Es weihnachtet schon mehr

23.12.2014 Mountain Breeze – Eikendal

Vor einigen Tagen hatten wir für die Tage nach Weihnachten und bis ins neue Jahr auf dem Rondeberg Camping gebucht. Für Weihnachten hat sich Christine etwas Besonderes einfallen lassen. Im Internet hatte sie gesehen dass man beim Weingut Dornier auch Zimmer buchen kann und das tat sei dann auch. Wir haben erst am Nachmittag eingecheckt weil wir die Stunden vorher in Strand am Strand verbracht haben. Das Wasser des Atlantiks wurde von Tag zu Tag angenehmer, so dass man es gut auch etwas länger darin aushalten konnte.

Am Nachmittag kamen wir dann beim so genannten Homestead von Dornier an. Die Türe stand zwar halb offen, aber es war kein Mensch da um uns zu empfangen. Wir schauten uns ein wenig im Erdgeschoss um und waren nicht gerade überwältigt. In der Eingangshalle stand ein Rennfahrrad, sowie eine Golfertasche und der Aufenthaltsraum sah auch nicht gerade einladend aus. Nach diesem ersten Eindruck liefen wir zum Dornier Restaurant wo eine Angestellte nach Ashley suchte, die uns dann begrüsste und uns zurück zum Haus schickte. Dort mussten wir dann einen Moment warten bis sie auch kam und uns ins obere Stockwerk führte um das Zimmer zu zeigen. Schon auf dem Weg dorthin erklärte sie uns, dass unser Zimmer das einzige von vier sei mit Badezimmer ausserhalb des Zimmers (haben wir auf dem Zeltplatz auch- fuer weniger Geld!) auf der Etage. Das erstaunte uns doch sehr, für den verlangten Preis wäre es eigentlich zu erwarten dass das Bad vom Zimmer zugänglich ist. Das Zimmer selber war geräumig, aber sonst kann man nicht viel Positives darüber sagen. Es war ziemlich lieblos eingerichtet und sah im Internet (natürlich) besser aus. Was in der Homepage als Pool angegeben wurde war ein grosser Naturteich mit grünlichem Wasser. Frühstück war auch nicht im nicht gerade bescheidenen Preis inbegriffen aber das wussten wir schon im Voraus. Alles in allem überhaupt nicht das was wir erwartet hatten und dem entsprechend war Christine sehr enttäuscht, was wir auch äusserten. Ashley reagierte ziemlich schnell mit dem Angebot die Firma über welche die Buchung abgewickelt worden ist, telefonisch um eine Rückerstattung zu bitten. Wir hatten das Gefühl nicht die ersten Unzufriedenen zu sein. Es stellt sich heraus, dass bei der Buchung keine Vorauszahlung verlangt wurde und somit sollte die Angelegenheit erledigt sein sollte. Ashley war so nett uns anzubieten, bei anderen Unterkünften anzurufen um einen Ersatz zu finden. Wir beschlossen aber auf eigene Faust bei dem in der Nähe liegenden Eikendal Weingut und Lodge nachzufragen.

Hier wurden wir ganz herzlich von Wendy empfangen. Sie konnte uns je einen Superior Room oder eine Junior Suite anbieten, aber leider nur für eine Nacht. Nachdem wir uns die hübschen Zimmer anschauen konnten, beschlossen wir wenigstens für eine Nacht dem Luxus zu frönen. Wir verbrachten dann eine Weile am Pool und badeten im 24 grad warmen Wasser, nachdem Emanuel eine tote Schwalbe mit dem Casher raus gefischt hatte. Man konnte sich auf der Veranda ein Glas vom eigenen Wein zum Aperitif einschenken und dazu ein paar Chips knabbern. Es stand Weisser. Roter, oder Rosé zur Auswahl. Wendy hatte uns auch einen Tisch im zum Weingut gehörenden Restaurant reserviert und wir bekamen ausgezeichnete Pasta serviert und dazu einen feinen Weisswein. Wir schreiben das damit ihr wisst dass wir uns nicht nur von Kaffee und Kuchen ernähren!!

  1. bis 27.12.2014 Eikendal – Rondeberg

Nach einer guten Nacht in einem schönen Zimmer konnten wir noch ein ausgezeichnetes Frühstück geniessen. Die Auswahl an Brot, Käse, Früchten und noch vieles mehr war gross, und die Bedienung sehr nett. Eigentlich war im Preis der Übernachtung eine Weinprobe inbegriffen aber wir hatten noch eine mehrstündige Fahrt vor uns. Zudem war es noch etwas früh am Tag um Bacchus zu frönen.

Emanuel hatte am Vortag noch beim Rondeberg Resort angerufen und angefragt ob wir auch zwei Tage früher kommen könnten. Der Bescheid war positiv und so machten wir uns auf den Weg der uns über 200 Kilometer in den Norden führte.

Mit einem kurzen Stopp zum einkaufen in Stellenbosch und einem weiteren um zu tanken und uns ein Eis zu gönnen brachten wir die Strecke in einem Rutsch hinter uns. Von den vielen Baustellen auf N7, war nur eine im Einbahnverkehr und so kam es auch zu keinen grossen Verzögerungen.

 Auf Rondeberg waren wir ja schon öfter wie zum Beispiel letztes Jahr an Weihnachten. Der Platz liegt am Bulshoek Stausee, an einem Hang und ist in Terrassen angelegt. Einen geheizten Pool gibt es seit diesem Jahr auch. Man steht auf Rasen was natürlich angenehmer ist als ein sandiger Platz. Unser Nachbar Peter fragt uns auch gleich ob wir nicht schon letztes Jahr hier waren und es gibt hier noch einige Camper welche immer wieder hier her kommen.

 Im Zuge der „Aufbauarbeiten“ unseres Platzes hängten wir eine Girlande, Samichläuse, Rentier und Sterne an unserem Vordach auf. Ein kleiner LED beleuchteter Schneemann und die Laterne von Ruth, sowie Kerzen hatten wir auch noch. Und das sah dann im Dunkeln doch sehr weihnachtlich aus. Es war zwar immer noch ziemlich bescheiden, verglichen mit dem Aufwand welchen die Südafrikaner betrieben. Aber der gute Wille zählt bekanntlich.

Als es dämmerig wurde, verlief sich auch ein „echter“ Santa Claus mit einem riesigen Sack auf dem Rücken auf den Platz. Leider hat er nur einen kleinen Jungen gesucht, alle anderen gingen leer aus.

Man beachte die Flip-Flops

Im Radio suchten wir nach Weihnachtsliedern, fanden aber nur einen Sender der Ansprachen von Politikern übertrug. Also war selber singen angesagt- allerdings nur ganz leise und nur gesummt.

 Wie wir in Mails und Internet lesen hat es in der Schweiz wenig bis keinen Schnee gegeben. Tröstet Euch auch hier hatten wir keine weisse Weihnachten. Bei Tagestemperaturen um 30 Grad auch kein Wunder. Nach Sonnenuntergang mussten wir jeweils etwas Wärmeres anziehen wenn das Thermometer nur noch 25 Grad anzeigte. Nachts war es angenehm kühl.

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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