Senioren-Camping

  1. und 18.01.2015 Eikendal Stellenbosch – Melkbosstrand

In der Nacht hatten wir Regen und auch als wir unser Gepäck in den Bus brachten gab es einen kurzen Schauer. Seit dem 4. Dezember war das der erste Regen.

Nun hiess es Abschied nehmen von den lieben „Eikendalern“. Ein kleines Missgeschick gab es aber noch: Vor der Abreise bekamen wir noch unsere saubere Wäsche zurück. Nur fehlten zwei Paar von Emanuels Unterhosen, dafür waren zwei Damenunterhosen dabei. Emanuel weigerte sich diese als Ersatz mit zu nehmen vor allem die geblümten. Seine waren leider nicht auffindbar, so mussten wir mit zwei Stück Unterhosen minus weiter. Trotzdem bleibt Eikendal in guter Erinnerung. Und wir haben einen Vorwand wieder hinzufahren…

Genug Mountain Breeze, wir fuhren wieder näher ans Meer zum Ou Skip Camping bei Melkbosstrand.

Hier hatten wir uns vor etwa einem Jahr einen Bungalow angeschaut, der uns aber nicht gefallen hat. Der Camping stellte sich nun auch nicht gerade als erste Wahl heraus, aber ausschlaggebend war das grosse Schwimmbad. Dieser war zwar etwas arg mit Algen bewachsen aber dafür bot er trotz spielender Kinder genügend Platz zum schwimmen.

Hier standen neben unserm Nelson, drei ausländische Fahrzeuge, alles zu Camper umgebaute Lastwagen. Ein DAF aus den Niederlande, dessen Bewohner wir aber nicht kennen lernten, weil sie tagsüber immer weg waren. Ein MAN aus München, welcher etwa ein Dutzend Motorräder begleitete und deren Besitzer nicht viel Interesse an einem Gespräch mit uns Kleinfahrzeugfahrern zeigten. Der dritte war ein Mercedes aus Tansania der auch ein ehemaliges Feuerwehrfahrzeug war. Ein riesiges Teil mit „Dachterrasse“ und einem Schlafplatz auf dem Dach. Er ist im Besitz von einem deutschen Paar, das schon lange in Tansania lebt. Sie wurden begleitet von der Schwester des Besitzers und ihrem Mann. Mit diesen vier hatten wir deutlich mehr Kontakt, aber leider blieben sie nur für eine Nacht.

Die Toiletten in diesem Camp waren auch nicht gerade auf dem neusten Stand. Papier gab es selten und zudem fiel das Wasser, wegen eines Leitungsbruchs für mehrere Stunden aus.

  1. bis 24.01.2015 Melkbosstrand –Avatara Brakenfell

Als nächsten Platz hatten wir Avatara ausgewählt, weil sich dieser nur wenige Kilometer von Swannies Caravan and Tent Werkstatt befindet. Für diesen Tag hatte uns nämlich Henri der Besitzer dieses Ladens bis Mittag einen Kostenvoranschlag für beiden Ersatz-Organizer, die Reparatur der Markise, und eine Erweiterung derselben versprochen. Wir verbrachten noch einige Zeit im Einkaufszentrum Canal Walk und fuhren dann etwa um drei Uhr zur Werkstatt, da wir bis dahin immer noch nichts von Henri gehört hatten. Einer seiner Mitarbeiter teilte uns mit, dass der Chef gerade unterwegs sei und auch telefonisch nicht zu erreichen. Nun musste Emanuel etwas Klartext reden, denn wir wurden nun seit mehr als einem Monat hingehalten. Zuerst hatte Henri keine Zeit, dann waren Betriebsferien und nun war die Werkstatt schon wieder oder immer noch vollgestopft mit Camper und Wohnwagen. Diese hatten vermutlich eh Vorrang vor unserem Kleinauftrag. Der Mitarbeiter versprach Henri auszurichten, dass er uns am nächsten Vormittag einen Preisvorschlag machen müsse. Wie wir eigentlich schon erwarteten, kam natürlich kein Anruf. Telefonisch war er am Nachmittag auch nicht erreichbar, so blieb Emanuel nichts anders übrig als den Aufrag per Mailbox zu canceln. Er rief natürlich auch nicht mehr zurück. Hier ist halt Afrika.

Auf Avatara hatten wir zuerst für zwei Nächte gebucht, weil es uns aber gut gefiel haben wir um einen Tag verlängert. Und weil es uns immer noch gefiel noch einmal zwei Nächte dran gehängt.

Ja, was gefällt uns denn so gut hier? Schöner Platz mit gepflegtem Rasen, eine schöner sauberer Pool und sehr saubere Toiletten und Duschen. Nicht zuletzt nette Nachbarn die auch mal ein Schwätzchen mögen. Es schienen alles auch Pensionierte zu sein und mit unserer Anwesenheit ist das Durchschnittsalter um mindestens drei bis vier Jahre gesunken…

An Christines Geburtstag sind wir nach Kapstadt gefahren wo Emanuel einen Tisch im „The Afrika Cafe“ gebucht hatte. Kurz vor der Stadt war ein Grasbrand und der heftige Wind blies eine dicke Rauchwolke über die Autobahn. Es wurde richtig finster als wir durch diese fuhren. Zum Glück dauerte der Spuck nur wenige hundert Meter und dann war die Luft wieder klarer.

Im Afrika Cafe gibt es nur ein Menu und es werden Speisen aus verschiedenen Ländern des Kontinents serviert. Die Portionen sind eher klein, aber es gibt deren viele und man kann auch nachbekommen. Von jeder Speise wird erklärt wo sie herkommt und was drin ist. Wir haben von den letzten fünf nicht mehr alles geschafft und so erübrigte sich eigentlich die Frage nach einer weiteren Portion.

Wenn alle Gäste zu essen haben, geht das ganze Bedienungspersonal mit Musik und Tanz durch alle Räume. Es waren nicht alle Gäste Touristen, aber alle haben diese Darbietung genossen. Die Frauen hatten ins Gesicht Ornamente gemalt und eine von ihnen bot das auch den weiblichen Gästen an. Christine bekam ein schönes Blumenmuster in weiss und orange über Stirn und Nase.

Auf dem Rückweg war der Wind noch heftiger und kam stossweise. Emanuel musste die ganze Zeit korrigieren, damit Nelson einigermassen in der Spur blieb.

Wir kommen von Avatara einfach nicht weg, wir haben noch einmal um zwei Tage verlängert. Zum einen ist der Wetterbericht für nächste Woche an der Ostküste nicht so gut und zum anderen die Campingnachbarn so nett. Wir wurden auch hier schon gefragt ob wir mit wollten zum einkaufen.

Eine Einladung zu einem Glas Wein mussten wir auf den nächsten Abend verschieben, denn wir wollten noch einmal zu Dornier Tapas essen.

Das alles inklusiv einer Flasche Wein und ein Flasche Wasser für für etwa Sfr. 30.-

Hier wurden wir wieder wie alte Bekannte begrüsst, was wir ja inzwischen auch sind! Dessert bekamen wir aber trotzdem nicht mehr, die Küche schliesst um 19:00 Uhr. Da die Lust auf Süsses aber leider stark war, fuhren wir halt nach Stellenbosch um in einer Gelateria ein feines Eis zu essen.

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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