Sind Campingstühle Outdoor tauglich?

  1. und 10.01.2015 Doringlaagte Montagu

Mit unseren Nachbarn, Eltern mit zwei Kindern, kamen wir schnell ins Gespräch. Das heisst vor allem mit Niel, seine Frau Petro, wie die meisten Südafrikanerinnen, war eher zurück haltend mit Leuten die nicht afrikaans sprechen. Er bot uns dann eine Mitfahrgelegenheit an um im nahen Ort einzukaufen. So mussten wir nicht alles zusammen packen. Wir fanden das sehr nett von ihm und nahmen sein Angebot also gerne an.

Die Tage waren heiss aber gegen Abend zogen Wolken auf, doch der Regen blieb zum Glück aus. In der Nacht kühlte es dann ab und so konnten wir gut schlafen.

11.01.2015 Montagu – Stellenbosch

Zum Frühstück assen wir die Hälfte der geschenkten Melone, die so süss und saftig war. Die andere Hälfte bekamen unsere Nachbarn, von denen wir danach Abschied nahmen. Sie fuhren nach Hause und wir wollten auf den Camping bei Villiersdorp am Theewaterdam. Dieser wurde uns von einer Ladenbesitzerin in Franschhoek empfohlen. Wir buchten uns dort für zwei Nächte ein und durften dann frei auswählen. Aber was wir da sahen gefiel uns überhaupt nicht. Es war am Dam entlang eine grosse Fläche mit wenig Gras. Dass es keinen Stromanschluss gab war nicht so schlimm aber Wasser gab es nur bei den Toiletten und die waren ziemlich weit entfernt und überhaupt nicht einladend. Der Preis von Rand 220/Nacht war auch nicht wenig. Wir waren uns einig, dass wir hier nicht bleiben und fuhren zum Empfang um das Geld zurück zu verlangen und wo wir dann erfuhren dass es auch bessere Plätze gab, die aber alle besetzt waren. Das Geld bekamen wir auch anstandslos und so machten wir uns auf die Suche nach der nächsten Übernachtungsmöglichkeit. Aus dem Campingführer hatten wir die Koordinaten des Bergplas Campings bei Stellenbosch. Diesen fanden wir leider nicht. Schlussendlich gaben wir es auf und fuhren zum Mountain Breeze wo wir wie alte Bekannte empfangen wurden. Es scheint, dass wir schon zu lange in der Gegend sind. Auf jedem zweiten Camping sagt uns jemand, dass sie uns irgendwo gesehen haben und in unserer Nähe standen.

Fransschhoek vom geleichnamigen Pass aus.

12.01.2015 Stellenbosch

Hier lernten wir Andrea kennen. Sie und ein ihrer Familie und Hund standen hier auf dem Camping mit ihrem Landrover. Sie und ihr Mann verbringen den europäischen Winter im südlichen Afrika und den Sommer in Deutschland. In Hermanus besitzen sie ein Haus und sie lud uns ein bei ihnen zu übernachten wenn wir wieder einmal dort vorbei kommen.

Es war wieder einmal Waschtag und dabei wechselten wir auch noch das Moskitonetz aus. Eine schweisstreibende Arbeit, wenn die Sonne scheint. Das Netz ist am Dach an Klettstreifen befestigt und reist mit der Zeit an einigen Stellen.

Ein neuer Campingstuhl für musste her. Emanuel hat schon zwei geschlissen, frei nach der Fisherman’s Friend Werbung entweder sind sie zu schwach oder er zu schwer. Wir machten uns also auf zum 4×4 Megaworld Outdoor Shop. Kaum waren wir beim probesitzen der angebotenen Modelle kam ein Verkäufer um uns zu beraten. Zum Beispiel muss man unbedingt darauf achten dass der Stuhl gerade steht, weil sie sonst durch ungleiche Verteilung des Gewichtes Schaden nehmen. He? Emanuel fragte ihn ob er einen Witz mache. Er musste zu geben dass das beim Camping nicht immer einfach ist. Kaum war dieser Berater weg erzählte uns ein anderer das gleiche. Da wollte Emanuel von ihm wissen ob e auch schon campen war. Wir haben uns dann für das Oztent Modell Kokoda Chair entschieden, aber wir wissen jetzt, dass wir unsere Stühle am besten in der Wohnung oder wenigstens auf der Terrasse oder dem Balkon aufstellen sollten, so richtig Outdoor tauglich sind sie ja nicht.

  1. bis 15.01.2015 Mountain Breeze – Eikendal Stellenbosch

Für diese Tage hatte Christine drei Nächte in der Lodge Eikendal gebucht. Hier verbrachten wir schon eine Nacht als uns das Dornier Homestead nicht gefallen hatte.

Wir wurden wie alte Bekannte begrüsst. Mit Umarmung und Küsschen gab es auch. Sowas hatten wir noch nie erlebt. Wir bekamen wieder ein superschönes Zimmer. Wendy reservierte uns für den ersten Abend einen Tisch im Restaurant der Weinfarm und für den dritten Abend auf unseren Wunsch bei Longridge. Am zweiten assen wir wieder Meeresfrüchte bei Dornier. Hier wurden wir auch gleich wieder erkannt, und die junge Dame, die uns bediente erzählte uns von ihrer Tochter, die bald in die Schule kommt und dass es 2000 Rd Schulgeld kostet, neben der Uniform und dem Unterrichtsmaterial. Sie und ihr Mann arbeiten beide bei Dornier und verdienen sicher nicht soo schlecht, aber sie hoffen, dass sie ein Stipendium für die Tochter erhalten.

Zum Frühstück wurde alles angeboten, was es so braucht und die Bedienung war sehr aufmerksam.

Die Tage verbrachten wir zum grössten Teil am Strand von Strand, klingt blöd aber der Ort heisst halt so.

Aber nur an einem Tag konnten wir den Beach richtig geniessen. Sonst wehte der Wind so heftig dass ein gemütliches Sitzen am Strand nicht möglich war. Da das Wasser im Atlantik aber trotz Wind zum Baden einlud- es war sicher 22 grad warm- verstauten wir unseren Plunder im Auto und gaben den Schlüssel beim Parkplatzwächter ab. Denn einen im Meer versenkten, weil in der Tasche der Badehose mitgeführten Autoschlüssel hatten wir schon mal. Wir machten einen langen Spaziergang am Strand und badeten zwischendurch. Und der Watchman hat sich über sein zusätzliches Trinkgeld gefreut. Der nächste Tag war zum Baden nicht geeignet, der Wind blies uns den Sand nur so um die Ohren, man konnte nicht mal geradeaus schauen. Also tranken wir nach einem Strandlauf auf der Terrasse eines Bistros einen Mango-Cocktail. Danach fuhren wir über die Küstenstrasse bis nach Rooi Els und wieder zurück. Ja, unsere Zeit gestaltet sich im Moment nicht gerade aufregend, dafür friedlich.

Im Longridge war ja für den letzen Abend ein Tisch bestellt. Uns wurde dieses Restaurant von Gästen bei unserem ersten Besuch im Eikendal empfohlen. Vielleicht waren unsere Erwartung anders und die eher elegante und etwas reservierte Atmosphäre ein ziemlicher Kontrast zu den beiden gemütlichen Abenden vorher. Das Essen war zwar gut, aber nicht überwältigend.

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
Dieser Beitrag wurde unter Afrikareise, Südafrika veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s