canvas-Muster und so konnten wir auch gerade noch die Farbe auswählen. Der Preis war in Ordnung und wir machten eine Anzahlung in der Höhe des Materials. Sie versprach uns den Stoff am nächsten Tag zu bestellen und den Auftrag noch diese Woche zu erledigen. Das ist doch etwas anderes als bei dem letzten Laden wo wir mehr als einen Monat umsonst gewartet hatten. Danach ging‘s zum ATKV Hartenbos Camping, wo wir wieder im Block E einen Platz mit Meersicht bekamen. Leider aber nur bis Samstag, weil auch hier nun nicht nur die Wochenend-Camper, sondern auch die Pensionäre wie die Heuschrecken einfallen.

 03. bis 09.02.2015 Hartenbos

Wir verbrachten die Tage mit lesen, schreiben, baden und mindesten zwei Strandläufen pro Tag.

Am Mittwoch zog ein heftiges Gewitter über den Zeltplatz. In unserer Nähe standen zwei Wohnwagen in etwa 10cm hohem Wasser, bei unserem unmittelbaren Nachbarn brachen mehrere Zeltstangen weil sich viel Wasser auf dem Vorzelt gesammelt hatte. Der Besitzer des Wohnwagens holte neue Aluminiumrohre und eine anderer Nachbar und Emanuel halfen ihm in der Badehose diese wieder einzusetzen.

Am Donnerstag hatte Nadia angerufen, dass der Stoff angekommen ist. Sie wollten am nächsten Tag nähen und wir sollten den Bus am Vormittag bringen. Das machten wir dann auch. Wir mussten die Markise auseinander nehmen um die kaputte Plane zu entfernen. Nadia brauchte diese als Muster um die Neue zu nähen. Nach etwa zwei Stunden rief sie an, wir könnten wieder kommen, die Plane sei genäht. Wir nix wie hin und die Markise wieder zusammen gebaut.

Der einzige Nachteil des neuen Teils ist, dass Nadia zwei Stoffbahnen zusammen nähen musste. Damit ist die Mitte aufgerollt dicker und der Staukasten etwas zu klein und geht nur auf einer Seite zu. Emanuel muss sich da etwas einfallen lassen.

Am gleichen Tag sind wir auf dem Camping umgezogen. Wir wussten schon bei der Ankunft unser Platz war ab Samstag bereits gebucht war. So fragten wir am Freitag ob doch noch einer mit Meersicht frei sei. Es gab einen und wir konnten umziehen. Die nette Dame am Empfang hat ihn um einen Tag zurück gebucht und so kam uns eine Wochen fast halb so teuer wie die vorherigen sechs Tage. Als wir auf unserem bisherigen Platz zurück fuhren um Tisch, Stühle und noch so einiges was wir am Morgen stehenliessen zu holen, stand da ein Schild: „zu verkaufen 250‘000 Rand“. Zuerst fragten wir was das soll, merkten aber bald, dass unsere Nachbarn sich einen Scherz mit uns geleistet hatten. Die Tafel stammte von einem Immobilienmakler und sie hatten ein A4 Blatt mit der Verkaufssumme darüber geklebt.

Am Freitag war noch einmal arbeiten angesagt. Christine musste Wäsche waschen. Emanuel montierte neue Organizer, optimierte die Aufhängung des Moskitonetzes und reparierte die Teleskopleiter. Der unterste Tritt hielt nicht mehr weil an einem Plastikteil kleine Noppen abgenützt waren.

Mit einer Schraube konnte das Problem soweit behoben werden. Aber es fragt sich wie lange das hält. Solche Leitern haben wir im Südafrika nur einmal gesehen, wissen aber nicht ob es in Namibia oder Südafrika war. Sonst müssen wir halt wirklich ins „ Obergeschoss“ jumpen, wie Emanuel manchmal neugierigen Fragern weismachen will!

Zu diesem Thema passt auch noch unser Grill. Hier machte sich ein Nachbar über unsern kleinen Grill von „Son of Hibachi“ lustig. Die nutzbare Fläche ist nur etwa zweimal 15×20 Zentimeter. Zum anfeuern klappt man ihn zusammen und stellt in auf. Der Nachbar wollte wissen zu was man denn dieses kleine Ding brauchen kann. Emanuel meinte, um Elefanten Steaks zu braaien. Als er einen skeptischen Blick erntete, setzte er mit der Behauptung nach, dass man den Braai sehr weit aus einander falten kann. Am nächsten Tag kam er wieder vorbei und erzählte, er habe ein 1,5m hohes Potjie. Auf Emanuels Frage was man denn damit machen kann, antwortete er: Straussenhälse kochen!

Auf einem unserer Spaziergänge sahen wir einen Toyota Land Cruiser mit einem speziellen Aufbau der uns schon vor einigen Tagen aufgefallen war. Er gehört Michel und sein Frau Rose aus Belgien. Sie sind schon länger in Afrika unterwegs. Sie sind auch Opfer der neuen Visa Regelung welche die 3 Monate bei einem Abstecher in ein Nachbarland verfallen lässt. Zwar haben sie in Durban eine Verlängerung verlangt, aber ob sie diese rechtzeitig bekommen steht in den Sternen. Sie planen, ihren Wagen nach Südamerika zu verschiffen, deshalb ist es ihnen eine Einreissperre eigentlich egal.

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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2 Antworten zu Nelson zu verkaufen!

  1. Douw Krüger schreibt:

    Das Wort ‚halt‘ hab ich nicht gekannt. Laut meinem Wörterbuch Schweiz/österreichs für „simply“ or „just“. Afrikaans = „sommer“. 🙂

  2. Swissnomads schreibt:

    Douw, Du solltest ein Deutsch-Wörterbuch benutzen, in dieser Sprache schreiben wir normale weise auch. Hie und da benutzen wir, um es Dir leichter zu machen, Afrikaans Wörter, wie Baai und Poetje 🙂
    Es ist halt so!
    It’s just the way it is!

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